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Nagelsmanns „Vision“ mit Tel: Sturmjuwel als Investition

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Julian Nagelsmann
Bayern-Trainer Julian Nagelsmann traut Tel „eines Tages 40 Tore pro Saison“ für den FC Bayern München zu. © dpa

Adrett erscheint Sturmtalent Mathys Tel in München. Der FC Bayern will sich den Teenager von Stade Rennes viel Geld kosten lassen. Von dem Franzosen wird in Zukunft eine Menge erwartet.

München - Sturmjuwel Mathys Tel ist längst Teil einer Vision von Bayern Münchens Trainer Julian Nagelsmann.

„Eines Tages könnte er einer der besten Stürmer sein. Das ist unsere Idee, unser Plan“, sagte Nagelsmann noch auf der USA-Reise vor der für viele Millionen Euro erwarteten Verpflichtung des französischen Teenagers. Er „habe die Vision, dass er eines Tages 40 Tore pro Saison erzielen könnte“ für den deutschen Fußball-Rekordmeister. „Aber wenn er diese Saison zehn Tore schießt, sind wir alle glücklich.“

Der FC Bayern erwartet sich eine Menge von Tel, der am Montag übereinstimmenden Medienberichten zufolge die notwendigen medizinischen Untersuchungen absolvierte. Bis zu 30 Millionen Euro Ablöse soll das bei Stade Rennes ausgebildete und erst 17 Jahre alte Fußball-Versprechen kosten. An der Isar soll er angeblich einen Vertrag über fünf Jahre unterschreiben. Offizielle Mitteilungen der Vereine lagen zunächst nicht vor.

Tel soll zur Weltklasse entwickelt werden

„Er ist kein 1:1-Ersatz für Lewy, das ist normal in diesem Alter“, sagte Nagelsmann über Tel und den Abgang von Weltfußballer Robert Lewandowski zum FC Barcelona. Die Treffer des Weltklasse-Torjägers sollen auf mehrere Münchner Spieler verteilt werden. Tel sei jedenfalls ein „sehr junger, talentierter Spieler“, der „sehr schnell und stark“ sei: „Wir versuchen, junge, talentierte Spieler zu finden, die wir zu Weltklasse-Spielern entwickeln können.“

Tel wäre ein Investment in die Zukunft. Der junge Mann aus Sarcelles im Norden von Paris hat in der ersten französischen Liga bislang nur sieben Kurzeinsätze absolviert, zwei sind es in der Europa Conference League. Die U17 Frankreichs führte Tel, dessen Vertrag in Rennes bis zum Sommer 2024 datiert ist, als Kapitän Anfang Juni zum EM-Titel. Im Wettrennen um Talente muss man schnell handeln.

In den sozialen Netzwerken hat sich Tel am Sonntagabend bei Stab und Trainern sowie Mitspielern seines Clubs schon mal für die gemeinsame Zeit bedankt. Er habe das Trikot des Vereins mit einem immensen Stolz und wahrhafter Ehre getragen, seit er zwölf Jahre alt gewesen sei, schrieb Tel. „Eine neue Seite wird aufgeschlagen. Kühler Kopf, warmes Herz, während ich Euch schreibe“, fügte Tel hinzu.

Bayern kauft ordentlich ein

Tel wäre nach Sadio Mané (FC Liverpool), Matthijs de Ligt (Juventus Turin) sowie Noussair Mazraoui und Ryan Gravenberch (Ajax Amsterdam) der fünfte Neuzugang der Münchner in diesem Sommer. Konrad Laimer (RB Leipzig) bleibt zudem ein Kandidat.

Inklusive der Ablöse für Tel haben die Münchner in diesem Sommer knapp 150 Millionen Euro an Ablösesummen gezahlt. Dem stehen Einnahmen von mehr als 65 Millionen Euro gegenüber.

Rennes kann nach Spielern wie Eduardo Camavinga (19, Real Madrid) oder dem früheren Dortmunder Ousmane Dembélé (25, FC Barcelona) den nächsten lukrativen Verkauf eines Top-Talents perfekt machen. Die Bayern wiederum würden einen vielversprechenden Stürmer holen, der zur Weltklasse reifen soll. So zumindest die Vision. dpa

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