Metzelder über seine WM-Chancen: "Sehr gering"

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Abwehrspieler Christoph Metzelder rechnet sich keine großen Chancen auf eine Teilnahme an der Fußball- Weltmeisterschaft aus.

Madrid - Abwehrspieler Christoph Metzelder rechnet sich keine großen Chancen auf eine Teilnahme an der Fußball- Weltmeisterschaft aus.

“Die Tür ist sicherlich auch für mich nicht ganz zu, aber die Wahrscheinlichkeit, dass ich bei der WM in Südafrika dabei sein werde, ist natürlich sehr gering“, sagte der Profi von Real Madrid am Mittwoch dem Internetportal “sky.de“. Bundestrainer Joachim Löw hatte den 29 Jahre alten Metzelder zuletzt nicht mehr in seinen Kader berufen, auch beim jüngsten Leistungstest in Stuttgart fehlte der 47-malige Nationalspieler.

Bei Real Madrid kam Metzelder in dieser Saison kaum zum Einsatz und strebt daher einen Vereinswechsel an. Dabei würde er “eindeutig die Bundesliga“ bevorzugen, sagte er und fügte hinzu: “Ich muss meine Ansprüche herunterschrauben. Es muss keine Hausnummer wie Real Madrid sein. Er muss nicht einmal zwangsläufig in der Champions League spielen. Ich möchte erst einmal wieder meinen Wert für eine Mannschaft unter Beweis stellen.“

Der WM-Check: Wen nimmt Jogi Löw mit nach Südafrika?

"Wen nehme ich mit nach Südafrika?" Jogi Löws Gehirn arbeitet derzeit auf Hochtouren. Zum Leistungstest von 25. bis 27. Januar will er einen erweiterten Kader von rund 35 Spielern berufen, zur WM dürfen am Ende exakt 23 Spieler. Wer ist gesetzt, wer muss zittern, wer darf hoffen? Wir zeigen Ihnen die WM-Kandidaten und ihre Chancen, mit nach Südafrika zu fahren. Natürlich sind dabei unvorhergesehene Ereignisse wie schwere Verletzungen außen vor. Klicken Sie sich durch! © Getty
René Adler: Auch wenn Jogi Löw sich noch nicht auf eine Nummer 1 festgelegt hat: Vieles deutet auf René Adler hin. Der Leverkusener durfte in den wichtigen Quali-Spielen gegen Russland ran und hielt stark. Ob als Stammkeeper oder nicht Zur WM fährt er auf jeden Fall mit. WM-Chancen: 100 Prozent © Getty
Manuel Neuer: Der 23-Jährige stand in erst zwei Länderspielen im Kasten. Seine Chancen, bei der WM die Nummer 1 zu sein, sind zwar gering. Aber wenn der Schalker in der Rückrunde nicht völlig einbricht, ist er dabei. WM-Chancen: 95 Prozent © Getty
Tim Wiese: Sportlich war er schon jahrelang top, inzwischen ist der Bremer auch menschlich gereift. Aus dem manchmal arrogant wirkenden Keeper ist ein Muster-Profi geworden. Manche Experten hatten befürchtet, er würde möglicherweise für Unruhe sorgen, wenn er als Nummer 3 mit zur WM fährt. Doch diese Sorgen hat er durch tadelloses Auftreten zerstreut. Ein Bankplatz in Südafrika ist wahrscheinlich. WM-Chancen: 85 Prozent © Getty
Timo Hildebrand: Wenn Drei sich streiten, freut sich eventuell der Vierte. Hildebrand könnte nachrücken, falls einer der Top 3 Stunk macht oder sich verletzt. Der 30-Jährige hat zwischen 2004 und 2007 insgesamt sieben Länderspiele bestritten. Nach seinem Wechsel zum FC Valencia fiel er in ein Loch. In Hoffenheim knüpfte er nun an alte Leistungen an. Und macht sich Hoffnungen auf ein Comeback. WM-Chancen: 10 Prozent © Getty
Hans-Jörg Butt: Der Routinier wäre die ideale Nummer 3 für die WM, falls Löw kurzfristig Ersatz sucht. Beim FC Bayern spielte der 35-Jährige eine bärenstarke Hinrunde. Noch dazu hat er als zeitweise Nummer 2 beim Rekordmeister hinter Michael Rensing bewiesen, dass er absolut loyal ist. Was manche schon vergessen haben: Er war auch bei der EM 2000 und der WM 2002 mit dabei. WM-Chancen: 10 Prozent © Getty
Per Mertesacker: "Merte" ist aus der DFB-Abwehr nicht mehr wegzudenken. 2004 feierte der damals 20-Jährige sein Nationalelf-Debüt und ist längst unumstrittener Stammspieler und Abwehrchef. Die Frage ist nicht "Spielt Mertesacker?", sondern "Wer spielt neben Mertesacker?". WM-Chancen: 100 Prozent © Getty
Philipp Lahm: Er kann links wie rechts, wo Joachim Löw ihn eben braucht: Der Außenverteidiger hat einen Stammplatz sicher, nur auf welcher Seite ihn Löw einsetzt, wechselt. Lahm spielt lieber rechts, seine stärksten Spiele machte er beim FC Bayern aber als Linksverteidiger. WM-Chancen: 100 Prozent © Getty
Arne Friedrich: "Mister Zuverlässig" ist irgendwie aus der Nationalmannschaft nicht wegzudenken. In den vergangenen Jahren spielte er im DFB-Dress meist als Außenverteidiger, auch mangels Alternativen. In der Offensive wirkt er allerdings oft zu behäbig. Weil er auch im Abwehrzentrum (seine Lieblingsposition) spielen kann, dürfte einer WM-Nominierung nichts im Wege stehen. WM-Chancen: 95 Prozent © Getty
Heiko Westermann: Der Schalke-Kapitän kann außer Torwart alle Defensiv-Positionen bekleiden. Während ihn Löw meist in der Innenverteidigung nominiert, spielt er bei den Königsblauen meist im defensiven Mittelfeld. Auch als Außenverteidiger kann er aushelfen. Einen derart vielseitigen und abgeklärten Mann kann Löw eigentlich kaum zu Hause lassen. WM-Chancen: 95 Prozent © Getty
Jérôme Boateng: Sein Nationalelf-Debüt ist ziemlich missglückt: Im WM-Qualifikationsspiel gegen Russland (1:0) flog er mit Gelb-Rot vom Platz. Dennoch gehört dem U21-Europameister die Zukunft. Beim Hamburger SV ist er Stammspieler. Der Deutsch-Ghanaer kann (wie meist beim HSV) in der Innenverteidigung agieren oder als Rechtsverteidiger spielen. Letzteres ist eine Problemposition in der DFB-Elf. WM-Chancen: 70 Prozent © Getty
Andreas Beck: Der Blondschopf profitiert davon, dass Löw auf den Außenpositionen noch nicht die Ideallösung gefunden hat. Lahm links, Beck rechts - so könnten die WM-Flügel aussehen. In einer wechselhaften Hoffenheim-Elf war er in der Hinrunde einer der konstantesten. Allerdings ist auch sein Ticket nach Südafrika noch lange nicht gesichert. Löw wird genau hinschauen. WM-Chancen: 50 Prozent © Getty
Serdar Tasci: In der DFB-Elf konnte der 22-Jährige selten überzeugen, und auch die Hinrunde beim VfB Stuttgart lief nicht nach Wunsch. Löw schätzt den Biss und die Abgeklärtheit des Innenverteidigers, doch wenn er sich nicht steigert, muss er die WM möglicherweise vor dem Fernseher verfolgen. WM-Chancen: 50 Prozent © Getty
Holger Badstuber: "Holger wer?" - Vor der Saison war der gebürtige Allgäuer noch nicht jedem ein Begriff. Doch Bayern-Trainer Louis van Gaal schenkte ihm das Vertrauen. Bilanz vor der Saison: 0 Bundesliga-Einsätze. Bilanz nach der Hinrunde: 17 Bundesliga-Einsätze. Der 20-Jährige durfte in allen Spielen ran, ob als Innenverteidiger oder als linker Außenverteidiger. Für sein Alter zeigte er sich schon unglaublich abgeklärt. Joachim Löw zeigt sich beeindruckt und machte dem Youngster Hoffnung auf die WM. Wer beim FC Bayern Stammspieler ist, ist natürlich immer ein DFB-Kandidat. WM-Chancen: 40 Prozent © Getty
Manuel Friedrich: Noch ein Friedrich. Der 30-Jährige hat neun Länderspiele auf dem Konto - das letzte am 6. Februar 2008 (3:0 gegen Österreich). Seitdem war er weg. Doch durch eine starke Hinrunde könnte er sich wieder in Löws Fokus gespielt haben. Zusammen mit Sami Hyppiä machte er bei Bayer Leverkusen den Laden dicht und hatte entscheidenden Anteil an der Herbstmeisterschaft. Das dürfte Löw beeindruckt haben. WM-Chancen: 30 Prozent © Getty
Marcel Schäfer: Mit dem VfL Wolfsburg wurde der 25-Jährige Deutscher Meister - und bekam 2009 auch in der Nationalelf Aufwind. In die Stotter-Hinrunde des Meisters reihte sich der Linksverteidiger aber nahtlos ein. Am 16. Spieltag bekam er von VfL-Coach Armin Veh die Höchststrafe verordnet und wurde in der 21. Minute ausgewechselt. In der derzeitigen Form kein WM-Kandidat - doch links hinten fehlen Löw die Alternativen. WM-Chancen: 30 Prozent © Getty
Benedikt Höwedes: Die Karrierekurve des Schalkers zeigt steil nach oben: Im Sommer wurde er U-21-Europameister, auf Schalke ist er inzwischen Stammspieler. Zum A-Team bekam er bislang keine Einladung. Aber das könnte sich bis zur WM noch ändern. WM-Chancen: 25 Prozent © Getty
Christian Träsch: Sein Debüt in der Nationalelf feierte er am 2. Juni 2009 beim 7:2 gegen die Vereinigten Arabischen Emirate. Auf seinen zweiten Einsatz wartet er bis heute. In einer schwachen Mannschaft des VfB Stuttgart war er oft noch derjenige, der durch Einsatz und Zweikampfstärke herausragte. Bei den Schwaben kommt er inzwischen nicht mehr als Rechtsverteidiger, sondern als Sechser zum Einsatz. Diese Vielseitigkeit könnte Pluspunkte bei Jogi Löw geben. WM-Chancen: 20 Prozent © Getty
Mats Hummels: Bei der U-21-EM im Sommer (Deutschland holte den Titel) war er einer der stärksten. Seitdem wartet er wohl, dass auf seinem Handy die Nummer von Joachim Löw aufleuchtet. Bei Borussia Dortmund ist der 21-Jährige Stammspieler in der Innenverteidiger, auch im defensive Mittelfeld kann der 1,91-Meter-Lulatsch spielen. Allerdings: Löw wird gerade in der Abwehr die "Youngster-Quote" nicht zu hoch halten und keinen halben Jugendtrupp mitnehmen. WM-Chancen: 15 Prozent © Getty
Robert Huth: Was macht der eigentlich? Er spielt noch immer in England, genauer gesagt bei Stoke City im Stamm. Um 2005 war er ein fester Bestandteil der Nationalmannschaft, bei der WM 2006 war er dabei, durfte aber nicht spielen. Danach stockte seine DFB-Karriere - im Sommer 2009 gönnte ihm Löw aber ein Comeback und zwei Spiele. Als Überraschung ist der Innenverteidiger immer gut. WM-Chancen: 10 Prozent © Getty
Christoph Metzelder: 47 Länderspiele hat der 29-Jährige auf dem Konto - doch das letzte ist schon eine Weile her. Es war das EM-Finale gegen Spanien am 29. Juni 2008. Seitdem ist er bei Löw abgemeldet und kämpft auch bei Real Madrid eher erfolglos um einen Stammplatz. Seine Qualitäten sind unbestritten - kann er sie in die Rückrunde wieder abrufen? Nur dann könnte er wieder ein Thema werden. WM-Chancen: 10 Prozent © Getty
Marvin Compper: Der Hoffenheimer Höhenflug wehte den Abwehrmann in die Nationalelf - er durfte am 19. November 2008 gegen England (1:2) ran. Dort machte er keine glückliche Figur - und darf sich inzwischen wieder auf seine Aufgaben im Verein konzentrieren. Die erledigte er in den letzten Wochen solide, nicht mehr, nicht weniger. Joachim Löw dürfte ihn weiter auf dem Zettel haben, allerdings eher als Ersatzmann der Reservisten der Beinahe-Nachrücker. WM-Chancen: 5 Prozent © Getty
Michael Ballack: Der "Capitano" ist gesetzt, ganz klar. Schließlich ist der Chelsea-Mittelfeldmann der einzige Deutsche, der Stammspieler bei einem ausländischen Top-Club ist. Ballack ist der velängerte Arm von Joachim Löw, wichtig als Strippenzieher und natürlich auch als Torschütze (42 Treffer in 97 Länderspielen). WM-Chancen: 100 Prozent © Getty
Simon Rolfes: Der Leverkusener hat derzeit die besten Chancen auf den Platz in der Doppel-Sechs neben Michael Ballack. Oft wirkt er unauffällig - doch nicht nur Joachim Löw weiß um seinen wahren Wert und wird ihn sicher nach Südafrika mitnehmen. WM-Chancen: 100 Prozent © Getty
Mesut Özil: Mega-Mesut ist Deutschlands neuer Hoffnungsträger. Er hat erst sieben Länderspieleinsätze auf dem Konto - und ist doch längst aus Joachim Löws Truppe nicht mehr wegzudenken. Bei Werder Bremen machte der Spielmacher in der Hinrunde den abgewanderten Diego vergessen. Im DFB-Dress nährte er Hoffnungen auf einen großen deutschen Spielmacher in der Tradition von Netzer & Co. Vieles spricht dafür, dass er bei der WM Stammspieler sein wird. Dabei ist der 21-Jährige auf jeden Fall. WM-Chancen: 100 Prozent © Getty
Bastian Schweinsteiger: Zeitweise schien er nur in der Nationalelf sein volles Potenzial abzurufen, in der Hinrunde unter Trainer Louis van Gaal spielte er auch im Bayern-Dress bärenstark und verpasste kein Liga-Spiel. Bei Joachim Löw ist er als Stammspieler eingeplant - der 25-Jährige (bislang 72 Länderspiele) könnte sogar eines Tages Lothar Matthäus (150 Einsätze) den Titel als Rekordnationalspieler streitig machen. WM-Chancen: 100 Prozent © Getty
Marko Marin: Bei der WM 2008 ist der damalige Gladbacher sensationell im vorläufigen Kader aufgetaucht - und wurde von Löw dann doch noch gestrichen. Seit seinem Wechsel zu Werder Bremen spielt der Dribbelzwerg konstanter - und ist auch bei Joachim Löw Stammgast. Seine Chancen auf einen Platz in der ersten Elf sind gering, mitfahren dürfte er allerdings, weil er Spielen eine entscheidende Wendung geben kann. WM-Chancen: 70 Prozent © Getty
Toni Kroos: Was für eine Hinrunde! Der vom FC Bayern an Bayer Leverkusen verliehene Offensivmann spielte ganz groß auf. Eigentlich sagen ihm alle Experten eine große Nationalelf-Karriere für die Zeit nach der WM 2010 voraus. Nun könnte es doch schneller gehen. Löw kann es sich eigentlich kaum leisten, einen solchen Mann zu Hause zu lassen. Und lobte den 20-Jährigen in der Winterpause in den höchsten Tönen. "Wir haben seine guten Leistungen aus der Hinrunde und in der U 21-Auswahl registriert. Er hat sich großartig entwickelt." WM-Chancen: 60 Prozent © Getty
Piotr Trochowski: Der Scharfschütze gilt als Wackelkandidat, ob bei der Nationalelf oder beim HSV. Doch Löw schenkt ihm immer wieder das Vertrauen - er ist einer seiner Lieblingsschüler. Dennoch: Er muss sich in der Rückrunde beweisen, um die WM 2010 in Südafrika zu erleben statt auf seiner Hamburger Wohnzimmer-Couch. WM-Chancen: 60 Prozent © Getty
Marcell Jansen: Der 1,91-Meter-Hüne war lange raus aus der DFB-Elf - doch beim Hamburger SV hat er sich wieder in den Fokus gespielt. Ob als Linksverteidiger oder als Alternative fürs linke Mittelfeld: Der 24-Jährige könnte der DFB-Elf gleich auf mehreren Positionen helfen. WM-Chancen: 60 Prozent © Getty
Thomas Hitzslperger: Er hat ein echtes Seuchenhalbjahr hinter sich. Er verlor beim VfB Stuttgart seinen Stammplatz und wurde von Markus Babbel auch noch als Kapitän abgesetzt. Noch hält Joachim Löw - für manche unverständlich - an ihm fest. Doch klar ist: Wenn er sich in der Rückrunde im Verein nicht fängt, muss er im Sommer 2010 daheim bleiben. WM-Chancen: 40 Prozent © Getty
Sami Khedira: Wie wertvoll er für den VfB Stuttgart ist, bemerkten viele erst, als er weg war. Während er verletzt fehlte, stürzten die Schwaben ab - als er zurückkehrte, ging es aufwärts. Der 22-jährige Deutsch-Tunesier führte die U 21 als Kapitän zum EM-Titel. Gut möglich, dass er VfB-Kollegen Thomas Hitzlsperger bald auch in der Nationalelf überholt und ihm das WM-Ticket wegschnappt. WM-Chancen: 40 Prozent © Getty
Torsten Frings ist von Jogi Löw ausgemustert worden. WM-Chancen: 0 Prozent © Getty
Thomas Müller: Müllert es bald auch in der Nationalelf? Beim FC Bayern spielte der Offensivmann in der Hinrunde groß auf - deswegen werden er und Teamkollege Holger Badstuber auch als WM-Kandidaten gehandelt. Im November berief ihn Joachim Löw erstmals in den Kader, auf sein Debüt wartet er aber noch. Was ihm zum Nachteil werden könnte: Anders als bei Holger Badstuber in der Innenverteidigung hat Löw auf Müllers Position die Qual der Wahl. WM-Chancen: 35 Prozent © Getty
Christian Gentner: Auch er hatte maßgeblichen Anteil an der Meisterschaft des VfL Wolfsburg - und feierte folglich im Mai sein Länderspieldebüt. Die Rückrunde wird zeigen, ob er tatsächlich in Südafrika dabei ist. Die Augen werden in mehrerelei Hinsicht auf ihn gerichtet sein. Denn seit bekannt ist, dass er im Sommer zum VfB Stuttgart wechselt, steht er in Wolfsburg unter besonderer Beobachtung. Gentner könnte für Löw auf der Sechser-Position oder im rechten Mittelfeld zur Alternative werden. WM-Chancen: 30 Prozent © Getty
Gonzalo Castro: Der Leverkusener ist da - wo immer er gebraucht wird. Bei der Werkself spielt "Gonzo" meist als Rechtsverteidiger, doch auch im Mittelfeld ist der Deutsch-Spanier gut aufgehoben. In der A-Elf kam er bislang fünfmal zum Einsatz. Wenn er seine Leistungen bestätigt, könnte er als Ergänzungsspieler mit nach Südafrika fahren. WM-Chancen: 25 Prozent © Getty
Sascha Riether: Er mag nicht der talentierteste unter den WM-Kandidaten sein - doch Riether gibt immer alles und holt das Optimum heraus. Ob als rechter Verteidiger oder im Mittelfeld: Er ist bei Meister VfL Wolfsburg unumstrittener Stammspieler. Im Herbst schwärmte Löw im Kicker: „Er wurde von uns durchweg positiv bewertet, fußballerisch wie im athletischen Bereich“, schwärmte Löw. Der 26-Jährige, hier im Dress der U-21-Nationalelf, sollte lieber noch keinen Sommerurlaub buchen. WM-Chancen: 25 Prozent © Getty
Sven Bender: Er hatte nach der Hinrunde gerade mal neun Bundesliga-Spiele auf dem Konto - und trotzdem wird er als WM-Kandidat gehandelt. BVB-Trainer Jürgen Klopp schenkte dem 20-Jährigen auf der Sechser-Position das Vertrauen. Der Youngster (hier im Dress der U 20) zahlte es mit Top-Leistungen zurück. Allerdings: Dass Joachim Löw in der Mittelfeldzentrale Experimente eingeht, scheint eher unwahrscheinlich. WM-Chancen: 5 Prozent © Getty
Lars Bender: Auch sein Zwillingsbruder entwickelt sich prächtig. Inzwischen ist er bei Bayer Leverkusen angekommen - und zeigt sich trotz seines Alters schon erstaunlich abgeklärt. WM-Chancen: 5 Prozent © Getty
Marco Reus: Was Marko Marin vor der EM 2008 war, könnte Reus 2010 werden: Eine Überraschungsnominierung, die Joachim Löw aus dem Hut zaubert. Marin wurde allerdings später von Löw aus dem vorläufigen Kader gestrichen. Der 20-Jährige trat bei Borussia Mönchengladbach in Marins Fußstapfen, ist ein ähnlicher Typ im offensiven Mittelfeld - allerdings einen halben Kopf größer. Der Rechtsfuß kann ein Spiel entscheiden - doch die Youngster-Konkurrenz wie Toni Kroos scheint schon einen Schritt weiter. WM-Chancen: 5 Prozent © Getty
Peer Kluge: Wo Felix Magath ist, ist Erfolg. Felix Magath ist jetzt auf Schalke. Und auch Peer Kluge ist jetzt auf Schalke. Also bei Felix Magath. Und somit da, wo der Erfolg ist. Diese komplizierte Gleichung bedeutet für den defensiven Mittelfeldmann möglicherweise eine kleine WM-Chance. Kluge muss sich allerdings nach seinem Wechsel vom 1. FC Nürnberg zum FC Schalke 04 erst mal einen Stammplatz sichern. WM-Chancen: 5 Prozent © Getty
Sebastian Kehl: Wannimmer er verletzungsfrei und topfit war, war er im Nationalelf-Kader gesetzt. Aber wann war Kehl schon mal verletzungsfrei und topfit? Wenn der Dortmunder in der Rückrunde von Verletzungen verschont bleibt, hat er noch eine kleine Chance, auf den WM-Zug aufzuspringen. © Getty
Miroslav Klose: Er ist die Nummer 1 im Sturm der Nationalmannschaft. Das zahlt er mit Toren zurück: 48 Mal traf er in 93 Länderspielen ins Schwarze. Bei der WM könnten weitere hinzukommen. Beim FC Bayern saß er in der Hinrunde oft auf der Bank. Doch die Vergangenheit zeigte: Auch wenn es für ihn beim FC Bayern schlecht lief, war er im DFB-Dress immer zur Stelle. WM-Chancen: 100 Prozent © Getty
Lukas Podolski: Seine Hinrundenbilanz nach der Rückkehr zum 1. FC Köln: ein magerer Treffer aus 15 Spielen. Doch Poldi muss sich keine Sorgen um seine WM-Nominierung machen. Das stellte Löw zuletzt noch mal klar. "Seine Torquote bei uns ist beachtlich. In der Nationalmannschaft spielt er fast immer gut. Er steht als Nationalspieler deshalb außerhalb jeglicher Diskussion." WM-Chancen: 100 Prozent © Getty
Mario Gomez: Beim FC Bayern hat sich der Ex-Stuttgarter nach einigen Anlaufschwierigkeiten einen Stammplatz erobert. Den hat er auch bei Joachim Löw - allerdings nur im Kader, nicht unbedingt in der ersten Elf. Zu Klose und Podolski ist er nach aktuellem Stand erste Alternative - wenn Podolski ins Mittelfeld rückt und Löw trotzdem zwei Stürmer aufbietet, winkt auch ein Platz in der Startelf. Sein WM-Ticket hat er allemal sicher. WM-Chancen: 100 Prozent © Getty
Stefan Kießling: Für viele Experten unverständlich: Der Leverkusener Top-Torjäger (12 Hinrundentreffer) wurde von Löw lange ignoriert. Dass er still hielt und sich weiter reinhängte, dürfte Löw imponiert haben. Schließlich nominierte er ihn doch. Und wenn er seine Hinrunden-Leistungen konservieren kann, führt ihn sein Weg nach Südafrika. WM-Chancen: 70 Prozent. © Getty
Patrick Helmes: Er ist wieder da! Nach seinem Kreuzbandriss fühlt sich Helmes nach eigener Aussage "topfit". Ob auf seine 12 Länderspiele in diesem Jahr noch weitere folgen werden, hängt davon ab, ob das Knie hält und wie schnell er zu alter Leistungsstärke zurückfindet. WM-Chancen: 50 Prozent © Getty
Cacau: Dass Joachim Löw den Stuttgarter immer wieder nominiert, ist eine der meistdiskutierten DFB-Personalien der letzten Monate. Seine Hinrundenbilanz: 2 Treffer in 13 Spielen. Löw imponiert allerdings, dass der Deutsch-Brasilianer immer alles gibt und auf dem Platz Kilometer abspult, als ob es kein Morgen gäbe. In der Rückrunde muss allerdings etwas passieren, damit Cacau nicht von anderen Stürmern aus dem Kader verdrängt wird. WM-Chancen: 35 Prozent © Getty
Aaron Hunt: Beim Bremer scheint endlich der Knoten geplatzt. In der Hinrunde zeigte er sein ganzes Potenzial. Folglich kam er unter Joachim Löw auch zu seinem Nationalelf-Debüt - nicht zuletzt auch, damit es sich der Deutsch-Engländer nicht doch noch anders überlegt und für England aufläuft. Wenn er seine Leistung bestätigen kann, ist er ein Kandidat für Südafrika - fürs offensive Mittelfeld oder für den Angriff. WM-Chancen: 25 Prozent © Getty
Kevin Kuranyi: Er ist vielleicht der Mann, der am meisten auf eine WM-Nominierung hofft - und darauf doch die geringsten Chancen hat. Nach seiner Nichtnominierung für das Russland-Spiel war Kuranyi im Oktober 2008 aus dem Stadion geflohen - und wurde daraufhin von Löw suspendiert (hier ein Foto von der Pressekonferenz). Seitdem gab es über die Presse einige Versöhnungsangebote des Schalke-Stürmers, die Löw allesamt ablehnte. "Da gibt es eine klare Linie, von der ich nicht abweichen werde." WM-Chancen: 0,01 Prozent © Getty

Den Hamburger SV lobt Metzelder für die Verpflichtung seines langjährigen Real-Teamkollegen Ruud van Nistelrooy: “Ich habe großen Respekt davor, dass der HSV so einen Spieler verpflichten konnte.“ Allein die Tatsache, dass der niederländische Stürmerstar nach Deutschland gewechselt sei, zeige, dass die Bundesliga im Ausland “wieder deutlich attraktiver“ wahrgenommen werde.

dpa

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