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Pfaff: Ich hoffe auf Gottes Hilfe

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Jean-Marie Pfaff war FC-Bayern-Torwart © Getty

München - Ex-Bayern-Keeper ist vor dem Länderspiel zwischen Deutschland und Belgien ausnahmsweise gegen die DFB-Elf, wie er in seiner tz-Expertenkolumne schreibt. Er erklärt, warum das nicht weiter schlimm ist.

Vor dem für uns Belgier so wichtigen EM-Quali-Spiel gegen Deutschland heute Abend muss ich sagen: Dieses eine Mal bin ich nicht für Deutschland! Normalerweise halte ich ja immer zur DFB-Elf. Dieses Mal soll aber bitte Belgien gewinnen!

Die Torhüter des FC Bayern seit Sepp Maier

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Mal ehrlich: Ihr habt Euch doch längst qualifiziert, da könnt Ihr uns doch die drei Punkte schenken! Man muss auch mal den anderen was gönnen, es sollen auch mal die Kleinen gewinnen. Vor allem, wo wir doch Nachbarn sind...

Aber mal im Ernst: Es wäre für unser kleines Land so wichtig, dass wir zur EM fahren würden, das würde uns einen richtigen Aufschwung geben. Außerdem habe wir gerade so viel Qualität im Kader wie seit vielen Jahren nicht. In Belgien spricht man schon von einer goldenen Generation. Man muss sich nur mal ansehen, wo die alle spielen: Manchester City, Benfica, Everton oder auch in der Bundesliga. Das ist eine richtig gute Truppe – auch wenn gegen Deutschland Daniel van Buyten gesperrt ist. Ich glaube schon, dass wir eine kleine Chance haben, wir sind stark genug und dürfen uns nicht kampflos geschlagen geben. Auch wenn Deutschland gerade beinahe unschlagbar erscheint – die gewinnen ja sogar die Spiele, wo sie schlecht spielen, wie gegen die Türkei. So ist Deutschland eben: Man muss nicht nur besser sein, sondern man muss auch noch Glück haben, um sie zu schlagen. Denn meistens reicht ihnen eine Chance zum entscheidenden Tor. Vor allem jetzt, wo Mario Gomez vorne drin spielt. So bleibt mir nur die Hoffnung, dass wir lange die Null halten und dann mit Gottes Hilfe das 1:0 erzielen – am liebsten in der 93. Minute.

Jean-Marie Pfaff

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