Fußballstar quasi geheilt

100 Prozent Rücken - Neymar fast wieder fit

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Neymars Rücken ist schon wieder bei fast 100 Prozent.

Tokio - Gestern Erding, heute Tokio, und bald schon wieder das Camp Nou? Brasiliens Superstar Neymar befindet sich nach seiner Rückenverletzung nach eigener Aussage auf dem Weg der Besserung.

„Es ist alles gut, meinem Rücken geht es besser, er ist fast bei 100 Prozent“, sagte der 22-Jährige am Donnerstag in Tokio, wo er einen Werbefilm für eine japanische Matratzenfirma drehen wird. Tags zuvor hatte Neymar noch in Erding in einer Pizzeria gespeist – auch für den Wirt eine große Überraschung.

Dieser Termin war natürlich schnell abgehakt, der Brasilianer ist jetzt vor allem mit seiner Heilung beschäftigt. „Ich freue mich darauf, bald wieder mit meinen Teamkollegen zusammenspielen und ihnen dabei helfen zu können, den Titel zu gewinnen“, sagte der Stürmer mit Blick auf die kommende Saison beim FC Barcelona. Auch sein Klub, der am 24. August in die Spielzeit der Primera Division startet, spricht von einem guten Heilungsverlauf.

Der Kolumbianer Juan Zúñiga hatte Neymar Anfang Juli einen Wirbel gebrochen, als er dem 65 Kilo schweren Spieler im Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft mit dem Knie in den Rücken gesprungen war. Der Hoffnungsträger der Brasilianer für die WM im eigenen Land fiel danach für den Rest des Turniers aus – im Halbfinale zerstörte die deutsche Nationalmannschaft den Titeltraum der Seleção.

Vater muss vor Gericht

Weniger glatt als die Genesung verläuft die Klärung der „Steuer-Affäre Neymar“. Wegen des Steuerbetrug-Vorwurfs im Zuge des Transfers von Neymar vom FC Santos zum FC Barcelona muss nun auch der Vater und Manager des Stars vor Gericht erscheinen. Der Madrider Untersuchungsrichter Pablo Ruz habe Neymar Da Silva Santos für den 1. Oktober als Zeuge vorgeladen, berichteten Medien am Mittwoch unter Berufung auf spanische Justizkreise. Auch der Chef der Finanzabteilung des katalanischen Clubs, Néstor Amela, werde an dem Tag aussagen müssen. Beide Männer seien auch zur Vorlage verschiedener Papiere aufgefordert worden, hieß es.

Die Madrider Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen im Februar eingeleitet. Nach Überzeugung der Behörde flossen beim Neymar-Transfer im vergangenen Sommer insgesamt mindestens 95 Millionen, möglicherweise sogar bis zu 110 Millionen Euro. Nach Angaben von Barça wurden aber nur 57,1 Millionen gezahlt. Der frühere Vereins-Präsident Sandro Rosell, der Anfang des Jahres im Zuge der Affäre zurückgetreten war, bestätigte vor gut einer Woche bei einer Befragung durch Richter Ruz den „offiziellen“ Betrag. Er räumte aber auch ein, er habe „das Kleingedruckte“ im Vertrag nicht gelesen.

Die Ermittlungen waren auf Betreiben des Barcelona-Klubmitglieds Jordi Cases aufgenommen worden. Cases hat inzwischen auch Anzeige gegen Rosell-Nachfolger Josep María Bartomeu und Finanz-Vizepräsident Javier Faus eingereicht. „Nicht der Verein, die Verantwortlichen sollen für die Fehler zahlen“, erklärte er.

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