Ganz besondere Schienbeinschoner im Einsatz

Podolski hilft beim Müllern mit

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Thomas Müller.

München - Trotz seines Rücktritts hat Lukas Podolski bei der Nationalmannschaft noch immer seine Finger mit im Spiel. Genauer gesagt seine Schienbeinschoner.

Thomas Müller war mal wieder bestens aufgelegt. Nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf der anschließenden Pressekonferenz. „Ich war in einer tragischen Situation vor dem Spiel. Dementsprechend bin ich froh, dass ich mich aus dem Sumpf befreien konnte“, meinte Müller mit jeder Menge Sarkasmus in der Stimme. Es war seine Antwort auf die Stimmen, die ihm nach nur einem Tor in acht Pflichtspielen mit dem FC Bayern eine Krise nachsagen wollten. Auf dem Rasen hatte er denen zuvor schon einen Doppelpack entgegnet (13., 65.), der der deutschen Mannschaft den Weg zum 3:0-Erfolg über Tschechien ebnete. Es müllert wieder – und Thomas lüftete noch ein Torgeheimnis.

Es sind die Schienbeinschoner von Lukas Podolski, die den 27-Jährigen wieder knipsen lassen. Auch nach seinem Rücktritt hat der Kölner Gute-Laune-Bär also noch die Finger im Spiel. „Dass ich Poldis Schienbeinschoner getragen habe, ist ein Spielchen zwischen mir und unserem Zeugwart“, verriet Müller später. „Während der EM hatte ich mal andere drin. Dann hat er gesagt, ich muss wieder die von Poldi nehmen, dann geht wieder was.“

Lukas Podolski.

Gegen die Tschechen ging bei Müller einiges. Erst mit rechts, dann mit links, am Ende standen zwei blitzsaubere Treffer zu Buche. Dass es kein Dreierpack wurde, war einzig Tschechiens Keeper Tomas Vaclik zuzuschreiben, der einen verdeckten Schuss des deutschen Torjägers mit einer Glanztat noch um den Pfosten drehte (25.). Müller war trotzdem zufrieden. Mit der Mannschaft. „Es war eine konzentrierte Leistung. Ich habe viele Spieler gesehen, die ihre Aufgaben gut erfüllt haben.“ Und auch mit sich. „Als Angreifer versucht man seine Chancen zu suchen und sie zu verwandeln.“ Selbstzweifel kennt der Weltmeister ohnehin nicht. „Ich höre auf meine Trainer und meine innerliche Stimme. Wenn ein guter Tipp von Journalisten dabei ist, nehme ich den auch gerne auf. Ich versuche viel zu filtern und das, was ich brauchen kann, für mich zu nutzen“, erklärte der Münchner. Mit seinen Länderspieltreffern 35 und 36 kletterte er auf Rang elf in der ewigen DFB-Torschützenliste, ein Tor fehlt noch, um Oliver Bierhoff aus den Top Ten zu verdrängen. Doch das dürfte der Manager der Nationalmannschaft gerne in Kauf nehmen. Denn wenn Müller traf, verlor der DFB noch nie (23 Siege, 3 Remis). 

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