ManCity-Star äußert sich

Rassismus-Debatte beim DFB? Gündogans Aussagen lassen aufhorchen

+
Ilkay Gündogan hat sich erstmals nach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft geäußert.

Ilkay Gündogan hat sich erstmals nach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft geäußert. Der City-Star spricht über die Rassismus-Diskussion und seine weitere Karriere in der DFB-Elf.

Manchester - Ilkay Gündogan will seine Laufbahn in der Nationalmannschaft fortsetzen. „Falls ich nominiert werden sollte, dann sehe ich keinen Grund, nicht weiterzumachen“, sagte der Mittelfeldspieler vom englischen Meister Manchester City in einem Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstag-Ausgaben). 

„Die WM war leider ein großer Misserfolg. Doch es geht für mich nicht allein um Wiedergutmachung: Ich bin nach wie vor stolz, für Deutschland aufzulaufen.“ Seit der WM hatte sich Gündogan nicht öffentlich geäußert.

Der gebürtige Gelsenkirchener hatte sich im Vorfeld der Fußball-WM zusammen mit Mesut Özil mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan fotografieren lassen. 

„Ich habe mein Leben lang fast ausschließlich gute Erfahrungen in Deutschland gemacht. Das will ich hier ganz klar sagen. Aber es gibt Leute, die das entstandene Foto für sich politisch genutzt haben. Und in diesem Zusammenhang wurde dann auch teilweise die Grenze zum Rassismus überschritten.“

Gündogan spricht über „Kanaken“ und „Kartoffeln“

Zur Berichterstattung des Magazins Der Spiegel, wonach es eine Gruppe im Nationalteam gegeben habe, die sich als „Kanaken“ bezeichnet habe, sagte der 27-Jährige: „Natürlich gab es hier oder da mal einige Witze über gewisse Instagram-Postings. Das war aber jederzeit immer nur als Spaß zu verstehen und hatte definitiv auch nichts mit Rassismus zu tun.“

Über Bundestrainer Löw äußerte sich Gündogan lobend: „Ich bin nach wie vor ein sehr großer Fan von Jogi Löw - nicht nur, was das Sportliche angeht. Das betrifft auch seinen Charakter, seine Führungsqualitäten und seine Menschlichkeit. Ich kann mir als Nationaltrainer momentan keinen Besseren vorstellen als ihn.“ 

Am Mittwoch benennt Bundestrainer Joachim Löw sein Aufgebot für die Länderspiele gegen Frankreich (3. September) und Peru (6. September).

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Jogi Löw: Romantisches Date inklusive Kuss in Berlin - sie ist wohl ein Tatort-Star
Jogi Löw: Romantisches Date inklusive Kuss in Berlin - sie ist wohl ein Tatort-Star
Live-Ticker: Irres Hoffenheim-Debüt bei Donezk - kalte Dusche kurz vor Schluss
Live-Ticker: Irres Hoffenheim-Debüt bei Donezk - kalte Dusche kurz vor Schluss
Boateng kritisiert DFB-Mitspieler wegen Mesut Özil - der antwortet mit rührendem Statement
Boateng kritisiert DFB-Mitspieler wegen Mesut Özil - der antwortet mit rührendem Statement
Champions League: So endete FC Liverpool gegen Paris Saint-Germain
Champions League: So endete FC Liverpool gegen Paris Saint-Germain

Kommentare