Offener Brief wegen hoher Ticketpreise

Hamburg - Die Initiative „Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar sein“ hat Christian Seifert in einem Offenen Brief zum Dialog über die steigenden Ticketpreise in der Bundesliga aufgerufen.

Zudem kritisierte das Bündnis Aussagen von Seifert aus der vergangenen Woche. Christian Seifert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga (DFL), hatte bei der Vorstellung des Bundesliga-Reports mit Unverständnis auf den Fan-Boykott des Spiels zwischen dem Hamburger SV und Borussia Dortmund zum Rückrundenauftakt reagiert.

„Natürlich hat jeder Fußball-Fan Verständnis dafür, dass Profifußball Geld kostet, aber es dürfen nicht Teile der Gesellschaft vom Volkssport 'Fußball' abgekoppelt werden. Im Sinne der Gesellschaft, aber auch im Sinne des Fußballs selbst“, heißt es in dem Schreiben, das dem SID vorab vorliegt. Die Proteste seien aus „Sorge um die Zukunft des Fußballs getrieben“.

Prost! Die Bierpreis-Tabelle der Bundesliga-Clubs

Bier und Bratwurst - die beiden besten Freunde des Stadionbesuchers. Die Bierpreise in der Bundesliga variieren stark. Wir haben nachgerechnet und zeigen Ihnen hier, wo Ihr Verein in der Bierpreis-Tabelle der Bundesliga-Klubs landet.  © getty
1. FC Kaiserslautern: 0,4 Liter Bier kosten bei den Roten Teufeln 3,30 Euro, macht einen Literpreis von 8,35 Euro. Das teuerste Bier der Liga!  © getty
Bayern München: Beim Rekordmeister kostet der halbe Liter Bier 4 Euro, macht 8 Euro pro Liter. Abstiegszone!  © getty
Borussia Dortmund: Auch beim BVB bekommt man den halben Liter Bier für 4 Euro. Die 8 Euro pro Liter sind ein vergleichsweise hoher Wert.  © getty
Hamburger SV: Der HSV verlangt 4 Euro pro 0,5 Liter. Damit ist das Bundesliga-Urgestein im Tabellenkeller.  © getty
VfB Stuttgart: Die Schwaben vom VfB verkaufen den halben Liter ebenfalls für 4 Euro, der Literpreis liegt somit bei 8 Euro.  © getty
1. FC Köln: Die Kölner lieben ihr Kölsch. Der halbe Liter kostet in der Rhein-Metropole 3,90 Euro. Das macht einen Literpreis von 7,80 Euro.  © getty
TSG 1899 Hoffenheim: Die Kraichgauer verkaufen 0,4 Liter für 3,10 Euro. Das ergibt 7.75 Euro pro Liter.  © getty
Hannover 96: Die Roten aus Niedersachsen befinden sich in dieser Tabelle im gesicherten Mittelfeld. Ihr Bier kostet pro halber Liter 3,80 Euro. Macht einen Literpreis von 7,60 Euro.  © getty
Werder Bremen: Auch die Werder-Fans müssen für einen halben Liter 3,80 Euro berappen. Damit kostet ein Liter 7,60 Euro.  © getty
VfL Wolfsburg: Der VfL verkauft 0,4 Liter für 3 Euro, der Liter kostet somit 7,50 Euro. Oberes Mittelfeld!  © getty
FC Augsburg: Beim sympathischen Bundesliga-Neuling kostet der halbe Liter Bier 3,75 Euro. Der Preis pro Liter liegt demzufolge bei 7,50 Euro.  © getty
Borussia Mönchengladbach: Auch am Niederrhein zahlt man für 0,4 Liter 3 Euro. Macht 7,50 Euro pro Liter.  © getty
1. FC Nürnberg: Beim Club kostet der halbe Liter Bier 3,70 Euro, der ganze Liter somit 7,40 Euro. Die Franken sind somit in der Spitzengruppe.  © getty
Hertha BSC Berlin: Der Aufstieger verlangt für den halben Liter Bier 3,70 Euro. Das macht 7,40 Euro pro Liter. Ein guter Wert in der Bundesliga.  © getty
Bayer 04 Leverkusen: In Leverkusen zahlt man ebenso viel wie in Nürnberg und Berlin.  © getty
1. FSV Mainz 05: Die Mainzer wirbeln nicht nur spielerisch die Bundesliga auf. Auch in der Bierpreistabelle belegen die 05er Platz 3. Für 0,4 Liter zahlt man 2,90 Euro. Macht pro Liter Bier 7,25 Euro.  © getty
FC Schalke 04: Die Knappen-Fans müssen für einen halben Liter Bier 3,60 Euro hinlegen. Für die Bundesliga ist der Literpreis von 7,20 Euro ein echter Top-Wert!  © getty
Deutscher Bierpreis-Meister 2011/12 ist der SC Freiburg! Für 2,80 Euro bekommt man hier 0,4 Liter, der Liter Bier kostet demnach genau 7 Euro. Absoluter Spitzenwert!  © getty

Die Initiative setzt sich für eine gemäßigte Preisstruktur in der Bundesliga ein, damit sich auch sozial Benachteiligte und jüngere Fans einen Stadionbesuch leisten können. „Wir sind ein Netzwerk von Fans, das die Vereine als Frühwarnsystem verstehen sollten, wenn sie sich in eine Richtung begeben, die unserer Meinung nach kontraproduktiv ist“, heißt es in dem Brief.

Seifert erklärte am vergangenen Mittwoch, das in der Bundesliga eine Eintrittskarte im Schnitt 22,75 Euro kostet - das sei der niedrigste Preis in den europäischen Topligen. „Sollte es Leute geben, die lieber günstiger und dafür in zugigen Stadien mit Aschenbahn sitzen und mittelmäßige Spiele gucken - bitte sehr. Aber diese Minderheit sollte den anderen Zuschauern ihre Meinung nicht überstülpen“, hatte Seifert gesagt, „wir sind weit entfernt von den Verhältnissen der anderen Ligen.“

sid

Rubriklistenbild: © Getty

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