Zweite Runde

Pokal: Sechs Bundesligisten im Achtelfinale - Paderborn überrascht

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SC Paderborn konnte sich gegen den VfL Bochum durchsetzen.

Sechs Favoriten aus der Fußball-Bundesliga haben sich zum Auftakt der zweiten Runde im DFB-Pokal keine Blöße gegeben und sind ins Achtelfinale eingezogen.

Update vom 24. Oktober 2017: Mit einer kräfteraubenden Energieleistung hat der FSV Mainz 05 den Höhenflug von Holstein Kiel beendet und sich bei den Störchen für die Pokalpleite von 2011 revanchiert. Knapp sechs Jahre nach der Schlappe des FSV im Achtelfinale beim damaligen Regionalligisten (0:2) gewann der Fußball-Bundesligist in der 2. Runde des DFB-Pokals 3:2 (2:2, 1:0) nach Verlängerung gegen den starken Überraschungs-Zweiten der 2. Liga.

München - Während sich Titelverteidiger Borussia Dortmund, Schalke 04 und Eintracht Frankfurt gegen unterklassige Gegner problemlos durchsetzten, mühte sich ein Duo gegen ambitionierte Zweitligisten in die nächste Runde. Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen mussten über weite Strecken ihrer Partien zittern. Nach dem 1:5 gegen die Werkself am Samstag erlöste Thorgan Hazard (52.) die Gladbacher im nächsten rheinischen Derby bei Fortuna Düsseldorf mit dem Tor des Tages zum 1:0 (0:0). Leverkusen nahm den Schwung aus der Bundesliga nicht mit und schoss erst in der Endphase der Partie gegen Union Berlin das 4:1 (1:0) heraus. Der BVB brauchte ohne den angeschlagenen Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang ebenfalls etwas Anlaufzeit, gewann letztlich jedoch souverän beim Drittligisten 1. FC Magdeburg 5:0 (1:0). 

Revierrivale Schalke gelang mit dem 3:1 (2:0) bei Wehen Wiesbaden der dritte Pflichtspielsieg nacheinander. Eintracht Frankfurt sparte beim 1. FC Schweinfurt 05, dem letzten Amateurklub im Wettbewerb, Kraft und gewann 4:0 (1:0). Drittliga-Spitzenreiter SC Paderborn warf nach dem FC St. Pauli auch den VfL Bochum mit 2:0 (1:0) und damit den nächsten Zweitligisten aus dem Pokal. Ebenfalls eine Runde weiter kam Bundesliga-Absteiger FC Ingolstadt nach dem 3:1 (0:0) im Zweitligaduell bei der SpVgg Greuther Fürth. 

Die Auslosung für das Achtelfinale (19./20. Dezember) findet am Sonntag (18.00 Uhr) im Rahmen der Sportschau in der ARD statt. 

Bis zur 42. Minute hielt Außenseiter Magdeburg das 0:0 gegen den Bundesliga-Spitzenreiter aus Dortmund. Dann legte Aubameyang-Ersatz Alexander Isak auf Gonzalo Castro ab, der 32 Sekunden nach seiner Einwechslung zur Führung traf. Der 18 Jahre alte Isak (47.), Andrej Jarmolenko (73., Handelfmeter), Marc Bartra (79.) und Shinji Kagawa (90.) legten für den zuletzt strauchelnden Tabellenführer der Bundesliga nach. 

Zweitliga-Spitzenreiter Düsseldorf hatte vor 52.500 Zuschauern in der ausverkauften Esprit-Arena nicht nur in der ersten Halbzeit die besseren Chancen, sondern auch die große Möglichkeit zum Ausgleich: Niko Gießelmann (73.) scheiterte mit einem Foulelfmeter jedoch am Pfosten. Nach drei Pleiten im Cup-Wettbewerb in Folge gegen die Fortuna beendete Gladbach mit dem ersten Sieg in Düsseldorf seit 27 Jahren auch den Pokalfluch gegen den Angstgegner. 

Wie der Kontrahent vom Niederrhein musste auch Leverkusen bis kurz vor Schluss um den Einzug ins Achtelfinale bangen. Erst Wendells Elfmeter (89.) zum 3:1, der allerdings unberechtigt war, brachte die Entscheidung. Außerdem trafen Nationalspieler Julian Brandt (36.), Lucas Alario (58.) und Charles Aranguiz (90.+2) für die Hausherren. Dennis Daube (46.) erzielte für Union das zwischenzeitliche 1:1, Damir Kreilach (66.) traf mit einem Freistoß die Latte. 

Für Pokalfinalist Frankfurt trafen in Schweinfurt Torjäger Sebastien Haller (14./58.), Marius Wolf (63.) und Danny Blum (85.). In Wiesbaden hatte Franco di Santo (26.) Schalke mit seinem ersten Tor nach 599 Tagen in Führung geschossen. Sein Sturmpartner Guido Burgstaller (30.) legte wenig später nach, spätestens nach dem Eigentor von Alf Mintzel (53.) war die Partie entschieden. David Blacha (76.) traf nur noch zum Anschluss.

sid

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