Nach Götze-Schock

Klopp testet Plan B beim Geheimtraining

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Jürgen Klopp (l.) muss auf Mario Götze verzichten

Dortmund - Mario Götze fehlt beim Showdown am Samstag in Wembley - doch Borussia Dortmunds Coach Jürgen Klopp hat einen Plan B in der Tasche.

Seinen Plan B ohne Mario Götze hatte Jürgen Klopp längst in der Schublade. Der Trainer von Borussia Dortmund überlässt nichts dem Zufall, zu groß war die Ungewissheit um die Genesung des Nationalspielers bis zum Champions-League-Finale am Samstag (20.45 Uhr/Sky und ZDF) in London gegen Bayern München. Seit Mittwochnachmittag hat der BVB-Coach Gewissheit, Götze wird wegen seines Muskelfaserrisses im Oberschenkel fehlen. Überhaupt sorgten viele Nebengeräusche für eine unruhige Vorbereitung auf das historische Highlight.

Die Sorgen um Götze, die sich nach dem Abbruch des Mannschaftstrainings am Dienstag verstärkt hatten, die Fragezeichen bezüglich des angeschlagenen Mats Hummels, die Schlagzeilen um den Verbleib von Robert Lewandowski sowie die überfällige Hüftoperation von Lukasz Piszczek oder das Interesse an der Verpflichtung des Bremer Innenverteidigers Sokratis - Klopp versuchte, den Fokus ausschließlich auf Wembley zu lenken. In den letzten Tagen trainierte die Mannschaft deshalb überwiegend abgeschottet von der Öffentlichkeit hinter riesigen Sichtblenden.

Zumindest bei Mats Hummels, der sich beim Saisonfinale am Samstag gegen Hoffenheim (1:2) eine Bänderdehnung am Sprunggelenk zugezogen hatte, scheint alles zu laufen wie erhofft. Seinem Einsatz dürfte nichts im Wege stehen. Somit steht die eingespielte Vierer-Abwehrkette, die den Angriffslawinen der Bayern trotzen soll.

Die Spekulationen ranken sich nach dem Aus für Götze um die Positionen der „Doppel-Sechs“ vor der Abwehr. Nuri Sahin oder Kapitän Sebastian Kehl bieten sich als Alternativen für Ilkay Gündogan an, der in der Mittelfeldreihe Götzes Position einnehmen könnte. Die wahrscheinlichste Variante dürfte, wie schon gegen Hoffenheim getestet, eine Umbesetzung des Mittelfelds mit Jakub Blaszczykowski, Marco Reus und Kevin Großkreutz sein.

„Ich bin sicher, der Trainer wird sich schon etwas einfallen lassen“, sagte Kehl vor dem Duell des neuen mit dem entthronten Meister auf dem heiligen Rasen. Dort, wo Götze nach zwölf Jahren beim BVB einen glorreichen Abschied von seinem Heimatklub feiern wollte. „Das ist verdammt schade. Mir tut es vor allem für Mario leid“, wird Sportdirektor Michael Zorc in der Bild-Zeitung zitiert.

Zumal der 20-Jährige bereits das zweite Endspiel in Folge verpasst. Vor einem Jahr beim 5:2 gegen die Bayern im Pokalfinale schmorte Götze auf der Bank. Nach fünf Monaten Pause wegen einer Schambein-Entzündung schien er Klopp nicht fit genug. Nunmehr ist Götzes BVB-Ära nach 83 Bundesliga-Spielen (22 Toren) und starken Auftritten in der Champions League beendet. Für 37 Millionen Euro wechselt er zu den Bayern. Ob ihm auch Lewandowski folgt, wird sich nach dem Finale klären. Der Münchner Dante meinte: „Er ist der derzeit wohl beste Stürmer der Welt.“

Wie schwer der Ausfall von Götze wiegt? Die Meinungen gehen auseinander. Ottmar Hitzfeld, der den BVB 1997 als ersten deutschen Klub zum Gewinn der Champions League geführt hatte, sagte in seiner Funktion als Sky-Experte: „Ein Ausfall von Götze wäre für Dortmund fatal.“ Viele andere sehen es anders, verweisen auf die Erfolgsserie zur Meisterschaft 2012 in der Rückrunde, als der BVB quasi ohne Götze - er kam nur in den letzten beiden Saisonspielen zum Einsatz - 47 der insgesamt 81 Punkte holte.

Selbst Münchens Nationaltorhüter Manuel Neuer gibt sich keinen Illusionen hin, dass der BVB mental angeschlagen und sportlich geschwächt in Wembley auflaufen wird: „Mario Götze ist sicherlich ein wichtiger Spieler für Borussia Dortmund. Aber sie haben schon mehrfach gezeigt, dass sie solche Ausfälle komensieren und viele Mannschaften schlagen können.“

Auch Bastian Schweinsteiger meinte: „Wenn ein Spieler wie Mario Götze ausfällt, schwächt das die Mannschaft vielleicht ein bisschen. Wegen seiner individuellen Klasse hat ihn ja auch der FC Bayern verpflichtet. Trotzdem wird Borussia Dortmund elf Spieler auf dem Platz haben, die alles geben werden für den Erfolg.“

sid

Bayern oder Dortmund? Was Promis sagen - mit neuen Tipps

Rückblick: So tippten die Promis das CL-Finale

Der deutsche Champions-League-Kracher in London spaltet die Promiwelt in zwei Lager. Die meisten Spitzenpolitiker halten sich vor dem Endspiel zwischen Bayern München und Borussia Dortmund mit Tipps gewohnt zurück. © dpa
Hasan Salihamidzic (CL-Sieger mit Bayern 2001): "Bayern hat schon vor vier Jahren eine neue Ära eingeleitet. Sie sind weiter, als wir es 2001 waren, und haben tolle Spieler. Mein Tipp: 3:2." © dpa
Bixente Lizarazu (CL-Sieger mit Bayern 2001): "Bayern hat in den letzten beiden Finals viel Pech gehabt. Im Fußball kommt der Zeitpunkt, wo sich das Glück dreht. Ich glaube, es wird das Jahr der Bayern." © AP
Carsten Jancker (CL-Sieger mit Bayern 2001): "Der FC Bayern strahlt nach zwei Finalniederlagen mehr Gier aus. Dortmund hat eine sehr gute, euphorische Mannschaft. Trotzdem tippe ich auf ein 3:1 für Bayern." © dpa
Davorka Tovilo (Moderatorin): "Mia san mia, und selbstverständlich gewinnt der FC Bayern 2:0. Ich schaue mir das Spiel im H'ugo's (meinem Lieblingsitaliener) an." © dpa
Stefan Effenberg (CL-Sieger mit Bayern 2001): "Ich sehe beide Teams auf Augenhöhe, die Tagesform wird entscheiden. Bayern ist unglaublich dominant und stabil wie selten zuvor. Deshalb tippe ich auf ein 2:1."
Paul Lambert (Ex-BVB-Profi und CL-Gewinner 1997): "Der BVB hat gute Chancen, den Triumph von 1997 zu wiederholen. Es spielt ein sehr erfahrenes Team gegen ein junges wildes. Ein BVB-Sieg würde mich nicht wundern." © dpa
Andreas Möller (Ex-BVB-Profi und CL-Gewinner 1997): "Der Glaube, etwas Außergewöhnliches erreichen zu können, kann beim BVB Berge versetzen. Kloppo wird die Jungs so heiß machen, dass alles drin ist" © dpa
Thorsten Fink (Trainer des Hamburger SV, in Dortmund geboren und lange Jahre als Spieler bei Bayern aktiv sowie CL-Sieger 2001): "In einem Spiel kann alles passieren, ein Fehler kann entscheidend sein. Ich bin in Dortmund aufgewachsen, war 13 Jahre in München. Die Tendenz geht zu Bayern." © dpa
Thomas Darchinger (Schauspieler und Bayern-Fan): "Ich hoffe, dass Kloppo sich taktisch verzockt und wir schnell in Führung gehen. 3:2." © Philip Pfeiffer
Kai Bülow von Bayerns Lokalrivalen TSV 1860 München zur Bild: "Die Bayern werden das Spiel gewinnen, sie sind im Moment die beste Mannschaft der Welt."
Florian Hinterberger (Sportdirektor beim TSV 1860) zu tz-online: "3:1 für Bayern, weil ich glaube, dass sie dieses Jahr so stark sind, dass sie auch von den Dortmundern und den ehemaligen Löwen Leitner und Bender nicht gebremst werden können." © picture alliance / dpa
Slalom-Spezialist Felix Neureuther, ein Kumpel von Bastian Schweinsteiger, zittert im Stadion mit den Münchnern. Die Bayern hätten den Sieg verdient, „weil sie die gesamte Saison den besseren Fußball gespielt haben“, urteilte Neureuther. „Außerdem haben sie es sich nach dem Finale dahoam mehr als verdient, dass sie den Pott holen.“ © AP/dpa
Auch die ehemalige Biathlon-Ikone Magdalena Neuner drückt "natürlich den Bayern die Daumen". Die mehrfache Weltmeisterin und Olympiasiegerin ist am Finaltag bei einer Hochzeit. Sie hofft, das Ergebnis irgendwie mitzukriegen, will sich aber nicht vor einen Fernseher setzen. "Das fände ich gegenüber dem Brautpaar extrem unhöflich", sagte Neuner. Sie tippt auf ein klares 3:0. © dpa
Doppel-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch (Foto) oder der vierfache Rodel-Weltmeister und Goldmedaillengewinner Felix Loch legten sich auf ein 3:1 für die Startruppe von Trainer Jupp Heynckes fest. Alpin-Königin Höfl-Riesch verfolgt den Auftritt ihres „Lieblingsvereins leider allein zu Hause“, weil die Vorbereitung auf die neue Saison für sie „oberste Priorität“ hat. Dabei hätte sie ihren Mann nach London begleiten können. © dpa
„Ich bin seit Ur-Zeiten Bayern-Fan und bete und hoffe, dass sie es diesmal schaffen. Nach zwei verlorenen Endspielen sind sie endlich dran“, sagte Skilangläufer Tobias Angerer. Allerdings sei Dortmund „der schwerste und unangenehmste Gegner, den man bekommen konnte“. Angerer will das Endspiel auf Sardinien, wo er und seine Nationalmannschaftskollegen einen Radlehrgang absolvieren, verfolgen. „Natürlich in voller Fan-Montur mit Schal und Trikot.“ © dpa
Eishockey-Star Christian Ehrhoff (NHL-Profi und Kapitän der Nationalmannschaft) tippt 2:1 für Dortmund. Ehrhoff twitterte während der WM fleißig und stelle sogar ein Bild von sich im BVB-Trikot online. Er sagte sogar die Torschützen voraus: "Einfach wird es nicht werden, aber Lewandowski und Reus schießen uns in Führung. Ribéry macht dann das Anschlusstor." © picture alliance / dpa
Laut Motorrad-Weltmeister Sandro Cortese, "seit jeher Bayern-Fan", kann es "nur einen Sieger geben: den FC Bayern". © dapd
Sammy Kuffour (CL-Sieger mit Bayern 2001): "Bayern gewinnt 2:0 weil sie schon die ganze Saison über einfach super spielen" © ap
Sven Ottke (Ex-Box-Weltmeister): "Die Bayern haben es nach diesem super Jahr einfach verdient, und das wird die Krönung - 2:1 für Bayern." © AP
Fabian Hambüchen (Turner): "Die Bayern lassen sich nach dieser überragenden Saison nicht die Butter vom Brot nehmen - 3:1 für Bayern." © dpa
Mirko Slomka (Trainer Hannover 96): "Es wird ganz eng, ausgeglichen und extrem spannend. Am Ende setzen sich die Bayern durch - Bayern gewinnt 2:1." © dpa
Heiner Brand (Handball-Weltmeister): "Die unbedingte Konzentration auf den Titel ist bei Bayern nach zwei Fehlschlägen vorhanden - 2:1 für Bayern" © dpa
Diego (VfL Wolfsburg): Es wird ganz eng: Aber die Bayern sind favorisiert und werden dieser Rolle am Ende gerecht - 2:1 für Bayern." © picture alliance / dpa
Formel-1-Fahrer Nico Hülkenberg: "Bayern ist zum Siegen verdammt, spielt gegen ein Trauma, der BVB dagegen frisch von der Leber weg - 3:1 für den BVB" © dpa
Benedikt Höwedes (FC Schalke 04): "2:1 für Bayern, weil sie in dieser Saison so ziemlich unschlagbar sind" © dpa
Franz Beckenbauer: "Es wird sicher ein enges Spiel werden, wenn beide Mannschaften ihr Potenzial abrufen. Dortmund ist an einem guten Tag in der Lage, jede Mannschaft auf der Welt zu schlagen, auch den FC Bayern. Die Bayern sind durch ihre Dominanz in der Bundesliga vielleicht in einer leichten Favoritenrolle. Aber ein Endspiel ist eine andere Situation. Auf jeden Fall ist es eine Chance, der Welt zu zeigen, dass der deutsche Vereinsfußball lebt, wie er aufgeholt hat. Daher wünsche ich mir ein 2:2 oder ein 3:3, mit Verlängerung, und dann gewinnt der FC Bayern im Elfmeterschießen. Das wäre an Dramatik nicht zu überbieten. Dann würde die Welt über dieses Spiel noch Jahre sprechen." © dpa
Ottmar Hitzfeld gewann als Trainer sowohl mit Borussia Dortmund als auch mit dem FC Bayern die Champions League. Für das Finale am 25. Mai in London sieht er die Münchner in der Pole Position. „Bayern ist Favorit - 60:40, aufgrund dieser Bundesliga-Saison. Aber es ist ein Duell auf Augenhöhe. So ein Spiel entscheidet die Tagesform, die Nervenstärke und wer in Führung geht“, sagte er im „Audi Star Talk“ von Sport 1. © dpa
„Das wird “ne ganz knappe Geschichte. Auf dem Papier gewinnt Bayern, in Wembley der BVB - und belohnt die Leistungen der letzten Jahre dieser jungen Mannschaft. Also 2:1 für Dortmund„, schrieb der dreimalige Formel-1-Weltmeister Vettel auf seiner Homepage. Auch wenn er selbst Fan von Eintracht Frankfurt ist, drückt der Red-Bull-Pilot dem BVB um Trainer Jürgen Klopp die Daumen. © dpa
Bekennender Klopp-Fan ist auch der spanische Tennis-Star Rafael Nadal. `Sie sind wirklich gut. Ich mag, wie Dortmund spielt, sie spielen sehr schnell. Und ich mag Marco Reus“, sagte der siebenmalige French-Open-Gewinner Nadal. © picture alliance / dpa
Als Fan der Dortmunder erhält Nadal in der Tennis-Szene Unterstützung von Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner, Julia Görges und Angelique Kerber („Ich bin schon von klein auf Bayern-Fan, obwohl ich aus dem Norden komme“) sind hingegen auf der Seite der Münchner. © dpa
Auch Tennis-Ikone Boris Becker („Bayern spielt wie Barca einmal gespielt hat“) ist seit Jahren glühender Bayern-Fan und glaubt in Wembley an einen Sieg des deutschen Meisters. © dpa
Nicht ganz so sicher scheint sich da Basketball-Superstar Dirk Nowitzki zu sein. Als Anhänger der Münchner war er zwar schon im Stadion zu Gast, doch eine Abneigung gegen den BVB verspürt den Power Forward der Dallas Mavericks nicht. „Mir gefällt der Stil. Auch Jürgen Klopp ist ein Sympathischer. Ich mag aber auch Bayern und drücke beiden die Daumen“, sagte der 34-Jährige. © dpa
Auf Rückendeckung können die Bayern auch von Box-Weltmeister Wladimir Klitschko... © dpa
Starkoch Alfons Schuhbeck... © dpa
Entertainer Thomas Gottschalk... © dpa
oder Harald Schmidt zählen. © picture alliance / dpa
Pop-Megastar Robbie Williams wollte 2006 sogar an der Säbener Straße mittrainieren. „Ich bin wie der FC Bayern München. Die haben so oft die Meisterschaft gewonnen, dass sie eigentlich aufhören könnten. Trotzdem greifen sie immer wieder an“, sagte Williams der Zeit. © dpa
Geht es nach dem langjährigen BVB-Mitglied und sechsmaligen Tischtennis-Europameister Timo Boll („Ich bin schon von klein auf Fan“), ist der Final-Ausgang zugunsten der Borussia schon eingetütet. © dpa
Sänger Marius Müller-Westernhagen und sein Kollege... © picture alliance / dpa
Karel Gott sind fest überzeugt, dass die Dortmunder in England den Henkelpott in die Luft stemmen werden. © picture-alliance/ dpa
Medienwirksam „outete“ sich „Tatort“-Kommissar Wotan Wilke Möhring zuletzt im Dortmunder Trikot bei einer Premiere auf dem roten Teppich. © dpa
Gewohnt neutral zeigt sich hingegen Bundeskanzlerin Merkel, übrigens Ehrenmitglied beim Zweitligisten Energie Cottbus, vor dem brisanten Endspiel. © dpa
Die CDU-Politikerin freute sich einfach nur über das historische erste deutsche Duell im Finale der Königsklasse - genau wie Bundespräsident Joachim Gauck. © dpa
Finanzminister Wolfgang Schäuble, großer Fan von Franck Ribery, wurde da schon deutlicher und tippte auf ein 3:1 für die Bayern. © picture alliance / dpa
Doch auch der BVB hat Fans in der Politik: Altkanzler Gerhard Schröder sympathisiert seit Jahren mit den Dortmundern und ist seit 2001 Ehrenmitglied. © picture alliance / dpa
Giovane Elber (CL-Sieger mit Bayern 2001): "Ich bin davon überzeugt, dass die Bayern sich diesmal keine Blöße geben werden. Schon die Niederlage im Vorjahr gegen Chelsea war unnötig. Die Jungs sind heiß und wollen es diesmal besser machen." © dpa
Hannelore Kraft (Ministerpräsidentin NRW): Sie hält natürlich zu Borussia Dortmund. Aber nicht nur, weil der Verein aus NRW kommt. „Der BVB spielt attraktiven Fußball, schnell in die Spitze, frühes Pressing - das haben die Bayern von den Dortmundern abgekupfert“, meint die SPD-Politikerin über das Spiel gegen den FC Bayern München. „Das wird ein Duell auf Augenhöhe.“ „2:1 für den BVB“, lautet ihr Tipp. Für die Bayern sieht die SPD-Politikerin psychologische Hürden. „Die Bayern haben sich selbst stark unter Druck gesetzt.“ © dpa
Bernd Michael Lade (Schauspieler): Er stammt aus Berlin, ist aber dennoch seit Jahrzehnten Bayern-Fan: Auch der frühere Leipziger „Tatort“-Kommissar Bernd Michael Lade fiebert dem Champions-League-Finale am Samstag entgegen. „Ich bin 48 Jahre alt und habe 40 Jahre lang auf diesen Sonnabend gewartet“, sagte Lade der Nachrichtenagentur dpa in Worms. „Die Bayern haben Fußball zu einer Kulturform gemacht, die ein Aushängeschild ist in der ganzen Welt.“ Gewinnen könne Dortmund zwar eigentlich nicht, weil Bayern klar die bessere Mannschaft sei - doch beim Fußball sei alles möglich, sagte Lade. © dpa
Peer Steinbrück (SPD-Kanzlerkandidat): „Ich hoffe auf ein spannendes Spiel und ich bin - alle Bayern-Fans verstehen das - festgelegt auf den BVB, auch wenn Bayern leichter Favorit ist“, sagte das Aufsichtsratsmitglied von Borussia Dortmund der Deutschen Presse-Agentur. Anders als Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wird er aber nicht live im Londoner Wembley-Stadion dabei sein. „Ich werde das Spiel zusammen mit meiner Frau und vielen Fans in Dortmund beim Public Viewing anschauen. Die Stimmung wird sicher genau so gut wie in Wembley sein“, sagte Steinbrück. Sein Rezept, wie der BVB Bayern knacken kann: „So wie sie ihre Spiele immer gewinnen: mit Lunge, Leidenschaft und Lewandowski.“ © dpa
Christian Karembeu (gewann unter Heynckes 1998 den CL-Titel mit Real Madrid): "Mein Herz möchte, dass Bayern gewinnt. Wegen Heynckes." © dpa
Dirk Dufner (Sportdirektor Hannover 96): "In dem einen Spiel, in dem es um den Cup geht, kann Dortmund die Nase vorn haben." © dpa
Jan Frodeno (Triathlon-Olympiasieger): "Weil die Spieler ihren Trainer mit einem Sieg in den Ruhestand verabschieden gibt's ein 3:1 für Bayern" © dpa
Dieter Hecking (Trainer VfL Wolfsburg): "Der Druck auf Bayern ist immens, Dortmund kann befreiter aufspielen und wird diesen Vorteil nutzen - 2:1 für den BVB." © dpa
Andreas Herzog (Ex-Bayern-Spieler): "Die Bayern sind so stark wie noch nie und lassen sich diese Saison nicht vermiesen - 3:1 für Bayern." © dpa
Martin Kaymer (Golf-Profi): "Bayern lässt sich das im dritten Anlauf nicht nehmen, die Tore beim 2:0 schießen Müller und Ribéry." © dpa
Jean-Marie Pfaff (Ex-Bayern-Torwart): "Bayern ist einen Tick besser, der knappste aller Siege wird ihnen am Ende reichen." © dpa
Verena Sailer (Leichtathletin, Europameisterin über 100 Meter): "2:1 für den BVB, weil an einem perfekten Tag auch die Bayern zu schlagen sind." © dpa
Jochen Schümann (Segel-Legende): "Bayern ist klarer Favorit, aber das zählt im Finale nicht. Ich hoffe auf ein Dortmunder Wunder." © dpa
Prinz William (Englischer Thronfolger): „Ich wette auf Bayern München - 2:0.“ Was Gattin Kate tippt, ist leider nicht bekannt © AP
Hans-Peter Friedrich: Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich tippt im deutschen Champions-League-Finale auf den Rekordmeister Bayern München. „3:1 für den FC Bayern München - sorry, BVB!“, sagte der in Oberfranken geborene CSU-Politiker dem SID: „Es ist ein Gütesiegel für die Bundesliga, dass beide Mannschaften völlig verdient im Finale stehen. Die Bayern und der BVB haben sowohl national als auch international eine großartige Saison gespielt.“ Aus terminlichen Gründen kann der für Sport zuständige Minister im Gegensatz zum vergangenen Jahr diesmal nicht live vor Ort sein. © dpa

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