Peter Vollmann neuer Trainer bei Rostock

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Peter Vollmann

Rostock - Peter Vollmann ist neuer Trainer beim Zweitliga- Absteiger FC Hansa Rostock. Zunächst will der 52-Jährige Gespräche "im eigenen Stall" führen.

Der 52-jährige wurde am Montag erwartungsgemäß als neuer Chefcoach präsentiert. Der noch in Münster wohnende Fußballlehrer hat seit 1993 bei neun Vereinen in Deutschland von der Oberliga bis zur 2. Bundesliga gearbeitet. Er hat in Rostock vorerst einen Einjahresvertrag unterschrieben.

“Der FC Hansa steht vor einer großen Herausforderung, wobei es gut ist, dass wir mit einem neuen Team von Anfang an darauf reagieren können“, sagte der neue Coach bei seiner Vorstellung.

Die kuriosesten Geschichten der Bundesliga-Saison

 © Getty
GEISTERSCHÜTZEN: Beim 3:5 in Gladbach sorgt Hannover 96 für ein Novum in der Liga. Karim Haggui erzielt gleich zwei Eigentore, sein Mitspieler Constant Djakpa (Foto) trifft ebenfalls ins eigene Netz. Aller schlechten Dinge sind drei. “Eigentlich kann man nur darüber lachen - wenn es nicht so traurig wäre“, sagt der tunesische Nationalspieler Haggui. © Getty
BRILLENDIEB: Beim Spiel des VfB Stuttgart in Mainz rammt Ex- Nationalkeeper Jens Lehmann kurz vor Schluss Aristide Bancé im Strafraum zu Boden und sieht Rot. Durch den fälligen Strafstoß muss der VfB noch das 1:1 hinnehmen. Lehmann flüchtet aus dem Stadion, auf der Suche nach einem Taxi. Einem Fan, der ihn anspricht, reißt er die Brille von der Nase und gibt sie ihm erst auf hartnäckige Nachfrage wieder. © Sky/DSF
FRECHER KERL: Und wieder steht Lehmann (hier beim Schiri-Protest) im Mittelpunkt. Beim Stande von 0:1 in Hannover stürmt der VfB-Keeper auf Balljunge Aron Schulz zu. Der 14-Jährige wirft den Ball über Lehmann hinweg - und bringt ihn damit zur Weißglut: “Unfassbar, hier sind sogar die Balljungen Betrüger.“ Ein paar Monate später die Versöhnung im ZDF-Sportstudio: Der 40 Jahre alte Profi umarmt den Teenager: “Ist doch alles nicht so schlimm.“ © Getty
DER ARME TOR: Früher gab es “Pannen-Olli“ für solche Szenen. André Lenz, Schlussmann des VfL Wolfsburg, sieht in Leverkusen denkbar unglücklich aus. Zuerst rutscht ihm der Ball durch die Hände - 0:1, dann legt er mit einem Eigentor nach - 0:2. Dabei blieb's. Der Stellvertreter von Diego Benaglio entschuldigt sich bei der Mannschaft - und verblüfft mit der Erklärung: Ohne sein Zutun “hätte der VfL hier 2:0 gewonnen“. © Getty
DOPPEL-JOKER: Eintracht Frankfurt hätte Juvhel am liebsten in Gold gefasst. Der 19-jährige Tsoumou mit dem glanzvollen Vornamen ist erst vier Minuten auf dem Platz, als er in der 87. Minute das 1:1 gegen den großen FC Bayern erzielt. 104 Sekunden später trifft in Martin Fenin ebenfalls ein Einwechselspieler zum überraschenden 2:1. “Das war wie in einem Weltmeisterschaftsfinale“, sagt Tsoumou. © Getty
KURZARBEITER: Nach 188 Sekunden war für den Mainzer Mittelfeldstrategen Andreas Ivanschitz die Partie in Nürnberg beendet - Rote Karte. So schnell war noch nie ein Bundesliga-Profi vom Platz geflogen. Der Österreicher hatte versucht, “Club“-Abwehrspieler Javier Pinola in den Allerwertesten zu treten. Manager Christian Heidel machte Ivanschitz für die Niederlage verantwortlich: “Eigentlich müsste er die Reisekosten übernehmen.“ © Getty
WIEDERHOLUNGSTÄTER: Der gerade eingewechselte Hertha-Ersatzkeeper Sascha Burchert kassiert beim 1:3 gegen den HSV zwei fast identische Tore innerhalb von drei Minuten. Zweimal will der 19-Jährige durch Flugkopfbälle retten, dann treffen David Jarolim aus 25 und Zé Roberto aus 40 Metern mit Bogenlampen ins verwaiste Tor. “Ich habe zwei Bälle geklärt. Ich trage an den Toren keine Schuld“, meinte der blamierte Keeper. © Getty
PECHVÖGEL: Für Absteiger Hertha BSC kam's ganz dick in dieser Saison. Unvermögen, unglückliche Gegentore, zweifelhafte Schiedsrichter- Entscheidungen. Gegen den 1. FC Köln haben die Berliner 16:2 Torschüsse - und verlieren 0:1. Sinnbildlich für den Absturz: Raffael trifft innerhalb von sechs Sekunden erst den rechten, dann den linken Torpfosten. © Getty
GESTÜRZTER TRAINER: Bei Bayern Münchens 3:2 in Bremen rennt Siegtorschütze Arjen Robben auf Louis van Gaal zu, der weicht zurück, stolpert und fällt hin. Am Ende liegen beide Niederländer jubelnd am Boden. Großes Gelächter, als die Spieler sich später die Szene im Fernsehen anschauen. Robben: “Das sah sehr komisch aus. Ich glaube, er ist ausgerutscht. Das ist natürlich ein Spaß für die Mannschaft.“ © Getty
CRASH-TEST-DUMMY: Maik Franz von Eintracht Frankfurt gilt als einer der härtesten Knochen im Profigeschäft, der weder sich selbst noch die Gegner schont. Einer war allerdings härter als “Iron Maik“: Im Training prallte der Abwehrspieler gegen einen der “Pappkameraden“, die gerne für Freistoßübungen verwendet werden. Die Folge: eine tiefe Risswunde unter dem linken Knie, die mit vier Stichen genäht werden musste. “Dummer Dummy“, meint Franz. © Getty

In den letzten anderthalb Jahren nach seiner überraschenden Entlassung bei Holstein Kiel im Dezember 2008 hat Vollmann im Auftrag des Deutschen Fußball- Bundes (DFB) Trainer im Irak ausgebildet, nachdem er in der Vergangenheit auch schon in Ghana und Tansania tätig war. In Rostock wartet auf Vollmann viel Arbeit. Gemeinsam mit dem am Sonntag präsentierten neuen Manager Stefan Beinlich wird er “ab sofort an der Zusammenstellung einer Mannschaften arbeiten, die das Zeug hat, sich Zug um Zug nach oben zu orientieren“.

Dabei werden zunächst Gespräche “im eigenen Stall“ (Vollmann) geführt - mit Spielern, die noch einen Vertrag haben, aber auch mit Akteuren, die gehalten werden sollen. Eine Zielsetzung für die kommende Saison wollte Vollmann noch nicht nennen, betonte aber: “Hansa stellt eine Fußballmarke in Deutschland dar, da sind die Ansprüche hoch.“ Vollmann und Beinlich wollen in den nächsten Tagen erste Spielerverpflichtungen bekanntgeben und auch den neuen Trainerstab benennen.

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