Später Gegentreffer

RB Leipzig patzt in der Bundesliga - Nur 2:2 gegen Mainz

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Leipzigs Yussuf Poulsen (l) im Duell mit dem Mainzer Jean-Philippe Gbamin. Foto: Jan Woitas

RB Leipzig und die Standards: Das passt derzeit gar nicht. Auch gegen stark kämpfende Mainzer lassen die Sachsen Punkte liegen, weil sie bei Standards schlecht aussehen. Wegen des Videoassistenten gab es auch Diskussionen.

Leipzig (dpa) - RB Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl war richtig angefressen. Weil allen Hinweisen und Warnungen zum Trotz erneut eine Standardsituation spielentscheidend war und sich RB zu Hause gegen den FSV Mainz 05 statt mit dem fünften Heimsieg mit einem 2:2 (2:1) zufrieden geben musste.

"Wir haben es uns selbst zuzuschreiben, haben wieder nicht gut verteidigt. Wir haben schon einige Punkte deswegen in diesem Jahr liegen gelassen, und dieses Mal waren es zwei", monierte der Österreicher.

Drei Tage nach dem Aus in der Champions League zeigte sich gegen stark kämpfende Mainzer auch der Kräfteverschleiß angesichts der Doppelbelastung mit Königsklasse und Fußball-Bundesliga. So wuchs der Rückstand auf Spitzenreiter FC Bayern München auf acht Zähler. "Wir waren alles andere als dominant, aber das war nach der schweren Woche auch nicht anders zu erwarten", sagte Hasenhüttl.

Vor 32 817 Zuschauern in der Red Bull Arena trafen Kevin Kampl (29. Minute) mit seinem ersten Saisontor und Nationalstürmer Timo Werner (45.+2) für die Sachsen. Robin Quaison (39.) und Emil Berggreen (87.) sorgten für den wichtigen Punktgewinn der Mainzer im Abstiegskampf. "Wir haben einen großartige Mentalität und Widerstandsfähigkeit gezeigt. Ich bin sehr zufrieden, dass wir mit dem Punkt, aus unserer Sicht hochverdienten Punkt, belohnt wurden", sagte Schwarz.

Gleich dreimal kam der Videoassistent zum Einsatz: Vor Quaisons und Werners Tor. In der 88. Minute entschieden die Assistenten nach einem Foul an Werner nicht auf Elfmeter und bestätigten damit die Entscheidung von Referee Patrick Ittrich, der in der 74. Minute Schwarz auf die Tribüne schickte. "Er trifft mich, es ist ein klarer Elfmeter", sagte Werner, dessen rechter Schuh kaputt war. Der Referee vergewisserte sich - anders als zuvor - nicht noch mal am Videomonitor. "Das wäre zwingend notwendig gewesen", haderte Hasenhüttl.

Für ihn war das wie auch die Situation vor dem 1:1 eine Fehlentscheidung. Nach einem Foul an Gerrit Holtmann ließ Ittrich zunächst weiterlaufen. Nach Rücksprache mit dem Videoassistenten entschied er aber auf Freistoß direkt an der Strafraumgrenze. Den Freistoß von Daniel Brosinski kratzte RB-Keeper Peter Gulacsi mit einer Glanzparade noch aus dem rechten oberen Eck - aber Quaison staubte ab. "Wenn er nicht Elfmeter pfeift, und das war es ja auch nicht, dann muss er Einwurf pfeifen und darf nicht so eingreifen. Das wurde uns vor der Saison so erklärt", sagte Hasenhüttl.

Der Coach veränderte nach dem Aus in der Champions League gegen Besiktas Istanbul seine Startelf auf vier Positionen. Neben den verletzt fehlenden Emil Forsberg und Marcel Sabitzer saßen zunächst auch die angeschlagenen Naby Keita und Bruma auf der Bank.

Die personellen Veränderungen sorgten dafür, dass die Gastgeber nach zähen Beginn zunächst nicht in ihr schnelles Pressingspiel kamen. Die Mainzer hielten dagegen, hatten erste Chancen. Nach und nach übernahm Leipzig aber die Kontrolle und ließ Mainz nur gelegentlich Raum für Entlastung. Zwar scheiterten Yussuf Poulsen (13.) und Werner (19./28.) noch, aber dann traf Kampl nach einem tollen Hackentrick von Poulsen und Flanke von Demme sehenswert per Direktabnahme.

Kurz vor der Pause gab es erneut Aufregung auf dem Platz. Nach einem Foul an Demme entschied Ittrich auf Strafstoß - der Videoassistent schaltete sich ein und bestätigte seine richtige Entscheidung. Werner vollendete mit einem straffen Schuss. Nach der Pause fehlte bei RB-Spiel die Struktur und Zielstrebigkeit. Vielmehr kam Mainz zu guten Chancen und sicherte sich den verdienten Punkt.

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