St. Pauli plant für 2. Liga - FCK feiert

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Traurige Fans des FC St. Pauli

Kaiserslautern - Die Wege der Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern und FC St. Pauli werden sich nach nur einem Jahr in der Fußball-Bundesliga trennen.

Die Fans des 1. FC Kaiserslautern winkten den Kiez-Kickern vom FC St. Pauli zum gefühlten Bundesliga-Abschied mit weißen Taschentüchern zu, danach zelebrierten sie für ihr eigenes Team eine rauschende Nicht-Abstiegsparty. Nach dem 2:0 (1:0) im Duell der Aufsteiger feierten die “Roten Teufel“ ausgelassen das Erreichen der 40-Punkte-Marke, die zum Klassenverbleib reichen sollte. Bei den Hamburgern begannen dagegen direkt nach dem Abpfiff die Planungen für die Mission Wieder-Aufstieg, auch wenn der Gang in die 2. Fußball-Bundesliga noch nicht endgültig besiegelt war.

“Traurig, traurig, traurig. Wenn man aus zehn Spielen nur einen Punkt holt, ist es für einen Verein wie St. Pauli natürlich schwer, die Klasse zu halten. Das reicht natürlich nicht“, klagte Sportchef Helmut Schulte nach dem zehnten sieglosen Spiel in Serie. Auch Trainer Holger Stanislawski sah der Realität ins Auge: “Es fühlt sich sehr, sehr bitter an.“

Fan-Tattoos: Wenn Fußball-Leidenschaft unter die Haut geht

Ein Borussia-Dortmund-Fan hat sich angesichts der sichergeglaubten Meisterschaft 2010/2011 den Rücken mit einem Tattoo beschmücken lassen, auf dem die Meisterschale und Kulttrainer Jürgen Klopp zu sehen sind. Wir zeigen weitere Tattoos von Fans, bei denen die Liebe zum Verein unter die Haut geht.  © dpa
Ein Fan von Arsenal London © getty
Ein Fan von Celtic Glasgow © getty
Eine Anhängerin der Blackburn Rovers © getty
Ein FC-Chelsea-Fan © getty
Ein Fan von Borussia Dortmund © getty
Ein Fan von Leicester City und der englischen Nationalmannschaft, den "Three Lions" © getty
Ein Fan von Borussia Mönchengladbach © getty
Ein Fan von Celtic Glasgow und Klub-Legende Henrik Larsson © getty
Der selbe Herr von hinten © getty
Ein MSV-Duisburg-Fan © getty
Ein FC-Liverpool-Fan © getty
Ein weiterer Fan des FC Liverpool © getty
Ein Deutschland-Fan © getty
Ein Fan von Leicester City © getty
Ein Fan der Boca Juniors und Klub-Legende Diego Maradona © dpa
Ein Fan von Middlesbrough © getty
Ein Newcastle-United-Fan © getty
Ein Fan des FC St. Pauli © dpa
Ein Fan des FC Portsmouth © getty
Ein Fan von Alan Shearer © getty
Ein Stoke-City-Fan © getty
Ein Fan von Werder Bremen © 

Stanislawski, der durch seinen bevorstehenden Wechsel zu 1899 Hoffenheim erstklassig bleibt, schüttelte ob der naiven Spielweise seiner Mannschaft fassungslos den Kopf. “Wir stehen zurecht dort, wo wir stehen. Wir machen keine Tore und verteidigen desolat. Das darf in der Bundesliga nicht passieren“, schimpfte er über die Gegentreffer von Christian Tiffert (29.) und Mathias Abel (69.).

Nach dem ersten Schmerz über den so gut wie feststehenden Abstieg gaben sich die Hamburger Protagonisten aber gleich wieder kämpferisch. “Beim FC St. Pauli muss man die Ärmel immer aufgekrempelt haben. Wenn man als Verein ständig zwischen erster und zweiter Liga unterwegs ist, muss man immer wieder aufstehen. Das muss man als Herausforderung begreifen, nicht als Katastrophe“, sagte Schulte.

Präsident Stefan Orth versprach den niedergeschlagenen Fans, alles für eine schnelle Rückkehr ins Oberhaus zu tun. “Wir haben solide gewirtschaftet und werden eine ordentliche Mannschaft zusammenstellen. Wir haben natürlich den Anspruch, in der 2. Liga im oberen Tabellendrittel mitzuspielen“, sagte Orth.

Allerdings wollen die Hamburger dies nicht um jeden Preis tun. “Unsere Kalkulation ist so ausgelegt, dass man sich auch in der 2. Liga keine Sorgen machen muss um die finanzielle Situation. Es sei denn, wir gehen Risiken ein, die nicht vertretbar sind. Aber das haben wir nicht vor“, stellte Schulte klar.

Bei den Pfälzern herrschte eine ganz andere Gefühlslage. “Heute ist natürlich eine unglaubliche Freude da. Das ist einer der drei schönsten Tage in meiner Amtszeit - neben dem Aufstieg im Vorjahr und dem vermiedenen Zweitliga-Abstieg im Jahr davor. Kaiserslautern ist wieder zurück in der Bundesliga. Wir haben uns als Club wieder sehr viel Achtung erarbeitet. Das erfüllt mich mit Stolz“, sagte FCK-Vorstandschef Stefan Kuntz.

Lediglich Marco Kurz blieb in der Stunde des Erfolges zurückhaltend. “Es ist noch nicht vorbei“, warnte der Trainer. Für sein Team hatte er dennoch ein Extra-Lob parat: “40 Punkte zwei Spieltage vor Saisonende - damit sind wir als Aufsteiger richtig gut unterwegs. Das hat uns keiner zugetraut.“

dpa

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