Emotionale Szene des Southampton-Trainers

Premier League: Ralph Hasenhüttl bricht plötzlich in Tränen aus - Überraschung gegen Klopps Liverpool

Ralph Hasenhüttl und Jürgen Klopp nach dem Spiel zwischen Southampton und dem FC Liverpool.
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Ralph Hasenhüttl (M.) bricht nach dem Sieg gegen Liverpool in Tränen aus.

Nicht nur das Ergebnis zwischen Southampton und dem FC Liverpool war überraschend, sondern auch die Reaktion von Ralph Hasenhüttl nach dem Spiel - er brach nämlich in Tränen aus.

München - Die Entwicklung des FC Southampton unter Ralph Hasenhüttl, der bei den Amateuren des FC Bayern unter anderem mit Bastian Schweinsteiger, Paolo Guerrero und Andreas Ottl spielte, ist bemerkenswert. Wurde der Österreicher noch in der letzten Saison mit 0:9 von Leicester City aus dem eigenen Stadion geschossen, findet er sich in dieser Spielzeit nach 17 Partien auf dem sechsten Tabellenplatz in der Premier League wieder. Mit 29 Punkten sind die Saints sogar punktgleich mit Pep Guardiolas Manchester City und Jose Mourinhos Tottenham Hotspur.

Der vorläufige Höhepunkt der Saison dürfte sich dann am Dienstagabend gegen den FC Liverpool, der aktuell um den Sänger seiner weltbekannten Hymne trauert, ereignet haben. Der Hasenhüttl-Truppe gelang es 88 Minuten eine 1:0-Führung gegen eine der besten Offensiv-Reihen der Welt zu verteidigen und einen Dreier einzufahren.

Mit diesen Sensationserfolg hätte wohl die Wenigsten gerechnet. Dazu zählte scheinbar auch der Coach selbst, denn vor lauter Freude sank Hasenhüttl nach Schlusspfiff auf die Knie und brach in Tränen aus.

Ralph Hasenhüttl scherzt: Tränen „wegen des Windes“

„Ich hatte Tränen in meinen Augen - wegen des Windes“, scherzte er vorerst, gab dann jedoch den wahren Grund für seinen Gefühlsausbruch zu: „Ich habe noch nie Punkte gegen Jürgen geholt. Wenn man unsere Jungs kämpfen sieht mit allem, was sie haben, macht mich das wirklich stolz. Du brauchst ein perfektes Spiel gegen Liverpool - und ich glaube, das hatten wir.“

Für Klopps Liverpool verlief der Abend dafür umso unglücklicher. Mit 17:7 Schüssen hätte der amtierende englische Meister durchaus einen Punkt verdient gehabt, mit der Leistung seiner Mannschaft war Welttrainer Klopp trotzdem nicht zufrieden. „Es war sehr frustrierend, weil es unnötig gewesen ist. Wir hatten einen schlechten Start in das Spiel und haben es in den ersten Minuten verschenkt. Wir danach nicht ruhig genug, das Spiel noch zu drehen. In der Entscheidungsfindung waren nicht so gut und hatten viele Schüsse neben das Tor.“

Jürgen Klopp über Ralph Hasenhüttl: „Wir wären wahrscheinlich Freunde“

Trotz des Frusts hatte Klopp aber doch noch positive Worte für seinen Gegenüber übrig: „Wenn wir mehr Zeit hätten, wären wir wahrscheinlich Freunde, aber wir leben weit voneinander entfernt. Ich respektiere seine Arbeit sehr.“ (ta)

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