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Endstation Paris: Entscheidet das Duell gegen Frankreich über Löws DFB-Zukunft?

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Von: José Carlos Menzel López

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Joachim Löw steht seit dem WM-Debakel in der Kritik.
Joachim Löw steht seit dem WM-Debakel in der Kritik. © dpa / Arne Dedert (Archivbild)

Nach dem harten WM-Aus der deutschen National-Elf und der bisherigen Leistung in der Nations League, gerät besonders Jogi Löw unter Druck. Ist Paris die Endstation für den Trainer?

Paris - Paris gilt als die Stadt der Liebe, für Joachim Löw und die deutsche Nationalelf kann sie am Dienstag (20.45 Uhr, Das Erste) jedoch zur Stadt der Scheidung werden. Noch nie in seiner bisher zwölfjährigen Amtszeit stand der Bundestrainer so unter Druck wie vor dem vorentscheidenden Duell in der Nations League gegen den Weltmeister aus Frankreich. 

Eine weitere Demütigung des DFB-Teams nach dem 0:3-Debakel in Amsterdam wäre nicht nur gleichbedeutend mit dem so gut wie sicheren Abstieg aus der A1-Gruppe der Nations League, sondern würde womöglich auch den endgültigen Bruch zwischen dem Weltmeister-Trainer von 2014 und dem DFB mit sich bringen. Es ist ein Endspiel - und Paris auch die Endstation?

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Joachim Löw in der Kritik: Entscheidet die Partie in Paris über seine Zukunft?

Die Gesichter des DFB-Trosses, der am Montag um 11.55 Uhr am Pariser Flughafen Charles de Gaulle landete, sprachen jedenfalls Bände. Finstere Mienen, kein einziges Lächeln - die Anspannung beim krisengeplagten Ex-Weltmeister ist greifbarer denn je. Sie war es bereits nach Schlusspfiff in Amsterdam. Während die ältere Generation um Mats Hummels & Co. es mit Schönreden probierte („Wir verlieren ein Spiel 0:3, das wir gewinnen müssen“), nannte die jüngere um Joshua Kimmich die Fehler beim Namen („Immer Pech ist kein Zufall“). Wenigstens war man sich angesichts des Pariser Endspiels einig: „Wir müssen gewinnen“, so Hummels. „Ohne Wenn und Aber!“

Auch und vor allem, um eine wochenlange Diskussion um den höchsten Trainerstuhl im deutschen Fußball zu vermeiden. Löw spielt auf Bewährung, seiner Nachtruhe tut das aber keinen Abbruch. „Ich war ein bisschen grippekrank, das stört den Schlaf“, so der Bundestrainer gestern. „Der Druck nicht, damit kann ich umgehen. Ich weiß, dass der jetzt und nach der WM massiv ausfällt - aber wenn das alles ist, halte ich es aus.“ 

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Nations League: Nach Debakel gegen Amsterdam - Jogi Löw unter Druck

Angesichts des letzten Nations-League-Spieltags im November gegen Holland scheint eine Blitz-Entlassung aktuell zumindest ausgeschlossen. Um die immer lauter werdenden Rufe nach einer Neugestaltung der Nationalelf einzudämmen, braucht der Bundestrainer im Stade de France aber einen Sieg. 

Die Vorzeichen? Es geht gegen die Weltmeister um die Superstars Antoine Griezmann und Kylian Mbappé - und dazu noch ohne Stammkräfte wie Marco Reus, Ilkay Gündogan oder den abgereisten Jerome Boateng. Manuel Neuer spielt, soviel steht fest. Ob Jogi wieder auf seine Weltmeister-Achse um Hummels & Co. setzt oder den jungen Wilden um Leroy Sané von Beginn an die Chance gibt? Löw: „Wenn man 0:3 verliert, muss man sich als Trainer fragen: Was kann man ändern? Daher wird es auch persönelle Änderungen geben.“ Ihre Konsequenzen nach Schlusspfiff wird jedoch allein der Bundestrainer tragen müssen.

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