DFB nach Weißrussland-Sieg (2:0) unter Löw-Ersatz Sorg heiß auf Estland

Jogi sorglos: DFB-Team unter Löw-Ersatz Sorg heiß auf Estland

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Marco Reus (l) jubelt im Spiel der DFB-Elf gegen Weißrussland über sein Tor zum 0:2 mit seinen Teamkollegen Serge Gnabry (M) und Matthias Ginter (r).

Endspiel für Marcus Sorg – zumindest als Ersatz-Jogi! Wenn am Dienstag das EM-Qualifikationsspiel der Nationalmannschaft gegen Estland (20.45 Uhr, RTL) abgepfiffen wird, ist auch die Zeit von „Sorgo“ als Ersatz-Bundestrainer von Joachim Löw vorbei.

Nach dem 2:0-Sieg der DFB-Elf gegen Weißrussland am vergangenen Wochenende wird Jogi die Partie gegen die Estländer wohl noch entspannter am Fernseher verfolgen können. Beim Auftritt in Weißrussland gab es mit einem Kabinen-Anruf noch eine „Notfall-Variante“ (O-Ton Oliver Bierhoff), falls das deutsche Team unerwartet in Schwierigkeiten gekommen wäre. Doch den telefonischen Kontakt von Löw zu seinem Assistenten gab es erst nach dem Sieg in Borrisow – in Form von Glückwünschen. Jogi: Dank Sorg (fast) sorgenlos!

DFB-Team präsentiert sich frisch und agil

Abgesehen von der ausbaufähigen Chancenverwertung präsentierte sich die Mannschaft trotz bereits zweiwöchiger Saisonpause frisch und agil. „Jogi weiß, dass es für die Spieler nicht immer einfach ist, nach dem Urlaub schnell hochzufahren, dementsprechend war er sehr zufrieden. Der Spielfluss war gut, die letzte Konsequenz hat eventuell gefehlt“, berichtete Sorg. Die Spielanalyse von Bayern-Flügelflitzer Serge Gnabry fiel ähnlich aus: „Wir hatten viele Torchancen, das Ergebnis hätte höher ausfallen müssen. Es ist immer schwierig, gegen solche tiefstehende Mannschaften durchzukommen. Gegen Estland erwarten wir dasselbe.“

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Vor allem beim Torabschluss wird deutlich, dass der neu formierten jungen DFB-Truppe noch die Abgezocktheit fehlt. Kein Wunder, wenn man den Worten von Gnabry Glauben schenkt: „Es fühlt sich ein bisschen an, als wären wir eine U 21. Ich kenne viele noch aus den Jugendmannschaften, wir fühlen uns alle noch relativ jung, sind sehr vertraut, und das macht richtig Spaß. Wir müssen uns finden.“

Marcus Sorg ist als Vertreter von DFB-Trainer Jogi Löw am Dienstag gegen Estland noch einmal die Nummer 1 in der Coaching-Zone.

Ein Spieler, mit dem Gnabry in der Jugend des VfB Stuttgart und beim DFB zusammengespielt hat, ist Timo Werner. Dem Angreifer von RB Leipzig bleibt derzeit maximal eine Joker-Rolle (siehe unten). Thematisieren möchte Sorg dieses Tatsache nicht. „Ich finde es nicht korrekt, daraus ein riesiges Thema zu machen und Timo so zu titulieren, dass er jetzt durchfällt. Timo ist und bleibt ein fester Bestandteil der Mannschaft und wird die Entwicklung mitgestalten. Wir werden alle noch sehr froh sein, dass wir ihn haben.“

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Sorgs Werner-Klartext zeigt, wie nahe der Co-Trainer seinen Spielern steht, und dürfte ein Grund sein, weshalb er innerhalb des DFB-Trosses so hohes Ansehen genießt. Trotzdem wird der Leipziger wohl auch heute nicht in der Startelf stehen. „Wir werden mit Sicherheit keine große Rotation forcieren. Wir brauchen eine gewisse Stabilität in der Mannschaft und in den Abläufen“, kündigt Sorg an. Was zählt, sind die nächsten drei Punkte in der EM-Qualifikation. Damit hätte Sorg seinen Auftrag als Ersatz-Jogi tadellos erfüllt.

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Deutschland empfängt Estland in der EM-Qualifikation erneut ohne Bundestrainer Joachim Löw. Wir berichten im Live-Ticker.

Deutschland überrollt Estland und gewinnt haushoch. Wir haben die Stimmen der Akteure und der Verantwortlichen nach dem Länderspiel gesammelt.

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