Rund um die EM

Notizen von der Fußball-Europameisterschaft

Fans in Budapest
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Die Puskas Arena in Budapest war immer gut gefüllt.

Berlin - Notizen von der Fußball-Europameisterschaft - gesammelt von der Deutschen Presse-Agentur.

YASHODA SETZT AUF DEUTSCHLAND: Das tierische EM-Orakel Yashoda hat einen Sieg für Deutschland gegen England vorausgesagt. Die 42 Jahre alte Elefantendame zog am Montag im Tierpark Hagenbeck in Hamburg die deutsche Flagge aus einem Weidenkorb und prophezeite so den Erfolg für den Achtelfinal-Hit am Dienstag. Viele Deutschlandfans, die für das Orakel extra angereist waren, fieberten mit und freuten sich lautstark. Yashoda hat sich in den vergangenen Wochen zu einem Tipp-Experten entwickelt. Drei Mal hat die Elefantin das Ergebnis der deutschen Nationalelf bei diesem Turnier schon richtig vorhergesagt.

HEAD DIVE: Matteo Pessinas ungewöhnlicher Jubel sorgte auch Tage danach noch für Lacher. Mit dem Kopf voran hatte sich der 24-Jährige nach seinem Treffer zum 2:0 gegen Österreich im EM-Achtelfinale (2:1) auf den Rasen des Londoner Wembley-Stadions geworfen. „Ich habe nicht darüber nachgedachte und das gemacht, was mir in den Sinn gekommen ist“, berichtete Italiens Mittelfeldspieler nun schmunzelnd. In den sozialen Netzwerken bekommt der Profi von Atalanta Bergamo nun immer mehr Nachahmer-Videos zugeschickt. „Die Leute machen den Jubel am Strand oder im Meer nach, das ist sehr schön“, sagte Pessina.

DIE MANNSCHAFT IST DER STAR: Tschechien hat nur wenige große Einzelkönner. Auf ihren Teamgeist sind Patrik Schick & Co. aber besonders stolz. „Wir sind ein Team, in dem einer für den anderen arbeitet. Ich möchte diesen Sieg denjenigen widmen, die nicht bei uns sind, es aber verdient hätten“, sagte Ersatzkapitän Tomas Soucek nach dem Einzug ins EM-Viertelfinale. Der Mittelfeldspieler von West Ham United nannte dabei zum Beispiel den verletzten Bremer Torhüter Jiri Pavlenka und Ondrej Kudela von Slavia Prag, der wegen rassistischen Verhaltens für mehrere internationale Partien gesperrt worden war.

FAST UNGLAUBLICHE ZAHLEN: Budapest war Gastgeber von vier EM-Partien. Die Zuschauerzahlen der Puskas Arena lesen sich vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie fast schon unglaublich. 55.662, 55.998, 54.886 und zum Abschluss am Sonntag noch 52.834 Besucher beim Achtelfinale Tschechien gegen die Niederlande (2:0). Inländische Fans durften ja nur unter der Voraussetzung in die Arena, dass sie geimpft waren oder nachweislich eine Corona-Erkrankung überstanden hatten. Dennoch: Diese Zahlen klingen wie aus einer anderen Welt.

WIEDERSEHEN MIT FREUNDEN: Schwedens Verteidiger Mikael Lustig kehrt beim Achtelfinale gegen die Ukraine am Dienstagabend in seine alte Heimat zurück. Von 2012 bis 2019 war der Abwehrspieler für Celtic Glasgow aktiv. Wegen der Corona-Regeln und Quarantäne-Bedingungen werden bei der Partie im Hampden Park zwar so gut wie keine Fans aus Schweden und der Ukraine erwartet. Dennoch hofft Lustig auf Unterstützung von den Rängen. „Ich habe viele Freunde in Glasgow, die das Problem lösen können“, sagte der 34-Jährige. Und: „Es gibt viele Schweden in Großbritannien. Ich hoffe, sie werden da sein.“

UNGEWOHNTE KULISSE: Das freut Kroatiens Fußballstars. Nach drei Spielen fast ohne eigenen Anhang war am Montag vor dem Achtelfinale gegen Spanien in Kopenhagen schon tagsüber mehr los. In der Innenstadt waren zahlreiche Fans, darunter auch reichlich Kinder, in den Trikots der Feurigen zu sehen, viele hatten Fahnen dabei. „Fans werden auf der Tribüne sein und ich denke, es wird ein sehr gutes Spiel“, sagte Linksverteidiger Borna Barisic. Die Reise zu den Vorrundenspielen in Großbritannien war wegen der Reise- und Quarantänebestimmungen sehr schwierig für die kroatischen Anhänger. dpa

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