Gipfeltreffen in Gruppe B

Spuckt die Schweiz Cristiano Ronaldo in die WM-Suppe?

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Superstar Cristiano Ronaldo trifft mit Portugal im abschließenden Gruppenspiel auf Tabellenführer Schweiz.

Muss man um die WM-Teilnahme von Weltfußballer Cristiano Ronaldo zittern? Ein Sieg gegen die Schweiz vor eigenem Publikum reicht den Portugiesen, um das Ticket zu lösen.

Lissabon - Das Hotel der portugiesischen Nationalmannschaft gleicht einer Pilgerstätte. Vor der Herberge am Meer von Cascais unweit von Lissabon versammeln sich dieser Tage trotz der Herbst-Hitze mit über 30 Grad die Fans, um Weltfußballer Cristiano Ronaldo zuzujubeln und den Stürmer um eine neue Großtat anzuflehen. „Deus“ (Gott), „ídolo“ (Idol) und „herói“ (Held) rufen die Menschen immer wieder. Sie alle setzen auf CR7. Am Dienstag (Anpfiff 20.45 Uhr/hier erfahren Sie, wie Sie das Spiel live im TV und im Livestream verfolgen können*) muss der Europameister die Schweiz im Showdown der WM-Qualifikationsgruppe B bezwingen, um den Tabellenführer noch zu überholen und das Ticket nach Russland zu lösen. Ansonsten muss Portugal in die Playoffs.

Nationaltrainer Fernando Santos will davon nichts wissen. „Wir haben keine Alternative. Am Dienstag heißt es für uns: Gewinnen oder gewinnen.“ Überall ist in Portugal vom „Finale“ die Rede: Auf der Homepage des FPF-Verbandes, auf den Titelseiten der Sportzeitungen, in den Kneipen. Er sei zuversichtlich, versicherte der Trainer. „Es gibt nicht viel zu sagen. Wir müssen gewinnen, wir wollen gewinnen und ich glaube fest daran: Wir werden gewinnen.“ Für Santos wäre ein Sieg so etwas wie ein Geburtstagsgeschenk seiner Schützlinge, wird er doch ausgerechnet am Dienstag 63.

Portugal gegen Schweiz: Ronaldo kann von Beginn an stürmen

Im ausverkauften Lissabonner Estadio da Luz wird der Trainer Ronaldo wieder von Anfang an einsetzen. Beim Quali-Gastspiel in Andorra (2:0) hatte er den von einer Gelbsperre bedrohten und leicht lädierten Stürmer von Champions-League-Sieger Real Madrid, der auch das Training am Sonntag ausfallen ließ, zunächst noch geschont. Gegen den 144. der Weltrangliste ein Kinderspiel, dachte er wohl. Als es zur Pause in den Pyrenäen aber immer noch 0:0 stand und Portugal die Qualifikation in ernster Gefahr sah, musste der Stürmer doch ran. Und schon 17 Minuten nach seiner Einwechslung traf er zum 1:0.

„Nun muss Ronaldo auch die Schweiz verarzten“, schrieb das Sportblatt Record, während die Zeitung A Bola titelte: „Auf Ronaldo ruhen alle Hoffnungen“. „Eine ganze Qualifikation lang sind wir der Schweiz hinterhergerannt, jetzt ist es Zeit, sie zu überholen“, sagte Mittelfeldspieler João Mario. Ronaldo, der 15 aller 30 Quali-Treffer Portugals erzielte, hüllt sich derweil in Schweigen. Reden braucht er nicht. „Er ist der Spieler, der bei uns den Unterschied ausmacht“, sagte AC-Mailand-Profi André Silva.

Aber auch die Schweizer präsentieren sich selbstbewusst. Sehr selbstbewusst. Kein Wunder, hat man doch alle neun bisherigen Qualifikationsspiele gewonnen. Man habe zwar „den nötigen Respekt“ vor dem Gegner, sagte Arsenal-Profi Granit Xhaka: „Aber auch wir haben unsere Qualitäten und können ohne Probleme mit denen von Portugal mithalten.“

In einem auf der Homepage des Weltverbandes FIFA veröffentlichten Interview sagte der Klub-Kollege von Mesut Özil, Per Mertesacker und Shkodran Mustafi, das Spiel in Lissabon sei „quasi wie ein WM-Finale“. Portugal müsse unbedingt gewinnen und das Spiel machen. „Und das kann unser Vorteil sein. Wir sind in der komfortableren Lage und können zunächst etwas abwarten und eventuell auf einen Konter lauern“, so der Mittelfeldspieler der Eidgenossen, die bei einem Triumph als einziges europäisches Team die makellose Qualifikations-Leistung der deutschen Elf egalisieren würden.

dpa

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