Alles in die Tonne!

Was hat es auf sich mit dieser "Eis, Eis, Tonne"?

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Per Mertesacker in der Eistonne: Nach dem kräfteraubenden Achtelfinalspiel gegen Algerien widmet sich der Innenverteidiger der Regeneration.

München - "Ich lege mich jetzt erstmal für drei Tage in die Eistonne", mit dieser Aussage entfachte Nationalspieler Per Mertesacker einen regelrechten Hype um die "Eistonne". Doch wofür ist die überhaupt da?

Wohl kaum ein anderes Thema wurde in den letzten zwei Tagen so hitzig diskutiert wie das Wut-Interview des deutschen Innenverteidigers Per Mertesacker. Mit seiner Aussage, sich erstmal für einige Tage in die Eistonne legen zu wollen, löste er im Netz einen Hype aus. Schon wenige Stunden später konnte man auf der Internetplattform YouTube eine Parodie eines Vanilla-Ice-Hits finden. Ausschnitte aus Mertesackers Interview und des Refrains des Liedes wurden zusammengeschnitten und ergeben einen lustigen Remix. Aus "Ice, Ice, Baby" wird "Eis, Eis, Tonne und das Video wurde bisher schon 590.000 mal angeklickt.

Medizinischer Nutzen der Eistonne

Jedoch kommt bei vielen vermutlich auch die Frage auf, warum Fußballer nach Spielen in die Eistonne steigen. Wer legt sich schon gerne freiwillig in ein Wasserbad mit Temperaturen zwischen 5 und 15 Grad?

Leistungssportler wie die Spieler der Nationalmannschaft sind in kurzen Zeit-Intervallen hohen Belastungen ausgesetzt. Die kurzen Abstände zwischen den Spielen setzen voraus, dass die Regeration dazwischen so schnell wie möglich von statten  geht, um beim nächsten Einsatz wieder bei 100 Prozent der Leistungsfähigkeit zu sein. Hier kommt das Eis-Wasserbad ins Spiel. Zum Einen werden durch Kühlung Mikroverletzungen im Muskel, die zu Entzündungsreaktionen führen können, gehemmt. Zum Anderen führt die Kälte zu einer Verengung der Blutgefäße.

Steigt der Sportler dann aus dem Eiswasser beginnt der Körper den Muskel wieder zu erwärmen, indem sich die Blutgefäße erweitern und frisches Blut in den Muskel strömt. Dieser Vorgang transportiert Abfallprodukte des Energiestoffwechsels, wie Milchsäure aus dem Muskel, und beugt dadurch einem Muskelkater vor. Die Eistonne ist daher ein bliebtes Mittel im Leistungssport die Regeneration nach großen Belastungen voranzutreiben.

wal

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