Heftiger Vorwurf

Riesen-Wirbel bei PSG-Spiel! Neue Details durchgesickert - Hat der Skandal-Schiri nochmal einen draufgelegt?

Eklat in der Champions League! Im Spiel zwischen Paris und Istanbul Basaksehir soll es zu einer rassistischen Beleidigung seitens des vierten Offiziellen gekommen sein.

  • In der Champions League überschattet ein Eklat den letzten Spieltag der Gruppenphase.
  • Der rumänische vierte Offizielle Sebastian Coltescu soll den Basaksehir-Co-Trainer Pierre Webó rassistisch beleidigt haben.
  • Daraufhin gingen die Spieler von PSG und Basaksehir Istanbul vom Platz. Jetzt gibt es neue Erkenntnisse um einen „Zigeuner“-Spruch.

Update vom 10. Dezember, 16.15 Uhr: Die Uefa wird ihre Ermittlungen rund um die Vorfälle um den vierten Offiziellen Sebastian Coltescu ausweiten, berichtet die FAZ. Dabei soll es um einen „Zigeuner“-Spruch gehen. Der rumänische Journalist Emanuel Rosu hat die Vorfälle vom Dienstagabend drei Stunden lang ausgewertet und minutiös auf Twitter nachgezeichnet.

In der zehnten Minute beschwert sich Basaksehirs Trainer Okan Buruk bei Coltescu wegen einer Gelben Karte: „Das war das erste Foul, wir spielen nicht Basketball.“ Coltescu versucht ihn zu besänftigen, doch Okan legt nach. „Das ist nicht Rumänien, wir kommen aus der Türkei“, so der Trainer. In der 14. Minute eskaliert die Szenerie, als Coltescu Basaksehirs Co-Trainer Pierre Webo rassistisch beleidigt. Coltescu versucht zu erklären, dass er auf rumänisch das Wort „schwarz“ benutzt habe. Daraufhin entgegnet Okan: „In meinem Land sind Rumänen Zigeuner. Aber ich kann auch nicht Zigeuner sagen.“ Die Untersuchungen der Uefa dauern derweil an.

Update vom 9. Dezember, 19.03 Uhr: Vor wenigen Minuten wurde das Champions-League-Spiel zwischen Paris Saint Germain und Istanbul Basaksehir wieder angepfiffen. Bereits vor der Partie sorgten beide Klubs für ein klares Statement: „No to racism“ beziehungsweise „non au racism“ stand auf Bannern sowie T-Shirts mit den Wappen beider Vereine. Außerdem knieten Spieler und auch die eingesprungenen Ersatzschiedsrichter vor Anpfiff rund um den Mittelkreis nieder und hoben die Faust nach oben. Das Zeichen des NFL-Profis Colin Kaepernick hat sich zur einer Geste der Black-Lives-Matter-Bewegung entwickelt.

„Nein zu Rassismus“: Eindeutige Botschaft der Akteure auf dem Platz um die Superstars Kylian Mbappé (l) und Neymar.

PSG - Basaksehir: Fürchterliche Details aufgedeckt - Jetzt kontert der Skandal-Schiri

Update vom 9. Dezember, 13.45 Uhr: Der Champions-League-Skandal erhitzt weiter die Gemüter. Sogar PSG-Trainer Thomas Tuchel geriet ins Visier wütender Fans. Inzwischen soll sich auch der vierte Offizielle zu dem Vorfall geäußert haben.

Sebastian Coltescu wird vorgeworfen, den Basaksehir-Assistenztrainer Pierre Webó rassistisch beleidigt zu haben. Offenbar sagte er dem Hauptschiedsrichter per Funk: „Der Schwarze da drüben. Schau mal, wer das ist. Der Schwarze da drüben, so kann er sich nicht verhalten.“

Wie das rumänische Portal Pro Sport berichtet, soll sich Coltescu nach dem Spiel gegenüber Verwandten geäußert haben. Das angebliche Statement: „Ich versuche nur, gut zu sein. In den nächsten Tagen werde ich keine Nachrichten oder Zeitungen lesen. Wer mich kennt, weiß, dass ich kein Rassist bin! Das hoffe ich zumindest.“

Das Spiel wird heute Abend um 18.55 Uhr fortgesetzt - ab der 13. Minute. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie am Dienstagabend zunächst unterbrochen worden. Am Mittwoch wird dann ein anderes Schiedsrichtergespann auf dem Platz stehen.

Update vom 9. Dezember, 8.31 Uhr: Die PSG-Stars Neymar und Kylian Mbappé haben sich nach dem Spielabbruch im Pariser Prinzenpark zum Vorfall geäußert. Neymar postete ein Bild auf Twitter, auf dem er eine Faust ballt. Im Text nimmt er Bezug auf die Anti-Rassismus-Kampagne „Black Lives Matter“.

Sein Teamkollege Kylian Mbappé solidarisiert sich mit Istanbuls Assistenztrainer: „Sag nein zum Rassismus. M. Webo, wir sind bei dir.“

PSG - Basaksehir: Spiel wird nach Rassismus-Eklat nachgeholt

Update vom 9. Dezember, 6.25 Uhr: Nach dem Rassismus-Skandal von Paris herrscht inzwischen Klarheit: Die Partie wird am heutigen Mittwoch ab 18.55 Uhr fortgesetzt - mit einem neuen Schiedsrichtergespann, wie die UEFA mitteilte. Es werde außerdem eine „gründliche Untersuchung“ der Vorfälle eingeleitet.

Der vierte Offizielle Sebastian Coltescu soll Istanbuls Assistenztrainer Pierre Webó beleidigt haben. Offenbar fiel das Wort „negro“. Hinterher versuchte er sich wohl damit herauszureden, dass „negru“ in seiner Muttersprache rumänisch „schwarz“ bedeutet und er nur missverstanden wurde. Unter anderem sollen die Aufnahmen aus dem Funk mit dem Hauptschiedsrichter nun klären, was genau vorgefallen war.

PSG - Basaksehir: Rassismus-Skandal beendet Champions-League-Spiel

Update 8. Dezember, 23.34 Uhr: Jetzt schafft die UEFA Klarheit: Das Spiel zwischen Paris Saint-Germain und Istanbul Basaksehir soll morgen um 18.55 Uhr „nachgeholt“ werden. Welches Schiedsrichtergespann dann auf dem Platz stehen soll, darf mit Spannung erwartet werden.

Update 8. Dezember, 23.14 Uhr: Offenbar soll die Partie morgen (18.55 Uhr) neu angepfiffen werden, wie eine Sky-Journalistin vor Ort erklärt. Auch die Sport-Zeitung L‘Équipe verbreitet entsprechende Informationen. Eine offizielle Bestätigung der UEFA steht bislang aus.

Julian Nagelsmann reagiert nach dem Triumph seiner Leipziger gegen Manchester United bestürzt auf die Vorkommnisse in Paris: „Ich kann es nicht im Detail bewerten. Aber wenn es wirklich so vorgefallen ist, verurteile ich das aufs Schärfste. Sowas darf auf dem Fußballplatz nicht passieren - es gehört auch sonst nirgendwo hin“.

Champions-League-Spiel von Eklat überschattet - Abbruch bahnt sich an

Update 8. Dezember, 23.08 Uhr: Inzwischen haben Betreuer beider Mannschaften die restliche Ausrüstung in die Kabinen transportiert. Das Team von Basaksehir soll das Stadion bereits verlassen haben. Wirklich alles deutet darauf hin, dass die Partie nicht mehr angepfiffen wird.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan forderte die UEFA zu hartem Durchgreifen auf. „Ich verurteile die rassistischen Äußerungen gegen Pierre Webo auf das Schärfste und bin zuversichtlich, dass die UEFA die notwendigen Maßnahmen ergreifen wird“, erklärte Erdogan auf Twitter.

Update 8. Dezember, 22.58 Uhr: Zur Stunde ist ein Betreuer der Hausherren zu sehen, der einige Kissen von der Tribüne räumt. Der Prinzenpark ist weiterhin leer. Ein Abbruch des Champions-League-Gruppenspiels erscheint immer wahrscheinlicher. Mittlerweile ist es knapp zwei Stunden her, dass in der französischen Kapitale der Sport im Mittelpunkt stand.

Eklat bei PSG gegen Basaksehir! Champions-League-Spiel unterbrochen - Vierter Offizieller beleidigte wohl Co-Trainer

Ursprungsmeldung (8. Dezember, 21.30 Uhr):

Paris - Ein Skandal ereignete sich nach etwa 13 Minuten des Champions-League-Gruppenspiels zwischen Paris Saint-Germain und Basaksehir Istanbul. Auslöser war der Vierte Offizielle des Schiedsrichtergespanns, der einen Tainer der Gastmannschaft offenbar beleidigt haben soll. Daraufhin eskalierte die Lage, bis sich die Spieler auf eine geschlossene Reaktion einigten.

Der Vierte Offizielle der Partie Sebastian Coltescu hatte den Referee über ein Fehlverhalten informiert, das sich am Spielfeldrand abgespielt hatte, wie die Nachrichten Agentur AFP berichtet. Infolgedessen soll der vierte Offizielle den Assistenz-Trainer des amtierenden türkischen Meisters, den Kameruner Pierre Webó, rassistisch beleidigt haben. Das historisch negativ behaftete Wort „Negro“ fiel dabei, woraufhin sich Webó echauffierte und Coltescu heftig anging.

Nachdem der Co-Trainer in der Hektik auch noch die Rote Karte sah, sahen sich die beiden Mannschaften zu einem Statement gezwungen. Zuerst verließen die Spieler von Basaksehir das Feld, die Pariser Stars zeigten sich solidarisch und folgten den Gästen. Am Spielfeldrand setzten sich die Diskussionen für weitere Minuten fort, ehe die Mannschaften in die Katakomben verschwanden.

Rassismus-Eklat in der Champions League: Schiedsrichter liefert Erklärung - Ex-Hoffenheimer wütet

Besonders der Ex-Hoffenheimer Demba Ba, der ebenfalls dunkelhäutig ist, debattierte mit Coltescu und legte für die Mikrofone gut hörbar seinen Standpunkt dar. Ba zufolge würden Schiedsrichter bei weißen Spieler nicht „der Weiße“ sagen, um diesen zu identifizieren. Der rumänische Schiedsrichter erklärte, dass das Wort „negru“ in seiner Landessprache „schwarz“ bedeute, was für die offenbar verletzten Basaksehir-Akteure jedoch nichts änderte.

Derzeit ist es äußerst fraglich, ob das noch Spiel fortgesetzt wird. Noch befinden sich die Teams in den Kabinen des Parc-de-Princes in der französischen Hauptstadt. Basaksehir postete nach dem Vorfall auf Twitter das Logo der UEFA-Kampagne „No to Racism - Respect“. (ajr)

Ohne Skandal ging die Europa-League-Gruppenphase zu Ende. Hier werden am 14. Dezember ab 13 Uhr die Zwischenrunden-Gegner von Bayer Leverkusen und der TSG Hoffenheim ausgelost.

Rubriklistenbild: © Franck Fife/AFP/dpa

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