Poldi schreibt exklusiv in der tz

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Lukas Podolski und Adi Katzenmeier (hier mit Bastian Schweinsteiger) haben einen außerordentlich guten Draht zueinander.

Mit dem Länderspiel gegen England endete nicht nur das Länderspiel-Jahr 2008.

Es ging auch eine Ära zu Ende. Adolf „Adi“ Katzenmeier (74) saß zum letzten Mal mit auf der Ersatzbank. 45 Jahre war der Masseur mit den heilenden Händen für den DFB im Einsatz, 34 Jahre davon für die Nationalelf. Ein Spieler hat „Adi“ in den letzten Jahren besonders ins Herz geschlossen: Lukas Podolski. In der tz schreibt der Nationalstürmer seinen ganz persönlichen Abschiedsbrief.

"Am Dienstagabend passierte etwas, das mir schon naheging. Ich war, wie immer vor einem Länderspiel, bei Adi und habe mich noch einmal durchkneten lassen. Es war mein festes Ritual, mich immer am Abend vor den Spielen von Adi massieren zu lassen. Manchmal hat Adi dann gesagt: „Ich massier’ dir zwei Tore ins Bein“, und wenn ich fertig war, hieß es nur knapp: „Jetzt hau’ ab!“

Leider muss ich sagen, dass der Besuch bei Adi mein Ritual war, doch im nächsten Jahr ist er nicht mehr im Kreis der Nationalmannschaft dabei. Es ist schon sehr schade. Ich denke auch, dass er ebenfalls traurig ist. Aber irgendwann ist der Zeitpunkt fürs Aufhören gekommen, und mit 74 hat er wirklich viel erlebt.

Vom ersten Tag, an dem ich zur Nationalmannschaft gekommen bin, habe ich mich mit Adi toll verstanden. Wir haben viel miteinander gelacht und er hat mir viele Geschichten aus seiner langen Karriere erzählt. Im Mannschaftsbus war er mein Sitznachbar. Schon komisch, dass wir beiden so einen guten Draht zueinander hatten. Schließlich ist Adi 51 Jahre älter als ich. Er ist ja eine Legende bei der Nationalmannschaft. Lange Zeit hatte ich auch immer ein Foto von Adi und mir als Bildschirmhintergrund auf meinem Computer. Jetzt ist natürlich dort mein Sohn Louis zu sehen. Aber dass ich das überhaupt gemacht habe, zeigt, welchen Respekt ich vor Adi habe. Er ist einfach ein ganz besonderer Mensch für mich.

Ich als Kölner sage daher: Tschö, Adi! Maach et joot!

Quelle: tz

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