Klubs liegen nur einen Punkt auseinander

Manchester-Derby: Transfer-Krach zwischen United und City - Bundesliga-Star sorgt für Zündstoff

Scott McTominay (l.) von Manchester United behauptet sich gegen Raheem Sterling von City
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Das nächste Derby steht an: Scott McTominay (l.) und Manchester United empfangen City um Raheem Sterling im Old Trafford.

Wenn in Manchester United und City aufeinandertreffen, ist immer Feuer drin. Demnächst könnten sich die beiden Premier-League-Größen aber auch abseits des Platzes duellieren.

  • Am 12. Spieltag der Premier League empfängt Manchester United seinen Stadtrivalen City zum Derby.
  • Beide Klubs sollen Interesse an einer Verpflichtung von Dortmunds Erling Haaland zeigen.
  • Vertraute des Norwegers haben Verbindungen zu den beiden Vereinen aus Manchester.

München - Sie liegen sich so nah und doch trennen Manchester United und Manchester City derzeit gefühlsmäßig Welten. In der Tabelle der Premier League sind beide Klubs vorerst im Mittelfeld versunken, mit jeweils einem Spiel in der Hinterhand liegen die Teams von Ole Gunnar Solskjaer und Pep Guardiola fünf respektive sechs Punkte hinter Spitzenreiter Tottenham Hotspur. Dabei stehen die „Red Devils“ sogar einen Tick besser da.

Dennoch rumort es beim Rekordmeister, während den „Citizens“ nach einem Stotterstart spätestens mit der Vertragsverlängerung des katalanischen Teammanagers Ruhe eingekehrt ist. Da wäre die Personalie Paul Pogba, dessen baldigen Abschied Mino Raiola, der mächtige Berater des Weltmeisters, quasi am Klub vorbei verkündet hat.

Manchester-Derby: United scheitert in der Champions-League-Gruppenphase

Und natürlich das Aus in der Vorrunde der Champions League, womit sich der stolze Königsklassen-Triumphator von 1999 und 2008 im Frühjahr durch die K.o.-Phase der Europa League quälen muss. Wobei dies angesichts der starken Konkurrenz in der Liga womöglich sogar der einfachere Weg zurück ins gelobte Land der europäischen Top-Klubs wäre.

Aber zunächst geht es eben darum, zumindest den Kontrahenten aus der eigenen Stadt hinter sich zu halten. Der in der jüngeren Vergangenheit deutlich enteilt und in den vergangenen sieben Jahren immer vor United eingelaufen war. Der immer mehr unter Druck stehende Solskjaer betonte vor dem Aufeinandertreffen am Samstagabend ab 18.30 Uhr im Old Trafford beinahe kleinlaut: „Bei Manchester United sollte man immer in der Lage sein, Titel zu gewinnen. In den vergangenen drei Jahren gab es aber zwei Teams, die sich deutlich vom Rest abgesetzt haben.“

Video: Berater Raiola äußert interessante Einschätzung zu Haaland-Zukunft

Manchester-Derby: Solskjaer gewinnt Glauben an Rolle als Herausforderer der Top 2

Gemeint waren natürlich ManCity und der FC Liverpool, die sich mit Punktständen jenseits der 90 zuletzt gegenseitig zu Höchstleistungen antrieben. Nun aber sind auch diese beiden Granden schon gestrauchelt, die „Skyblues“ ließen bislang zwölf, die „Reds“ immerhin neun Zähler liegen. Und so scheint auch die norwegische United-Ikone Blut geleckt zu haben: „Im Laufe dieser Saison oder dieses Jahres habe ich den Glauben gewonnen, dass sich dieses Team steigern und zu einem Herausforderer werden kann.“

Das gilt offenbar nicht nur auf dem Platz. Wie die Daily Mail berichtet, könnte ein Wettbieten beider Klubs aus Manchester entbrennen um Erling Haaland, Solskjaers Landsmann in Diensten von Borussia Dortmund. Während City den bulligen Angreifer als Nachfolger von Sergio Agüero einplane, habe United in erster Linie ein Auge auf Jadon Sancho geworfen, informiere sich aber regelmäßig über die Entwicklung Haalands. Dessen Vater Alf-Inge stand zwischen 2000 und 2003 für City auf dem Rasen, in der ersten Saison wurde er von United-Kapitän Roy Keane übel vom Platz getreten. Der Ire verriet später, dass diese hässliche Attacke von langer Hand geplant gewesen sei.

Seine zweite Lieblingsbeschäftigung nach dem Einnetzen: Erling Haaland von Borussia Dortmund bejubelt eines seiner vielen Tore.

Manchester-Derby: Haaland wäre wohl nur für dreistellige Millionensumme zu haben

Vielleicht werden sich die Haalands daran erinnern. Wer weiß das schon? Sicher ist nur, dass eine Verpflichtung von Haaland junior eines finanziellen Kraftakts bedarf. Denn der 20-Jährige, um den United schon vor dessen Wechsel zum BVB buhlte, steht bis 2024 unter Vertrag, erst 2022 soll eine Ausstiegsklausel über kolportierte 70 Millionen Euro greifen. Im kommenden Sommer wäre wohl eine dreistellige Millionensumme fällig - falls die Schwarz-Gelben in der Personalie überhaupt mit sich reden lassen.

Interessant könnte in diesem Zusammenhang auch noch werden, dass Haaland wie Pogba von Raiola vertreten wird, einem der versiertesten und härtesten Verhandler im Fußball-Business. Zudem soll auch Real Madrid über ein Angebot für den Golden Boy nachdenken, den „Königlichen“ wird bereits seit geraumer Zeit Interesse auch an Pogba nachgesagt.

Aber all das ist Zukunftsmusik. Ein Nebenkriegsschauplatz. Wichtig ist aktuell nur auf dem Platz. Und das für Solskjaer und Co. mehr denn je. Für Manchester United geht es an diesem 12. Spieltag um nichts anderes, als darum, den Stadtrivalen auf Distanz zu halten. Damit zu Weihnachten nicht der Baum brennt. (mg)

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