"Möchte nicht der Depp sein"

Paderborn-Coach Breitenreiter vor Entscheidung

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Andre Breitenreiter hat eine Entscheidung über seine Zukunft beim SC Paderborn angekündigt.

Paderborn - Nach tagelanger Aufstiegsparty intensiviert Bundesliga-Aufsteiger Paderborn die Planungen für die kommende Saison. Trainer Breitenreiter macht seinen Verbleib von bestimmten Zusagen der Klubspitze abhängig.

In Paderborn naht die Entscheidung über die Zukunft von Trainer André Breitenreiter. Bei einem Treffen zwischen dem Fußball-Lehrer, Präsident Wilfried Finke und Manager Michael Born zu Wochenbeginn soll über den Verbleib von Breitenreiter beim Bundesliga-Aufsteiger geredet werden. „Mir geht es um eine klare Perspektive. Ich möchte wissen, was der Verein plant. Ob es nur um eine Entschuldung geht oder ob wir Vorkehrungen treffen, um eine realistische Chance auf den Verbleib zu haben“, sagte der Coach dem Fachmagazin „Kicker“ (Montag). Noch vor seinem Urlaubsantritt am Mittwoch will er seine Pläne offenlegen.

Breitenreiter erinnerte an das Beispiel des heutigen Dritt- und damaligen Erstligisten Unterhaching. „Dort hat man damals verpasst, die nötigen Schritte einzuleiten. Danach ist der Verein in der Versenkung verschwunden“, sagte der ehemalige Profi des bayrischen Klubs. Ein ähnliches Schicksal soll sich in Paderborn nicht wiederholen: „Ich möchte hier nicht der Depp sein.“ Breitenreiter steht in Paderborn bis 2016 unter Vertrag, wurde aber zuletzt als Trainerkandidat bei Eintracht Frankfurt gehandelt.

Immerhin signalisierte Breitenreiter Bereitschaft, den Ostwestfalen treu zu bleiben. „Es sieht gut aus, dass ich bleibe. Ich möchte aber sehen, dass die Perspektiven auch nach meinen Vorstellungen geschaffen werden“, sagte er zu Sport1. Der 40-Jährige fordert vor allem Investitionen im Scouting-Bereich und in die Infrastruktur. „Da müssen wir uns deutlich verbessern, weil wir in diesen Bereichen nicht zweitligatauglich sind. Deshalb will ich auch sehen, dass wir schnellstmöglich mit dem Bau eines Trainingszentrums beginnen, damit wir konkurrenzfähig sind.“

Präsident Finke geht optimistisch in das Gespräch. „Ich glaube fest daran, dass Breitenreiter in der Bundesliga unser Trainer ist.“ Auf mutige Investitionen will der Möbel-Unternehmer jedoch verzichten. „Finanzielle Vabanquespiele wird es in meiner Präsidentschaft nicht geben. Wir werden den Klub restlos entschulden. An dem Tag, an dem die erste Rate aus dem Topf der TV-Gelder erhalten, sind wir schuldenfrei.“ Die Verbindlichkeiten des Vereins belaufen sich auf rund 3,6 Millionen Euro. Der Etat soll von aktuell 6,2 auf 15 Millionen Euro steigen.

dpa

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