Nach der EM

Deutschland bei Olympia: Droht das nächste DFB-Debakel? - Gute Miene zum bösen Spiel

Tokio 2020 - Fußball: DFB-Spieler Nadien Amiri hält sich nach dem Spiel gegen Brasilien den Kopf.
+
DFB-Debakel in Tokio? - Der erste Spieltag bei Olympia lief für die Deutsche Elf gar nicht gut.

Für die DFB-Elf geht es in der Partie gegen Saudi-Arabien um alles. Nach dem frühen Aus bei der EM droht Deutschland die nächste Blamage. Nur ein Sieg zählt.

Tokio - Nach dem Achtelfinal-Aus bei der EM droht nun bei Olympia die nächste Blamage für die deutschen Fußballer. Die 2:4-Klatsche der Rumpftruppe von Trainer Stefan Kuntz gegen Brasilien hat zur Folge, dass bereits das zweite Gruppenspiel gegen die Saudis am Sonntag (13.30 Uhr, ZDF und Eurosport) zum vorgezogenen Finale für die DFB-Elf wird. Es zählt nur ein Sieg, sonst droht schon wie bei der EM das nächste Debakel für die Nationalelf.

Größtes Problem mit Blick auf die Partie gegen Saudi- Arabien, das beim ersten Spiel 1:2 gegen die Elfenbeinküste verlor, dürfte für Kuntz die eigene Mannschaft sein. Der Grund: Nach der Gelb-Roten Karte von Kapitän Maximilan Arnold stehen dem deutschen Bundestrainer gerade einmal 14 Feldspieler zur Verfügung – sofern sich vor dem zweiten Duell nicht ein weiterer Kicker verletzen sollte. Der Kader ist ob der mangelnden Lust der deutschen Kicker auf Kante genäht – und Kuntz darf es nun ausbaden.

DFB bei Olympia: Nur 18 aus 100 Spielern kamen mit - Null-Bock-Einstellung sorgt für Kopfschütteln

Die Null-Bock-Einstellung der großen Fußballermehrheit in Deutschland (in Kuntz’ erweitertem Kader fanden sich 100 Spieler, zu Olympia fuhren letztlich 18) sorgt hierzulande weiterhin für Kopfschütteln. Die tz sprach mit Karl-Heinz Riedle, Weltmeister 1990 und Bronze-Gewinner bei Olympia 1988, der eine durchaus klare Meinung vertritt: „Für unsere Mannschaft damals waren die Spiele etwas Einzigartiges, das keiner verpassen wollte. Wann hat man schon mal die Chance, beim größten Sportevent der Welt dabei zu sein? Dass sich heuer nur 18 Fußballer gefunden haben, kann ich nicht verstehen“, so der 55-Jährige.

„Für unsere Mannschaft damals waren die Spiele etwas Einzigartiges, das keiner verpassen wollte.“

Karl-Heinz Riedle, Weltmeister 1990 und Bronze-Gewinner bei Olympia 1988

Bei Team Deutschland macht man jedenfalls gute Miene zum bösen Spiel. Am Freitag liefen Max Kruse & Co. bei der Eröffnungsfeier hinter der schwarz-rot-goldenen Fahne, erlebten so einen Moment für die Ewigkeit. „Das ist ein Highlight“, so der Stürmer von Union Berlin. Und zwar eines, das bereits am Sonntag schon wieder vorbei sein könnte. (LOP)

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare