Kuntz nimmt 19 Spieler mit

Olympia 2021: DFB-Kader fix - Fans feiern „sensationelles“ Anime-Video zur Nominierung

Der DFB hofft auf eine Medaille bei Olympia. Nun hat Stefan Kuntz den Kader seiner U23-Auswahl bekannt gegeben.

Frankfurt - Der eine oder andere Fußball-Fan aus Deutschland verspürt aktuell mit Sicherheit etwas Wehmut: Schließlich ist die Nationalmannschaft früh aus der EM 2021 ausgeschieden, aktuell jubeln die anderen Nationen bei der Euro. England kegelte Ukraine beispielsweise mit 4:0 aus dem Viertelfinale - dieses Spiel hätten auch die Deutschen spielen können! Aber es sollte nicht sein, die Ära von Jogi Löw endete mit einem 0:2 im Achtelfinale gegen jene Engländer.

Die gute Nachricht: Es gibt noch einen großen internationalen Titel in diesem Sommer zu vergeben. Deutschland nimmt bei den olympischen Spielen in Tokio am Fußball-Turnier* teil. Stefan Kuntz, Trainer der U21, wird das Team in Japan betreuen. Nun hat der frischgebackene U21-Europameister seinen Kader vorgestellt.

Olympia 2021: DFB-Kader steht fest - Kuntz nimmt Kruse, Amiri und Arnold mit

Max Kruse, Nadiem Amiri und Maximilian Arnold führen das DFB*-Aufgebot an. Die drei Bundesliga-Stars sind allesamt vor 1997 geboren, weshalb Kuntz sie zusätzlich zu seiner U23-Auswahl nominieren durfte. Mit im 19-köpfigen Mini-Kader (Jogi Löw hatte für die EM 26 Spieler nominiert) sind außerdem sieben U21-Europameister: Niklas Dorsch, Ismail Jakobs, Arne Maier, Amos Pieper, David Raum, Anton Stach und Josha Vagnoman. Als Stammtorhüter ist wie erwartet Florian Müller vom VfB Stuttgart vorgesehen, ebenfalls dabei sind die A-Team-erfahrenen Benjamin Henrichs von RB Leipzig und Felix Uduokhai vom FC Augsburg. „Für die 19 Jungs und das gesamte Team wird das ein ganz besonderes Erlebnis, in Tokio Teil des Teams Deutschland zu sein“, sagte Kuntz.

Gleichzeitig übte er aber auch Kritik: „Die Bereitschaft, das Olympiateam zu unterstützen, war in der Bundesliga unterschiedlich. Einige große Vereine wollten leider nicht so wie erhofft helfen“, sagte er. Damit spielt er möglicherweise auf Borussia Dortmund an, schließlich fehlt beispielsweise Mahmoud Dahoud im Kader. Der Mittelfeld-Mann hatte eine herausragende zweite Saisonhälfte für den BVB gespielt und wäre rein vom Potenzial her wohl eher ein Kandidat gewesen als Leverkusens Amiri, der in der Rückrunde nicht mehr die ganz große Rolle bei Bayer gespielt hatte.

Der DFB* präsentierte den Mini-Kader im Anime-Stil. So manchem Fan ging deshalb das Herz auf, schließlich fühlt man sich dabei sofort an TV-Formate wie „Captain Tsubasa“ oder die „Kickers“ erinnert. Die beiden Serien handeln von jungen Fußball-Stars mit schier übermenschlichen Kräften und sind bei Anhängern allen Alters extrem beliebt. Wie sehr das DFB-Video eingeschlagen hat, wurde schnell in etlichen Kommentaren auf Social Media deutlich. „Überragend“, „Gehaltserhöhung für den Schöpfer dieses Videos“, „sensationelle Arbeit“ oder „Einfach geil. Danke, dass ihr jedes Mal die schlechte Arbeit der A-Nationalmannschaft ausbügelt“, war dort zu lesen.

Olympia 2021: Der DFB-Kader in der Übersicht

Tor: Svend Brodersen (Yokohama FC), Florian Müller (VfB Stuttgart), Luca Plogmann (Werder Bremen)

Abwehr: Benjamin Henrichs (RB Leipzig), Amos Pieper (Arminia Bielefeld), David Raum (TSG Hoffenheim), Jordan Torunarigha (Hertha BSC), Felix Uduokhai (FC Augsburg), Josha Vagnoman (Hamburger SV)

Mittelfeld/Sturm: Nadiem Amiri (Bayer Leverkusen), Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg), Niklas Dorsch (KAA Gent), Ismail Jakobs (1. FC Köln), Max Kruse (Union Berlin), Eduard Löwen (VfL Bochum), Arne Maier (Hertha BSC), Marco Richter (FC Augsburg), Anton Stach (SpVgg Greuther Fürth), Cedric Teuchert (Union Berlin)

DFB-Kader bei Olympia: Kuntz setzt auf Jugend und Erfahrung - erstes Spiel gegen Brasilien

Der Kampf um die Medaillen beginnt für Deutschlands Olympia-Fußballer mit der Finalpaarung von Rio. Fünf Jahre nach dem verlorenen Endspiel im Maracanã-Stadion trifft Deutschland gleich zum Auftakt der Vorrunde des olympischen Turniers am 22. Juli in Yokohama auf Brasilien. Saudi-Arabien am 25. Juli in Yokohama und die Elfenbeinküste am 28. Juli in Miyagi sind weitere Gruppengegner. (akl/dpa) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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