tz-Experten-Kolumne

Thon: "Vielleicht mal früher wechseln"

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Olaf Thon.

München - In seiner tz-Experten-Kolumne schreibt Olaf Thon über die Erkenntnisse aus dem 2:2 gegen Ghana. Die deutsche Mannschaft hat in keinster Weise versagt, findet er.

Was sind die Erkenntnisse nach dem 2:2 gegen Ghana? Vielleicht müssen wir feststellen, dass Deutschland mit dem 4:0 gegen Portugal zu gut ins Turnier gestartet ist und die Erwartungen hierzulande ins Unermessliche gestiegen sind.

Ghana hat auch mich überrascht, aber auf der anderen Seite hat die deutsche Mannschaft in keinster Weise versagt. Das Einzige, was mir gefehlt hat, war der Zugriff im Mittelfeld. Der war einfach nicht so da wie zum Beispiel gegen Portugal.

Auffallend war auch, dass ­Joachim Löw mit seinen Einwechslungen nachlegen und Zeichen setzen konnte. Das hat er ja vor dem Turnier schon angekündigt und erinnert mich an Mexiko 1986, als die klimatischen Bedingungen ähnlich waren. Deshalb hat Deutschland so einen großen und guten Kader.

Wo wir bei den Wechseln sind: Ich bin mir sicher, dass Bastian Schweinsteiger und Miroslav Klose eine Chance von Beginn an bekommen werden. Es könnte nämlich sein, dass Sami Khedira mal eine Pause bringt.

Generell bin ich übrigens der Meinung, dass man auch mal früher als in der 70. Minute wechseln kann, denn wir haben ja auch noch Spieler wie Lukas Podolski, André Schürrle und Julian Draxler in der Hinterhand. Allzu viel ändern an der Stammformation würde ich jetzt nicht. Ich würde auch nicht an der Position von Philipp Lahm rütteln, er ist einfach der Kopf im defensiven Mittelfeld.

Kommen wir zum letzten Gruppenspiel am Donnerstag gegen die USA: Natürlich kennen Jürgen Klinsmann und Berti Vogts unsere Mannschaft so gut wie keine andere, dennoch glaube ich nicht, dass das ein Vorteil sein muss. Aber vielleicht kann Joachim Löw ja die USA überraschen…

Olaf Thon (47), Weltmeister 1990

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