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PSG-Fußballerin in Auto gezerrt und verprügelt: Neidische Mitspielerin soll hinter brutalem Angriff stecken

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Von: Marius Epp

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Eine PSG-Fußballerin wurde in ein Auto gezerrt und mit einer Eisenstange attackiert. Nun sitzt ihre Teamkollegin in Haft - sie soll hinter dem Angriff stecken.

Paris - Dass Neid zu Gewalt führen kann, ist nichts Neues. Trotzdem ruft ein Vorfall in der französischen Hauptstadt erst einmal Ungläubigkeit hervor.

Kheira Hamraoui, Spielerin von Paris St. Germain, wurde am 4. November Opfer eines tätlichen Angriffs. Die 31-Jährige soll in ein Auto gezerrt worden und mit einer Eisenstange verprügelt worden sein. Ihre Mitspielerin Aminata Diallo soll die Attacke in Auftrag gegeben haben - sie wurde nun von der Polizei in Untersuchungshaft genommen.

PSG-Kickerin soll Angriff auf Mitspielerin veranlasst haben - Polizei ermittelt

Das Tatmotiv laut der französischen Zeitung L‘Equipe: Konkurrenzneid. Diallo saß offenbar während des Angriffs am Steuer des Autos und soll ihre Mitspielerin in eine Falle gelockt haben. Die beiden spielen auf der gleichen Position. Ob Diallo wirklich hinter der Tat steckt, ermittelt die Polizei.

Dafür würde sprechen, dass die Angreifer es wohl gezielt auf die Beine der Fußballerin abgesehen hatten. Hamraoui wurde mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. PSG verurteilte die Gewalt „aufs Schärfste“ und kündigte an, die Behörden bei der Aufklärung des Falls zu unterstützen.

Aminata Diallo am Ball.
Aminata Diallo muss sich schwerer Vorwürfe erwehren. © Xavier Bonilla/imago

PSG-Spielerin in Untersuchungshaft: Wollte sie sich mit Attacke einen Stammplatz sichern?

Beim Sieg gegen Real Madrid in der Champions League stand Diallo in der Startelf, Hamraoui war dagegen „aus persönlichen Gründen“ nicht dabei. Im PSG-Mittelfeld lief auch die deutsche Nationalspielerin Sara Däbritz auf und traf zum 2:0. Wollte Diallo ihre Konkurrentin um jeden Preis ausstechen? Wenn die Ermittlungen entsprechendes ergeben, wird Diallo wohl kein Spiel mehr für ihre Mannschaft machen.

Eine offizielle Anklage gibt es noch nicht. Der Fall weckt unweigerlich die Erinnerungen an einen Skandal 1994: Die US-amerikanische Eiskunstläuferin Nancy Kerrigan wurde damals von einem Angreifer mit einer Metallstange am Knie verletzt. Den Angriff veranlasst hat Jeff Gillooly, der damalige Ehemann von Kerrigans schärfster Rivalin Tonya Harding. (epp/dpa)

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