1. tz
  2. Sport
  3. Fußball

Irre Bilder aus den Niederlanden: Tribüne stürzt ein - zwei deutsche Profis stehen direkt daneben

Erstellt:

Von: Yasina Hipp

Kommentare

In der niederländischen Eredivisie krachte es gehörig. Der Grund dafür waren aber nicht etwa Ausschreitungen, sondern eine instabile Tribüne in Nijmegen.

Nijmegen - Derbys zeichnen sich immer durch einen ganz besonderen Reiz aus. In jeder Sportart kochen die Emotionen bei solchen Spielen noch höher als normalerweise - vor allem auch im Fußball. Fans und Spieler sind motivierter denn je, gegen den direkten Rivalen aus der Umgebung zu gewinnen. So auch am Wochenende in der höchsten Spielklasse der Niederlande.

Beim so genannten „Gelderse derby“ zwischen NEC Nijmegen und Vitesse Arnheim, den beiden größten Vereinen der Provinz Gelderland. Entfernung zwischen den beiden Spielstätten: Gerade einmal 20 Kilometer.

Eredivisie: Vitesse Arnheim gewinnt und die Fans feiern

Nikolai Baden Frederiksen traf für Vitesse Arnheim schon in der 16. Minute zum 1:0. Bei diesem Spielstand blieb es dann auch bis zum Ende. Den Auswärts- und Derbysieg feierten die mitgereisten Fans gebührend: Sie hüpften im Rhythmus, den die feiernden Spieler auf dem Feld vorgaben, auf der Tribüne auf und ab. Das Gehüpfe war so enthusiastisch und wild, dass mit einem Mal das Unglaubliche passierte: Die Tribüne gab nach und brach zusammen.

Einige der unteren Ränge brachen unter der Last der Fans ein - glücklicherweise verhinderte ein darunter stehender Container schlimmeres. Niemand verletzte sich und die Vitesse-Fans feierten einfach weiter.

Tribünen-Einsturz in den Niederlanden: Deutscher Torwart steht nur wenige Meter entfernt

Vitesse-Torwart Markus Schubert stand während des Einsturzes mit seinem Team auf dem Feld - er war hautnah und live dabei, als die Tribüne zusammenkrachte. Der 23-jährige Deutsche wechselte in diesem Jahr von Schalke 04 in die Niederlande. In Arnheim läuft es für den U21-Europameister gut, sein Team belegt derzeit den sechsten Tabellenplatz. Auch dank des Derbysieges, in dem Schubert seinen Kasten sauber hielt.

Einer seiner Teamkollegen stammt ebenfalls aus Deutschland: Maximilian Wittek. Der Flügelspieler ist im oberbayerischen Eching aufgewachsen und spielte lange für den TSV 1860 München. 2017 wechselte er schließlich zu Greuther Fürth, im vergangenen Jahr erfolgte dann der nächste Schritt nach Arnheim. Wittek stand im Derby in der Startelf und wurde nach 84 Minuten ausgewechselt.

Nijmegen: Eingestürzte Tribüne wird untersucht

Nijmegens Bürgermeister Hubert Bruls kündigte nach Informationen der dpa eine Untersuchung des Vorfalls an. Das Goffertstadion von Nijmegen wurde erst im Jahr 2000 rundum saniert. Seitdem fasst die Spielstätte rund 12.500 Zuschauer. Nicht nur die Vitesse-Anhänger hatten ordentlich was zu feiern an diesem Wochenende. Auch in der deutschen Bundesliga konnten die Fans des FC Bayern München einen besonderen Sieg ihrer Mannschaft bejubeln.

In Nordirland sorgt derweil ein kurioser Wutausbruch für Entsetzen: Nach einem Gegentor stürmt Torhüter Aaron McCarey in Richtung seines Mitspielers und streckt ihn nieder.

Auch interessant

Kommentare