Petric bewahrt HSV vor Nulldiät

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Mladen Petric (l) jubelt nach seinem Führungstor mit Eljero Elia (r)

Hamburg - Wenige Stunden nach der unerwarteten Absage von Matthias Sammer für den Posten des Sportdirektors hat der Hamburger SV eine sportliche Enttäuschung gerade noch einmal vermieden.

Dank eines Tores von Mladen Petric in der 65. Minute kam der HSV vor 50.239 Zuschauern gegen Eintracht Frankfurt zu einem hochverdienten 1:0 (0:0)-Sieg. Gegen einen stark ersatzgeschwächten Gegner nutzte der HSV damit die Chance, den Abstand zu den Europacup-Plätzen weiter zu verringern.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselt, reagierte Petric bei seinem Treffer nach einer Hereingabe von Änis Ben-Hatira schneller als die Frankfurter Hintermannschaft. Der ansonsten gute Eintracht-Torhüter Oka Nikolov machte in dieser entscheidenden Szene einen desorientierten Eindruck und konnte nicht mehr verhindern, dass der Kroate den Ball aus kurzer Distanz über die Linie schob.

Die Feldüberlegenheit der Norddeutschen war zwar eindeutig, doch hochkarätige Torchancen blieben zunächst Mangelmare, weil die Mannschaft von Trainer Armin Veh ihre Aktionen zu berechenbar anlegte und damit die Gäste kaum überraschte. Die beste Einschussmöglichkeit in der ersten Halbzeit hatte noch in der achten Minute Ben-Hatira, doch Nikolov verkürzte rechtzeitig den Winkel.

Torschützenkönige in der Bundesliga seit 1990

2011/2012: Klaas-Jan Huntelaar (FC Schalke): 29 Tore © AP
2010/2011: Mario Gomez (FC Bayern), 28 Tore. © ap
2009/2010: Edin Dzeko (VfL Wolfsburg), 22 Tore © Getty
2008/2009: Grafite (VfL Wolfsburg), 28 Tore © Getty
2007/2008 (FC Bayern München), 24 Tore © Getty
2006/2007: Theofanis Gekas (VfL Bochum), 20 Tore © Getty
2005/2006: Miroslav Klose (Werder Bremen), 25 Tore © Getty
2004/2005: Marek Mintal (1. FC Nürnberg), 24 Tore © Getty
2003/2004: Ailton (Werder Bremen), 28 Tore © Getty
2002/2003: Giovane Elber (FC Bayern München), 21 Tore © Getty
2002/2003: Thomas Christiansen (VfL Bochum), 21 Tore © Getty
2001/2002: Martin Max (TSV 1860 München), 18 Tore © Getty
2001/2002: Marcio Amoroso (Borussia Dortmund), 18 Tore © Getty
2000/2001: Ebbe Sand (FC Schalke 04), 22 Tore © Getty
2000/2001: Sergej Barbarez (Hamburger SV), 22 Tore © Getty
1999/2000: Martin Max (TSV 1860 München), 19 Tore © Getty
1998/99: Michael Preetz (Hertha BSC), 23 Tore © Getty
1997/98: Ulf Kirsten (Bayer Leverkusen), 22 Tore © Getty
1996/97: Ulf Kirsten (Bayer Leverkusen), 22 Tore © Getty
1995/96: Fredi Bobic (VfB Stuttgart), 17 Tore © Getty
1994/95: Heiko Herrlich (Borussia Mönchengladbach), 20 Tore © 
1994/95: Mario Basler (Werder Bremen), 20 Tore © Getty
1993/94: Anthony Yeboah (Eintracht Frankfurt), 18 Tore © Getty
1993/94: Stefan Kuntz (1. FC Kaiserslautern), 18 Tore © dpa
1992/93: Anthony Yeboah (Eintracht Frankfurt), 20 Tore © dpa
1992/93: Ulf Kirsten (Bayer Leverkusen), 20 Tore © dpa
1991/92: Fritz Walter (VfB Stuttgart, links), 22 Tore © Getty
1990/91: Roland Wohlfahrt (FC Bayern München), 17 Tore © Getty
1989/90: Jörn Andersen (Eintracht Frankfurt), 18 Tore © Getty

Torjäger Ruud van Nistelrooy wird der Flirt mit Real Madrid von den Hamburger Fans ganz offensichtlich nicht übel genommen. Bei der Vorstellung des Niederländers gab es keinerlei Pfiffe und auch die üblichen „Ruud, Ruud“-Rufe hallten durch die WM-Arena. Noch ist nicht endgültig geklärt, ob der 34-Jährige bis zum Saisonende beim HSV bleibt.

Auf eine Verlängerung seines Vertrages bis 2012 hat sich hingegen Eintracht-Coach Michael Skibbe festgelegt. „Es ist noch nichts unterschrieben, aber Heribert Bruchhagen und ich haben uns die Hand darauf gegeben“, sagte Skibbe kurz vor dem Anpfiff von FIFA-Schiedsrichter Wolfgang Stark aus Ergolding dem TV-Sender Sky.

Nach einem blutigen Kopfballduell mussten sowohl Gojko Kacar vom HSV als auch der Frankfurter Alexander Meier kurz vor der Pause ausgewechselt werden. Für Kacar kam Tomas Rincon aufs Feld, Caio ersetzte Meier.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit musste beim HSV auch Jonathan Pitroipa das Feld verlassen, für den Profi aus Burkina Faso kam der spätere Torschütze Petric ins Team. Drei Minuten nach Wiederbeginn hatte Eljero Elia die Chance zum Führungstreffer, scheiterte jedoch mit einem Schrägschuss am reaktionsschnellen Nikolov.

Die Dominanz der Platzherren hielt unvermindert an, doch die Frankfurter wehrten sich lange tapfer, konnten aber nur selten Entlastungsangriffe starten. Es dauerte bis zur 63. Minute, ehe sie überhaupt zu ihrem ersten Eckball kamen.

Torschütze Petric und der Brasilianer Ze Roberto waren die stärksten HSV-Akteure. Aus dem Team der Eintracht ragten die in vielen Situationen gut disponierten Abwehrspieler Sebastian Jung und Nikola Petkovic heraus.

sid

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