Pokal-Aus für Basler: Köln locker weiter

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Dreikampf: Trier's Kevin Clair Lacroix (links), Josef Cinar (rechts) und Kölns Milivoje Novakovic.

Trier - Köln marschiert, Trier verliert: Fußball- Bundesligist 1. FC Köln hat dem Viertligisten Eintracht Trier eine weitere Pokal-Party verdorben.

Nach dem lockeren 3:0 (2:0)- Auswärtssieg erreicht Köln erstmals seit sieben Jahren wieder die Runde der letzten Acht. Innerhalb von vier Minuten stießen Milivoje Novakovic (25. Minute) und Youssef Mohamad (29.) das Tor zum Viertelfinale schon vor der Pause auf, der überragende Maniche krönte sein “Comeback“ am Dienstagabend mit dem 3:0 (52.). Für den Tabellen-Zwölften der Regionalliga West und Trainer Mario Basler wird der Druck nach dem Absturz in der Liga und dem Pokal-Aus nun immer größer.

Die 10.800 Zuschauer im Moselstadion, das in sieben Stunden ausverkauft war, hatten nach den Eintracht-Coups gegen Hannover 96 und Arminia Bielefeld auf die dritte Pokal-Überraschung gehofft, nach der fünften Pflichtspiel-Niederlage und schon 395 Minuten ohne Tor war die Enttäuschung dann aber groß. Die Kölner waren von Trainer Zvonimir Soldo so offensiv auf- und eingestellt worden, wie noch nie in dieser Saison: Hinter der Doppelspitze Milivoje Novakovic und Manasseh Ishiaku hatten auch Lukas Podolski und Sebastian Freis zumeist den Vorwärtsgang eingelegt.

Novakovic musste nach Vorlage von Maniche nur noch den rechten Fuß hinhalten, beim 2:0 legte Novakovic nach Eckball von Podolski, der in der 51. Minute den Pfosten traf, per Kopfball für den freistehenden Mohamad auf. Der Schuss von Maniche, der nach drei Spielen Rot-Sperre wieder im Team stand, wurde unglücklich für den chancenlosen Eintracht-Keeper Kenneth Kronholm abgefälscht. Mit dem Doppelschlag hatte der viermalige Pokalsieger Köln dem Außenseiter früh den Schneid abgekauft.

Die Eintracht-Doppelspitze mit Sahr Senesie (“Ich hoffe, wir fliegen aus dem DFB-Pokal, damit nichts übertüncht wird“) und Wilko Risser konnte sich nur sporadisch in Szene setzen. Mit zwei Einwechslungen bereits nach 36 Minuten wollte Basler die Offensive stärken, doch Zählbares brachte auch diese taktische Notvariante nicht. Der Kölner Geromel rettete Sekunden vor dem Pausenpfiff in höchster Not vor dem heranstürmenden Risser, Senesie scheiterte nur knapp (69.).

dpa

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