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Exklusiv in der tz

Lahm: "Wir haben doch keine Probleme"

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Philipp Lahm beim Spiel gegen die USA.

München - Philipp Lahm reagiert auf die Kritik von Michael Ballack. Er habe die Worte nicht als Ego-Vorwurf empfunden, sagte Lahm zu tz. Links in der Abwehr will er trotzdem nicht spielen.

Es war das Thema der vergangenen Tage: Michael Ballack und seine Pläne für DFB-Kapitän Philipp Lahm. In seiner tz-Kolumne schrieb der Ex-Capitano, Lahm solle vom Mittelfeld in die Abwehr wechseln, am besten nach links. Sogar von einem Ego-Vorwurf Ballacks in Richtung Lahm war die Rede. Die tz sprach den Bayernstar persönlich an – das Interview.

Herr Lahm, inwieweit haben Sie in den vergangenen Tagen die Diskussionen in Deutschland mitbekommen – in denen es hauptsächlich um Sie ging?

Lahm: Ich habe sie natürlich mitbekommen, ich lebe ja nicht in einer Blase. Ich lese Zeitung, so wie immer.

Wie sehen Sie die Kritik?

Lahm: Ganz normal. Für mich ist es wichtig, dass die Mannschaft erfolgreich spielt und sich weiterentwickelt. Das hat sie getan.

Dennoch: Die Worte von Michael Ballack werden Sie nicht kalt gelassen haben.

Lahm: Ich habe es nicht als das empfunden, was daraus gemacht wurde. Nämlich nicht als Ego-Vorwurf. Ich habe immer gesagt, ich werde da spielen, wo der Trainer mich aufstellt. Und in einem Satz bei Michael Ballack habe ich gelesen, dass ich noch vier Jahre auf absolutem Top­-Niveau spielen kann. Das ist doch positiv! Ich finde, man muss nicht immer alles negativ auslegen, was zwischen uns zweien vorkommt. Ich habe noch vier Jahre Vertrag bei Bayern, und er sieht mich noch vier Jahre auf Top-Niveau. Das empfinde ich als absolut positiv.

Der Vorwurf geht in die Richtung, dass Sie unbedingt im Mittelfeld spielen wollen, weil das Niveau nur dort zu halten ist. Nicht aber in der Verteidigung.

Lahm: Das werden wir alles sehen. Ich sehe diese Aussagen jedenfalls nicht so dramatisch.

Steckt noch immer etwas Persönliches dahinter zwischen Ihnen beiden?

Lahm: Glaube ich nicht. Michael hat mich zu seinem Abschiedsspiel eingeladen, ich bin dort hingefahren. Wir haben uns gut unterhalten. Ich denke nicht, dass wir da noch irgendwelche persönlichen Probleme haben.

Was ist mit seinem Vorschlag, Sie hinten links aufzubieten?

Lahm: Also bitte, ich habe zwei Jahre lang kein einziges Spiel auf der Linksverteidiger-Position gemacht. Klar, man kann auch sagen, der Miro Klose soll Innenverteidiger spielen. Es gibt Sachen auf der Welt…

Das können wir also abhaken?

Lahm: Ich habe zwei Jahre lang nicht Linksverteidiger gespielt! Schön ist: Mir traut man es zu! Ich kann scheinbar eine Position spielen, die ich Jahre lang nicht besetzt hatte. Das sehe ich auch wieder als positiv an.

Interview: Michael Knippenkötter

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