SZ berichtet

DFB prüft Strafanzeige gegen Theo Zwanziger

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Theo Zwanziger war von 2006 bis 2012 Präsident des Deutschen Fußball-Bundes.

Frankfurt/Main - Der Deutsche Fußball-Bund prüft nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" eine Strafanzeige gegen den früheren Verbandspräsidenten Theo Zwanziger.

Dem Bericht vom Dienstag zufolge erwägt der DFB, wegen der ungeklärten Umstände um die Überweisung von 6,7 Millionen Euro auf ein Konto des Weltverbandes FIFA im Jahr 2005 Anzeige wegen Untreue zu stellen. Zwanziger war als damaliger Schatzmeister und Mitglied des Organisationskomitees für die WM 2006 angeblich für die Überweisung zuständig. Der DFB äußerte sich am Dienstag auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht.

Zwanziger hatte am Montag Zweifel am Aufklärungswillen des amtierenden DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach geäußert. Soweit der DFB erkläre, dass seit Juni 2015 aufgeklärt werde, erscheine nicht unproblematisch, dass dies durch den Kontrollausschuss erfolgen solle. Dieser stehe unter der Weisungsbefugnis von Niersbach, der in der Sache beteiligt sei, meinte Zwanziger in einer von seinem Rechtsanwalt Hans-Jörg Metz verbreiteten Erklärung.

Zudem erklärte Zwanziger, er bitte Niersbach bereits seit drei Jahren um Aufklärung. Dies wies DFB-Mediendirektor Ralf Köttker in der "Bild"-Zeitung (Dienstag-Ausgabe) zurück. "Dass Wolfgang Niersbach seit drei Jahren von ihm um Klärung gebeten wird, kann schon deshalb nicht stimmen, weil der letzte persönliche Kontakt aus dem November 2013 datiert." Köttker nimmt vielmehr Zwanziger in die Pflicht. "Wenn es aus der Sicht von Dr. Zwanziger etwas aufzuklären gab, dann stellt sich die Frage, warum er es nicht in seiner Amtszeit als Präsident gemacht hat. Zumal er im OK für die Finanzen zuständig war."

dpa

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