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Parteien einigen sich außergerichtlich

Täuschung bei Uduokhai-Transfer? Ex-FCB-Vorstand Sammer einigt sich mit Kläger auf Vergleich

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Der angeklagte Matthias Sammer, früherer Vorstand vom FC-Bayern, kommt nach dem Prozessauftakt im Landgericht aus dem Sitzungssaal

Matthias Sammer, Ex-Sportvorstand des FC Bayern, stand wegen arglistiger Täuschung vor Gericht. Gegenstand war ein Transfer eines Ex-Spielers von 1860 München. Jetzt haben sich die Parteien geeinigt.

Update vom 02. November 2018

Im Prozess gegen den früheren Sportvorstand des FC Bayern München, Matthias Sammer, ist es zu einer außergerichtlichen Einigung gekommen. Wie eine Sprecherin des Landgerichts München I am Freitag mitteilte, haben sich beide Partien verglichen. Damit ist auch ein für diesen Montag angesetzter Termin zur Zeugenvernehmung hinfällig. Zum Inhalt des Vergleichs konnte die Sprecherin allerdings keine Angaben machen.

Im Prozess gegen Matthias Sammer wegen arglistiger Täuschung im Zusammenhang mit der Vermittlung eines Fußballprofis ging es um einen Streitwert von 64.750 Euro. Der Kläger Alderim Ramaj hatte im November 2015 gemeinsam mit Sammers Sohn Marvin eine GmbH gegründet, über die beide Spieler vermitteln wollten. Viel Erfolg hatten sie nach Einschätzung des Richters damit aber nicht.

Ramaj verkaufte später seinen Anteil an der Firma an Matthias Sammer. Nur kurz nach der Abwicklung wurde aber der Transfer von Felix Uduokhai von 1860 München zum VfL Wolfsburg bekannt. Im Sommer 2017 schloss sich der Verteidiger für kolportierte eine Million Euro Ablöse den Niedersachsen an. Dies sei ihm verschwiegen worden, um die Provision alleine zu bekommen, behauptete Ramaj, der gegen den Abtretungsvertrag vorgegangen war.

Update, 06. Juli, 13.30 Uhr: 

Im Prozess gegen Matthias Sammer wegen arglistiger Täuschung im Zusammenhang mit der Vermittlung eines Fußballprofis soll es im Herbst zu Zeugenvernehmungen kommen. Beim Landgericht München I erging dazu ein Beweisbeschluss, wie eine Sprecherin am Freitag mitteilte. Demnach werden beim nächsten Termin am 5. November (9.00 Uhr) Zeugen angehört, die über die Hintergründe des Transfers von Felix Uduokhai im Sommer 2017 zum VfL Wolfsburg aussagen sollen. Sammer, der ehemalige Sportvorstand des FC Bayern München, und ein Kläger konnten sich demnach außergerichtlich weiter nicht einigen.

Erstmeldung: Prozessauftakt gegen Sammer wegen Uduokhai-Transfer

München - Im Prozess gegen den früheren Sportvorstand des FC Bayern, Matthias Sammer (50), wegen arglistiger Täuschung im Zusammenhang mit der Vermittlung eines Fußballprofis hat es zunächst keine Einigung gegeben. Nach der ersten Verhandlung am Montag vor dem Landgericht München I ist für den 6. Juli ein weiterer Termin angesetzt. Bis dahin könnten sich Kläger und Beklagter außergerichtlich einigen. 

„Das brüllt nach einer Einigung“, hatte Richter Martin Scholz gesagt, ehe er die Verhandlung zur Beratung beider Parteien für rund 20 Minuten unterbrach. Eine Einigung blieb dann jedoch vorerst aus.

Lesen Sie auch: Matthias Sammer wird 50: Fußball ist nicht mehr alles im Leben

Es geht um knapp 65.000 Euro

Im konkreten Fall geht es um einen Streitwert von 64.750 Euro, wie Scholz sagte. Der Kläger Alderim Ramaj (30) hatte seinen finanziellen Schaden ursprünglich sogar auf 350.000 Euro geschätzt. Im November 2015 gründete Ramaj gemeinsam mit Sammers Sohn Marvin eine GmbH, über die beide Spieler vermitteln wollten. Viel Erfolg hatten sie damit nicht. „Diese GmbH war nicht der große Bringer“, stellte Richter Scholz fest. „Ich hätte die Scheißfirma null Komma null gebraucht“, räumte Sammer senior vor der Kammer ein.

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Felix Uduokhai wechselte 2017 von 1860 München zum VfL Wolfsburg.

Ramaj hatte später seinen Anteil an der Firma an Matthias Sammer verkauft. Nur kurz nach der Abwicklung wurde aber der Transfer von Felix Uduokhai von 1860 München zum VfL Wolfsburg bekannt. Im Sommer 2017 schloss sich der Verteidiger für kolportierte eine Million Euro Ablöse den Niedersachsen an. Dies sei ihm verschwiegen worden, um die Provision alleine zu bekommen, so Ramaj und ficht den Abtretungsvertrag an.

dpa

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