Coach offiziell vorgestellt

Jesse Marsch wird neuer Leipzig-Trainer - er kostet nur einen Bruchteil der Nagelsmann-Ablöse

Jesse Marsch wird neuer Trainer von RB Leipzig.
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Jesse Marsch wird neuer Trainer von RB Leipzig.

RB Leipzig hat den Nachfolger von Julian Nagelsmann offiziell bestätigt. Jesse Marsch kommt von Schwesterklub Salzburg und kommt Leipzig vergleichsweise günstig.

Update vom 29. April, 10.25 Uhr: Die offizielle Bestätigung ist da - Jesse Marsch wird neuer Trainer von RB Leipzig. Das gab der Verein am Donnerstag bekannt.

Der Mann aus den USA ist ein Kind des Red-Bull-Imperiums. Nach dreieinhalb Jahren bei den New York Red Bulls wechselte er nach Leipzig, wo er als Co-Trainer von Ralf Rangnick Erfahrungen sammelte. Danach übernahm er Salzburg, wurde dort Meister und Pokalsieger und zog in die Champions League ein.

„Mit Jesse Marsch konnten wir unseren Wunschkandidaten als neuen Cheftrainer verpflichten und die wichtigste Position im sportlichen Bereich bei RB Leipzig schnell mit einem Top-Trainer nachbesetzen“, sagt RB-Boss Oliver Mintzlaff.

Marsch kostet nur einen Bruchteil der Nagelsmann-Ablöse: Nach Informationen von Sky wandern zwei Millionen Euro auf das Salzburger Konto.

Am Freitag trifft Julian Nagelsmann mit Leipzig im ersten Spiel nach der Verkündung seines Wechsels zu den Bayern auf Werder Bremen. Wir begleiten das Pokal-Halbfinale im Live-Ticker.

Jesse Marsch soll kurz vor der Unterschrift bei RB Leipzig stehen

Update vom 28. April, 11.04 Uhr: RB Leipzig verschwendet keine Zeit! Bereits einen Tag nach dem offiziellen Abgang von Julian Nagelsmann steht schon ein Nachfolger bereit. Laut Informationen des Kicker ist die Wahl wie erwartet auf Jesse Marsch von Schwesterklub RB Salzburg gefallen.

Dem Bericht zufolge seien sich die Sachsen mit dem US-Amerikaner einig, die Klubs müssten sich noch auf eine Ablöse verständigen. Marsch hatte Medienberichten zufolge auch Angebote von Tottenham Hotspur und Eintracht Frankfurt.

RB Leipzig: Wer wird Nagelsmann-Nachfolger?

Erstmeldung vom 27. April: Leipzig - Dass der Karriereweg von Julian Nagelsmann irgendwann nach München führen wird, war den meisten klar. Dass es so schnell ging, ist dann doch überraschend. Der RB-Coach unterschreibt für fünf Jahre beim FC Bayern, wie die Vereine am Dienstag verkündeten.

„Ich werde RB schweren Herzens verlassen. Leipzig ist etwas Besonderes - und dennoch werde ich gehen. Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass mich der Trainerposten beim FC Bayern München reizt“, lässt sich Nagelsmann in einer Pressemitteilung zitieren.

Julian Nagelsmann wechselt zum FC Bayern - Marsch neuer Leipzig-Coach?

Der 33-Jährige wird Nachfolger von Erfolgstrainer Hansi Flick, der sich mit emotionalen Worten von der Bayern-Familie verabschiedete. Nun ist der Trainerposten von RB Leipzig frei - nimmt man die letzten beiden Jahre, sind die Sachsen immerhin der zweitbeste Verein Deutschlands. Nicht viele Trainer würden das Angebot ablehnen, dennoch läuft vieles auf einen Kandidaten hinaus: Jesse Marsch von Schwesterverein RB Salzburg.

Video: FC Bayern verpflichtet Nagelsmann

Der US-Amerikaner leistet seit zweieinhalb Jahren ausgezeichnete Arbeit in der Mozartstadt, 2018 bis 2019 saß er sogar schon als Co-Trainer unter Ralf Rangnick auf der Leipziger Bank. Angesprochen auf den Job beim Bundesligisten reagiert er alles andere als abgeneigt: „Wenn ich die Möglichkeit habe, in Leipzig Trainer zu werden, dann wäre das natürlich super für mich“, sagte er.

Fällt RB Leipzig auseinander? Nagelsmann, Krösche und Upamecano schon weg

In jeder Hinsicht ist Marsch die logische Nachfolge-Lösung für RB - und der Deal könnte auch schon bald zustande kommen. Doch Marsch dürfte nicht der einzige Kandidat sein. „Das, was Julian aufgebaut hat, wird fortgesetzt. Es gibt eine Shortlist von drei Kandidaten. Es ist nichts unterschrieben mit Jesse Marsch, das kann ich sagen. Wir setzen uns jetzt mit den drei Kandidaten, die wir haben, auseinander“, verriet Geschäftsführer Oliver Mintzlaff auf der eigens einberufenen Pressekonferenz am Dienstag.

Er hat einiges zu tun - denn in Leipzig steht ein großer Umbruch an. Trainer Nagelsmann, Sportdirektor Michael Krösche und nicht zuletzt wichtige Spieler wie Dayot Upamecano (wechselt zum FC Bayern) und Ibrahima Konaté (steht vor dem Wechsel zum FC Liverpool) verlassen den Klub.

Nagelsmann könnte sich allerdings mit einem Titel verabschieden: Im DFB-Pokal-Halbfinale treffen die Bullen auf Werder Bremen. Nachdem der FC Bayern schon ausgeschieden ist, ist die Chance auf den Sieg so groß wie selten. (epp)

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