Spiez, Malente Kaltern

Mission WM beginnt: DFB-Elf startet nach Südtirol

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54, 74 und 90 wurde der Titel gefeiert – und 2014? Bundestrainer Joachim Löw hat den WM-Pokal jedenfalls im Visier.

München - Ab Mittwochmittag will Bundestrainer Jogi Löw seine Stars brasilientauglich machen. Sie sollen sich in elf Tagen Südtirol die nötige Fitness abholen.

Die Mission WM beginnt! Ab Mittwochmittag will Bundestrainer Jogi Löw seine Stars brasilientauglich machen, in elf Tagen sollen sich unsere Nationalspieler im südtiroler Fünf-Sterne-Resort „Andreus“ die nötige Fitness abholen.

Was im beschaulichen St. Leonhard aber mindestens genauso wichtig wird wie ein tadelloser körperlicher Zustand: der Zusammenhalt! So betonte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach vor der Abreise der Spieler im tz-Interview, dass „man einen Teamspirit hinbekommen“ müsse – einer für alle und alle für einen!

1954, Spiez

In der Vergangenheit wurde das unter anderem mit dem Geist von Spiez bezeichnet. 1954 wurden Fritz Walter & Co. in dem Schweizer Örtchen zu einer eingeschworenen Gemeinschaft, die als sportlicher Außenseiter sensationell den Tittel gewann!

1974, Malente

Eine ähnliche Wirkung hatte der Aufenthalt 1974 in Malente, über viele Wochen auf engstem Raum. Sepp Maier erinnert sich noch heute, „wie wir fast schon einkaserniert waren in unserem Hotel. Damals konnten wir nicht einfach raus und uns frei bewegen, es war eine schwierige Zeit mit der Bedrohung durch die RAF.“ Am Ende führte auch das gute Verhältnis untereinander zum zweiten Titel.

1990, Kaltern

Genauso 1990. Da war man sogar ganz in der Nähe des aktuellen Trainingslagers – am Kalterer See. Franz Beckenbauer, damals Teamchef, meint: „Kaltern und die ganze Region haben uns Kraft gegeben, später Weltmeister zu werden.“

2014, St. Leonhard

Ein gutes Omen? Zumindest könnte ein bisschen guter Geist dem aktuellen Kader nicht schaden. Schließlich gibt es genug andere Probleme, wenn die Stars am Mittwoch bis 13 Uhr im Passeiertal eintreffen. Beispiel Gruppe eins,

die Verletzten: Manuel Neuer laboriert an einer Schulterverletzung, Philipp Lahm und Mats Hummels haben Fußprobleme, Bastian Schweinsteiger Kniebeschwerden, Miro Klose und Sami Khedira sind noch im Aufbau, nachdem sie lange oder immer wieder raus waren aus dem Spielbetrieb. Das sind sechs echte Stützen im Gerüst des Bundestrainers! Löw muss sie fit bekommen, gleichzeitig darf er nichts überstürzen, um die Verletzungen nicht noch einmal aufreißen zu lassen und jeweils einen WM-Ausfall zu riskieren. Dann wäre noch Gruppe zwei,

die Formschwankenden: Toni Kroos, Thomas Müller, Mario Götze oder Jerome Boateng gingen zuletzt gemeinsam durch ein FCB-Tal. Die Bayernstars erklärten selbst, dass sie in einer herausragenden Saison einen schwachen Monat zum Schluss erwischten. Das Zusammenspiel hakte, die Leichtigkeit war weg. Aus dem zweiten großen Block der Nationalelf, den Dortmundern, sticht derzeit lediglich Marco Reus hervor. Nachdem Jürgen Klopp ihn auf die Zehnerposition stellte, lief es richtig rund bei ihm. Beim DFB ist dort allerdings Mesut Özil gesetzt. Zudem gibt es Gruppe drei,

die Unbekannten: Mit Kevin Volland, Christoph Kramer, Matthias Ginter oder auch Shkodran Mustafi und Erik Durm reisen absolute Neulinge mit nach Südtirol. Sie können zu den Hoffnungsträgern werden, sie müssen es, wenn andere nicht fit werden oder ihre Form nicht finden. Reicht die Zeit?

Lukas Podolski hat mit Blick auf die drei Gruppenspiele in Brasilien ganz richtig angemerkt: „Wir müssen nicht auf Portugal, Ghana und die USA schauen, wir müssen uns gut vorbereiten.“ Ein geistreicher Satz. Ab sofort gilt es, sich selbst zu finden und eine starke Gruppe zu bilden! Für Titel Nummer vier!

mic

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