Elfenbeinküste muss zittern

Gabun 0:3 in Marokko: WM in Russland ohne Aubameyang - Ägypten mit dem Matchball

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Dortmunds Stürmerstar Pierre-Emerick Aubameyang hat kommenden Sommer frei.

Es wird ernst in der Afrika-Qualifikation für die WM 2018 in Russland. Während Nigeria sein Ticket bereits sicher hat, sind zwei Teilnehmer der letzten WM bereits ausgeschieden.

Casablanca - Die Fußball-WM 2018 in Russland findet ohne Dortmunds Top-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang statt. Der Angreifer verspielte mit Gabun durch ein 0:3 (0:1) in Casablanca gegen Marokko die letzte Chance auf das WM-Ticket. Kapitän Aubameyang spielte 90 Minuten durch, konnte sich aber nur selten in Szene setzen. Die Treffer für die Marokkaner gingen komplett auf das Konto von Khalid Boutaib (38./56./72.). In der Tabelle der Afrika-Gruppe C belegen die Gabuner mit 5 Punkten nur den dritten Platz hinter Marokko (9) und der Elfenbeinküste (8), die sich am letzten Spieltag einen Showdown in Abidjian liefern werden.

Darf zur WM fahren: Trainer Gernot Rohr hat mit Nigeria die Qualifikation für das Turnier in Russland geschafft.

Der deutsche Coach Gernot Rohr hat sich mit Nigeria für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 qualifiziert. Die „Super Eagles“ siegten am Samstag 1:0 (0:0) gegen Sambia und entschieden damit die Qualifikationsgruppe B in Afrika vorzeitig für sich. Für Nigeria ist es die sechste WM-Teilnahme der Verbandsgeschichte. Rohr ist seit 2016 Coach des dreimaligen Afrikameisters. Für den 64-Jährigen ist es der größte Erfolg als Nationaltrainer. 

Alex Iwobi vom FC Arsenal erzielte in der 73. Minute den entscheidenden Treffer für die Nigerianer, die mit 13 Punkte klar vor Sambia liegen. Afrika-Meister Kamerun ist hingegen trotz seines ersten Sieges in dieser Runde der Qualifikation gegen Algerien ausgeschieden. Die unbezähmbaren Löwen rangieren in der Gruppe mit drei Teilnehmern der WM 2014 hinter Nigeria (13) und Sambia (7) auf dem dritten Platz, allerdings noch vor Algerien (1), das Deutschland 2014 in Brasilien immerhin in die Verlängerung gezwungen hatte.

Tunesien hat beste Karten für die WM

Unmittelbar vor der WM-Teilnahme steht auch Tunesien. Die Nordafrikaner siegten in Guinea trotz eines Gegentreffers durch den Leipziger Naby Keita 4:1 (1:1) und liegen damit vor dem abschließenden Spieltag in Gruppe A drei Punkte vor der Demokratischen Republik Kongo, die in Libyen 2:1 (0:0) gewann. Tunesien genügt bereits im nächsten Spiel gegen Libyen am 6. November ein Unentschieden, um sich erstmals seit 2006 und zum fünften Mal insgesamt für eine WM-Endrunde zu qualifizieren, der Kongo bleibt allerdings bei der Partie gegen Guinea in Lauerstellung.

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Das Ticket für Russland kann am heutigen Sonntag auch Ägypten lösen. Voraussetzung dafür wäre ein Sieg gegen die Republik Kongo. Ägypten, das letztmals 1990 an einer WM teilgenommen hatte, profitierte am Samstag in Gruppe E vom torlosen Remis der beiden Verfolger Uganda und Ghana. WM-Dauergast Ghana darf sich nur noch minimale Chancen auf die Teilnahme machen. Gesetzt den Fall Ägypten patzt gegen den Kongo, könnte man im direkten Duell am 6. November in Accra mit einem Sieg an ihnen vorbeiziehen. Allerdings ist man auch da wieder auf Schützenhilfe des bereits ausgeschiedene Kongo-Brazzaville angewiesen - und die haben bisher erst einen Punkt geholt.

Extreme Spannung in Gruppe D

Moussa Sow und der Senegal jubeln beim späten Sieg gegen die Kap Verden.

Ganz eng geht es in Gruppe D zu. Sogar der derzeitige Tabellenletzte Südafrika darf sich nach dem 3:1 (3:0) gegen Burkina Faso noch Hoffnungen auf die WM-Teilnahme machen, zumal das Heimspiel gegen Spitzenreiter Senegal noch wiederholt wird. Wegen einer mutmaßlichen Spielmanipulation durch den Schiedsrichter war das Ergebnis annulliert worden. Der Senegal hat sich durch ein spätes 2:0 auf den Kap Verden die Pole Position in Gruppe D geschaffen. In einem lange ausgeglichenen Spiel besorgten Diafra Sakho (81.) und  Cheikh Ndoye (92.) den Sieg für das westafrikanische Land, das sich letztmals 2002 für eine WM qualifizieren konnte. 

In der Nacht auf Sonntag konnte in der Qualifikation der Nord-, Mittelamerika und Karibik Costa Rica das Ticket für die WM 2018 lösen. Neben den bereits qualifizierten Mexikanern haben auch die USA alle Chancen auf die Teilnahme.

Spannung in Europa: So endeten die WM-Quali-Spiele am Samstag

sid/MH

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