Rückkehr nach Verletzungspause

Leitner gegen seinen BVB nur auf der Bank?

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Moritz Leitner ist aktuell vom BVB an den VfB Stuttgart ausgeliehen.

Stuttgart - Für Moritz Leitner wird es ein ganz spezielles Spiel. Der Mittelfeldmann will mit seinem neuen Club VfB Stuttgart dem Stammverein Borussia Dortmund zeigen, was in ihm steckt.

„Geil“ gehört offensichtlich zu Moritz Leitners Lieblingswörtern. Vor der Partie des VfB Stuttgart bei seinem Stammclub Borussia Dortmund verwendet der Fußball-Twen in jedem zweiten Satz diese Vokabel. „Das wird ein geiles Spiel“, versicherte der 20 Jahre alte Mittelfeldakteur in einer Medienrunde. „Natürlich hat der BVB eine starke Mannschaft mit einem super Stadion und tolle Fans. Aber auch wir haben eine geile Truppe.“

Für die BVB-Leihgabe wird es „ein besonderes Spiel“ am Freitag. Schließlich begann Leitners Bundesliga-Karriere im Sommer 2011 bei den Borussen. Und bei dem Traditionsclub aus dem Ruhrgebiet hat das Talent noch einen Vertrag bis 2017. Auch wenn ihn der achtmalige deutsche Meister nun für zwei Jahre an den VfB ausgeliehen hat, verbindet Leitner noch viel mit Dortmund. „Ich verfolge das aufmerksam, vor allem die Champions League“, sagte er. „Das ist meine alte Mannschaft und ich habe noch viele Freunde da.“

Für gut eine halbe Million Euro hatte der BVB den damals 17 Jahre alten Leitner im Januar 2011 vom TSV 1860 München gekauft. Nach einem halben Jahr als Leihspieler beim damaligen Zweitligisten FC Augsburg holte ihn Trainer Klopp dann in sein Team. Dort konnte sich der technisch versierte Mittelfeldmann auch gegen große Konkurrenz behaupten und kam beim Titelverteidiger auf 17 Einsätze.

Das sind die größten Talente des deutschen Fußballs

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Leon Goretzka, 06.02.1995, zentrales Mittelfeld, erhielt 2012 die Fritz-Walter-Goldmedaille der U17 © Getty
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Sonny Kittel, 06.01.1993, offensives Mittelfeld © Getty
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Leonardo Bittencourt, 19.12.1993, offensives Mittelfeld © Getty
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Samed Yesil, 25.05.1994, Stürmer © Getty
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Emre Can, 12.01.1994, defensives Mittelfeld: Er spielt in der zweiten Mannschaft des FC Bayern und durfte mit den Profis ins Wintertrainingslager nach Katar © Getty
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Sebastian Rode, 11.10.1990, Mittelfeld © Getty
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Alexander Merkel, geboren am 22. 2. 1992, zentrales Mittelfeld. Der Deutsch-Kasache spielte in Italien bereits für den AC Mailand, den FC Genua und Udinese Calcio © Getty
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Tom Trybull, 09.03.1993, defensives Mittelfeld © nordphoto
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Max Meyer, 18.09.1995, offensives Mittelfeld, erhielt 2012 die Fritz-Walter-Silbermedaille der U17 © Getty
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Shawn Parker, 07.03.1993, Stürmer © Getty
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Mitchell Weiser, 21.04.1994, Mittelfeld- und Flügelspieler: Er ist der Sohn des Ex-Profis Patrick Weiser und vom FC Bayern bis Sommer 2013 an den 1. FC Kaiserslautern ausgeliehen © Getty
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Moritz Leitner, 08.12.1992, Mittelfeld © Getty
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Daniel Wein, 05.02.1994, Innenverteidiger: Er spielt in der zweiten Mannschaft des FC Bayern und durfte mit den Profis ins Wintertrainingslager nach Katar © Getty
Levin Öztunali, 15.03.1996, Mittelfeld: Der Enkel von Uwe Seeler hat sich entschieden, den HSV zu verlassen und seine Karriere bei Bayer Leverkusen fortzusetzen. Auch der FC Bayern buhlte um ihn © Getty
Max Meyer, 18.09.1995, Mittelfeld: Er debütierte für Schalke mit 17 in der Bundesliga © Getty

„Für einen 18-Jährigen durfte ich relativ viel spielen“, resümierte „Mo“ im Rückblick. In der anschließenden Runde setzte ihn Klopp sogar 25 Mal in der Liga ein. Zu Leitners Höhepunkten beim BVB gehören das Double und das verlorene Champions-League-Finale gegen Bayern München, auch wenn er da „nur“ auf der Bank saß.

Damit der U 21-Nationalspieler mehr Spielpraxis sammeln und sich im Idealfall einen Stammplatz erkämpfen und reifen kann, verlieh ihn Dortmund in dieser Saison an die Schwaben. Leitner bewertet das positiv. Beim BVB ist die Konkurrenz durch Ilkay Gündogan, Marco Reus, Sven Bender, den neuen Spielgestalter Henrich Mchitarjan, Rückkehrer Nuri Sahin oder Kevin Großkreutz einfach größer als beim VfB.

In Stuttgart stand der Neuling in den ersten fünf Partien viermal in der Startelf und wurde zudem einmal eingewechselt. Dann stoppte ihn ein Knochenmarködem am Knie. Leitner hat die Verletzung inzwischen auskuriert und fiebert seiner Rückkehr ins Team zurück. „Ich will wieder rein in die Mannschaft und ihr helfen“, sagte die neue Nummer 8 des VfB, deren Marktwert inzwischen auf fünf Millionen Euro taxiert wird. „Mein Ziel ist es, wieder in die Startelf zu kommen. Kicken ist einfach geil.“

Ob er gegen seine Dortmunder von Beginn an auflaufen darf oder mit einem Platz auf der Bank vorliebnehmen muss, ist noch offen. „Ich weiß nicht, ob ich spiele“, sagte er. Wenn, würde er alles für einen Sieg seiner aktuellen Mannschaft geben: „Ich wünsche Dortmund die Meisterschaft, aber am Freitag wollen wir ein Zeichen setzen.“

Und wer weiß, was in zwei Jahren ist. „Die Gegenwart zählt, nicht die Zukunft oder die Vergangenheit“, versicherte Leitner, dessen Vorbilder Zinedine Zidane und Andrés Iniesta sind. Schließlich spricht auch einiges für Stuttgart. „Ich bin in München aufgewachsen. Von daher spricht mich Stuttgart als Stadt mehr an als Dortmund“, sagte er mit lausbübischem Grinsen.

dpa

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