Rund um die EM

Notizen von der Fußball-Europameisterschaft

Diogo Dalot
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Vom Urlaub aufs Spielfeld: Portugals Diogo Dalot (l).

Berlin - Notizen von der Fußball-Europameisterschaft - gesammelt von der Deutschen Presse-Agentur.

DIOGODALOTS PREMIERE: Eigentlich war Diogo Dalot im Urlaub in Dubai, als er für den mit dem Coronavirus infizierten João Cancelo für Portugal nachnominiert wurde. Gegen Frankreich (2:2) feierte der Rechtsverteidiger vom AC Mailand nun sein Debüt im A-Team, nachdem er vor wenigen Wochen mit der U21 knapp den EM-Titel im Finale gegen Deutschland verpasst hatte. „Es gibt keinen besseren Weg, so ein Debüt zu feiern, als wenn man die nächste Runde erreicht“, sagte Diogo Dalot nach seiner Einwechslung in der Schlussphase für Nelson Semedo. „Es ist ein perfekter Abend für mich.“

TRÄNENREICH: Da übermannte es Sergio Busquets einfach. Die Stimme stockte. Er hielt inne. Er wischte sich Tränen aus dem verschwitzten Gesicht. Es waren Freudentränen, es war aber auch der emotionale Ausdruck dessen, was der 32 Jahre alte Kapitän der spanischen Fußball-Nationalmannschaft in den vergangenen Tagen erlebte. Unmittelbar vor der EM wurde er positiv auf das Coronavirus getestet. Sofort musste er die Mannschaft verlassen und sich daheim in Barcelona in Quarantäne begeben. „Ich wusste nicht, ob ich zum Kader zurückkehren würde“, erzählte er nun nach seinem Comeback beim 5:0 gegen die Slowakei.

ZAR EMIL: Emil Forsberg hat mittlerweile eine sehr besondere Beziehung zu St. Petersburg. Er mag die Stadt, denn dort trifft der 29 Jahre alte Schwede besonders gern. Drei Tore in zwei Spielen sind es nun schon. Und es waren nicht irgendwelche Treffer, sondern die, die den Schweden maßgeblich den Einzug sogar als Gruppenerster vor Spanien ins Achtelfinale bescherten. Wen wundert es da, dass Forsberg die einstige Zarenstadt kurzerhand in „St. Emilsburg“ umbenannte.

SINGEN FÜR WALES: Das walisische Fußball-Nationalteam hofft vor seinem EM-Achtelfinale gegen Dänemark auf einen ganz speziellen Motivationsschub. Die Mannschaft um Superstar Gareth Bale rief die Schulen in ihrer Heimat über Twitter am Donnerstag dazu auf, an einer Gesangsaktion teilzunehmen. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Nationalhymne des Landes „Hen Wlad Fy Nhadau“ an diesem Freitag mit „Stolz“ singen und der Mannschaft Videoclips davon zusenden. Die Beiträge sollen vor der Partie am Samstag in Amsterdam zusammengestellt und gezeigt werden.

AZURBLAU: Diese Farbe begleitet Giovanni Di Lorenzo durch sein Leben. Der Durchbruch gelang ihm beim italienischen Zweitligisten FC Empoli - Trikotfarbe blau. Die nächste Profi-Station war SSC Neapel, wieder trug der 27 Jahre alte Außenverteidiger ein blaues Trikot. Im Oktober 2019 gab Di Lorenzo dann sein Debüt im Nationalteam und trägt seitdem stolz das azurblaue Hemd der Squadra Azzurra. Als im Mai 2020 die Tochter des Fußballers auf die Welt kam, wählten er und seine Partnerin dann den Namen Azzurra - die weibliche Form der Azzurri, wie die Nationalmannschaft in Italien genannt wird. „In den letzten Jahren war das eine Farbe, die eine Verbindung dargestellt hat - Empoli, Neapel, die Nationalmannschaft“, berichtete Di Lorenzo.

INTERESSE: Zwar sind Schottlands Fußballer nicht mehr bei der EM dabei, doch zumindest einige Spieler haben Interesse bei anderen Clubs geweckt. Bei Mittelfeldakteur John McGinn wird über einen Wechsel von Aston Villa zum FC Liverpool spekuliert. Shootingstar Billy Gilmour, der beim Champions-League-Sieger FC Chelsea nur Ersatz ist, könnte bei einer Ausleihe mehr Spielpraxis bekommen. Mehrere Clubs sollen Interesse an dem 20-Jährigen haben. dpa

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