Neuer FIFA-Chef

Beckenbauer plädiert für Sexwale

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Franz Beckenbauer hat sich für Tokyo Sexwale als neuen FIFA-Chef ausgesprochen

Berlin - Der frühere FIFA-Vorstand Franz Beckenbauer hält den Südafrikaner Tokyo Sexwale für einen geeigneten Kandidaten als Nachfolger des skandalumwitterten Joseph Blatter.

„Als Vertrauter von Mandela kennt er sich auf dem politischen Parkett aus, sammelte bei der WM 2010 in Südafrika auch Fußball-Erfahrung. Vielleicht tut der FIFA ein Präsident, der von außen kommt, ganz gut“, sagte Beckenbauer der „Bild am Sonntag“.

Der Politiker und Geschäftsmann Sexwale war einst als Anti-Apartheid-Aktivist gemeinsam mit Nelson Mandela inhaftiert. Im Fußball-Weltverband FIFA ist er Vorsitzender der Kommission zur Verbesserung der Fußball-Beziehungen zwischen Israel und Palästina. Er gilt als unbelastet in der Korruptionsaffäre. Eine mögliche Kandidatur um das Präsidentenamt hat der 62-Jährige bislang nicht öffentlich erklärt.

„Sollte Tokyo Sexwale antreten, wird er für jeden anderen Kandidaten zu einem sehr ernstzunehmenden Herausforderer“, sagte Beckenbauer. Der bisherige Favorit auf die Blatter-Nachfolge, UEFA-Chef Michel Plainti, ist inzwischen angeschlagen. Der Präsident der Europäischen Fußball-Union war durch eine dubiose Millionen-Zahlung von der FIFA ins Visier der Strafermittler geraten.

dpa

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