Letzte Spieltage in der Nations League

Max macht mobil - Ex-Augsburger schiebt sich in Löw-Hierarchie offenbar nach vorne

Bei der Kaderumstrukturierung vor den beiden Nations-League-Spielen hat Bundestrainer Joachim Löw auch zwei Linksverteidiger nach Hause geschickt. Das könnte die Chance für Philipp Max sein.

  • Joachim Löw hat seinen Kader vor den beiden Partien in der Nations League leicht verändert.
  • Auch zwei Linksverteidiger wurden vom Bundestrainer nach Hause geschickt.
  • Neuling Philipp Max gehört dem Aufgebot jedoch weiterhin an.

Leipzig - Linke Verteidiger gab es im Aufgebot des DFB bis Donnerstagmorgen genug. Dann schickte Joachim Löw zwei nach Hause: den an der Wade angeschlagenen Robin Gosens und Nico Schulz. Dass der Bundestrainer auf das weitere Mitwirken des Dortmunders bei den noch anstehenden Spielen gegen die Ukraine (Samstag, ab 20.45 Uhr hier im Live-Ticker) und Spanien verzichtet, ist ein Zeichen, dass Philipp Max (27) sich intern nach vorne geschoben hat. Die Kritiken für sein Debüt gegen Tschechien fielen wohlwollend aus, er hatte auch das Siegtor vorbereitet.

Es sieht so aus, als könne er sich in der Nationalmannschaft etablieren - anders als sein Vater Martin, der zu Beginn des Jahrtausends einer der profiliertesten Torjäger in der Bundesliga war. Doch eben ohne Lobby beim damaligen Teamchef Rudi Völler, der für die WM 2002 den in der Bundesliga in der betreffenden Saison erfolglosen Carsten Jancker (18 Spiele, kein Tor) vorzog.

Abklatschen nach getaner Arbeit: Philipp Max (l.) wird nach seiner Auswechslung gegen Tschechien von Bundestrainer Joachim Löw am Seitenrand begrüßt.

Nationalmannschaft: Philipp Max hat Vater Martin schon überflügelt

Für Max senior (18 Bundesliga-Saisontore), damals schon fast 34 Jahre alt, blieb nur ein Pro-forma-Einsatz. Die letzten sieben Minuten im April 2002 bei einem 0:1 gegen Argentinien. Philipp Max gestattete sich am Mittwochabend in Leipzig „nach zehn Minuten einen Blick auf die Uhr“: Jetzt lag er familienintern vorn.

An die Berufung von Max junior hatte man fast schon nicht mehr glauben können. Fünf Jahre spielte er für den FC Augsburg, er war vom Karlsruher SC (2. Liga) geholt worden. Ab 2018 versuchte er, zu einem größeren Klub zu wechseln, es scheiterte immer an den Ablöseforderungen des FCA. Nun spielt er in Eindhoven. Und in der Nationalmannschaft, der mit Thilo Kehrer und Marcel Halstenberg weitere potenzielle Linksverteidiger fehlen. (gük)

Rubriklistenbild: © Robert Michael/dpa

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