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Pizarro schwärmt von seinem Tor und lästert über Bayern

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Claudio Pizarro: “Normalerweise ist der FC Bayern eine Weltklassemannschaft. In dieser Saison sieht es nicht so aus.“

Bremen - Mit der Hacke versenkte Claudio Pizarro den Ball beim 3:0-Sieg von Werder Bremen gegen Mönchengladbach - ein klasse Tor. In dieser Euphorie konnte er sich wohl den Seitenhieb auf den FC Bayern nicht verkneifen.

Als Claudio Pizarro über sein Weltklasse-Tor berichtete, strahlte er über das ganze Gesicht. “Wenn der Ball hinter den Körper kommt, kann man es nicht anders machen“, erzählte der Bremen-Heimkehrer grinsend und gestikulierend von seinem Treffer mit der Hacke: “Man kann sich drehen, aber das dauert zu lange.“ Und einmal in Plauderlaune hatte der peruanische Stürmer des norddeutschen Fußball-Bundesligisten auch noch einen kleinen Seitenhieb für seinen ehemaligen Arbeitgeber parat: “Normalerweise ist der FC Bayern eine Weltklassemannschaft. In dieser Saison sieht es nicht so aus. Ich denke, dass wir vor ihnen bleiben.“

Der zweifache Torschütze war bei Werders 3:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach der gefeierte Held des Abends, der seine Bedeutung für die schwach gestarteten Bremer beim ersten Saisonsieg eindrucksvoll unter Beweis stellte. “Claudio hat gezeigt, wie wichtig er für uns ist und dass er uns gefehlt hat am Anfang der Saison“, schwärmte Marko Marin, der bei der Partie gegen seinen ehemaligen Club unter besonderer Beobachtung stand. Nach anfänglicher Nervosität und Pfiffen der Gladbacher Fans drehte der junge Nationalspieler auf und zeigte sein bisher bestes Spiel für Werder.

Der Star war allerdings Pizarro, der mit zwei Treffern (21./38. Minute) die Vorentscheidung schaffte, ehe Naldo (88.) den Endstand erzielte. “Ja, das war ganz gut“, scherzte Werder-Vereinsboss Klaus Allofs mit gespieltem Understatement über Pizarros Hackentor. Er durfte sich bestätigt fühlen, dass er den Angreifer mit viel Geduld und nicht wenig Geld beim FC Chelsea losgeeist und zu einem dritten Engagement in Bremen überredet hat. “Warum holt man so einen Stürmer? Weil er ganz viele Dinge kann“, sagte Allofs, der geschätzte fünf Millionen Euro für Pizarro überweisen musste.

Aber nicht allein seine Torjäger-Qualitäten zeichnen den über Bayern und Chelsea zurückgekehrten Werder-Angreifer aus. “Er gibt den anderen Unterstützung und reißt sie mit“, lobte Trainer Thomas Schaaf: “Wenn er trifft, ist es umso schöner.“

Während Pizarro auf besonders elegante Weise sein Ausnahme-Können bewies, deutete Marin das erste Mal im Bremer Trikot an, warum Werder für ihn die Rekordablöse von rund acht Millionen Euro investiert hat. Der Jung-Nationalspieler demonstrierte nach Anlauf-Schwierigkeiten bei einigen Aktionen sein außergewöhnliches Talent. “Ich komme immer besser in Fahrt“, sagte der dribbelstarke Marin.

dpa

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