Einem Verein droht der Ausverkauf 

Real, Juve, Bayern: Das sind die Transferpläne der Top-Klubs

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Bald könnten wesentlich jüngere Kicker für im Real-Trikot jubeln.

Es brodelt in der Transferküche Europas. Das Geld sitzt bei den Spitzenklubs so locker wie noch nie! Hier ein Überblick zur aktuellen Lage bei den Top-Vereinen. 

München - Die Top-Klubs Europas sind wieder im Transfer-Rausch. Täglich machen neue Transfergerüchte die Runde und so langsam verliert man den Überblick. Deshalb zeigen wir Ihnen, wo die aktuellen Baustellen der europäischen Spitzenvereine liegen: 

Spanien

Real Madrid 

Laut Sky Sport News soll Real Madrid es auf Jérôme Boateng (28) abgesehen haben. Real-Trainer Zinédine Zidane sucht dringend einen Ersatz für Innenverteidiger Pepe (34), der Real aller Voraussicht nach im Sommer verlassen wird. Boateng wäre der ideale Nachfolger für den portugiesischen Verteidiger, allerdings wird sich der spanische Meister wohl nach einem anderen Verteidiger umschauen müssen - der FC Bayern erklärte den Weltmeister nämlich für unverkäuflich. Für die kommende Saison plant Real Madrid, ähnlich wie der FC Bayern, seinen Kader zu verjüngen. Laut dem Fußballmagazin Don Balon könnte Luka Modric den Verein bald verlassen, dafür könnte Real Marco Verratti von Paris St. Germain verpflichten. Die Verpflichtung von Verteidiger Theo Fernandez (von Atletico Madrid derzeit an Alaves verliehen) ist so gut wie sicher. Es gilt jedenfalls als wahrscheinlich, dass Präsident Florentino Perez in diesem Sommer mindestens einen „galaktischen“ Transfer vollziehen wird. Prominentester Name, der hier neben Boateng und Verratti kursiert: Stürmer-Talent Kylian Mbappé (AS Monaco). Als sehr wahrscheinlich gilt der Abschied von James Rodriguez in Richtung Manchester United. Auch auf der Torhüter-Position ist ein Neuzugang geplant: David de Gea (ManU) und Thibaut Courtois (Chelsea) sind die Namen, die am häufigsten genannt werden. 

Bald könnten wesentlich jüngere Kicker für im Real-Trikot jubeln.

FC Barcelona 

Die Katalanen wollen den künftigen Kader in die Breite verstärken, um im Spiel mehr rotieren zu können. Dafür sollen im Sommer fünf bis sechs neue Spieler verpflichtet werden, berichtet Marca. Doch die Problemzone Barcas lag diese Saison klar in der Defensive. Eigentlich galt Theo Hernandez (Atlético Madrid) als Top-Favorit für einen Wechsel nach Barcelona, doch der entschied sich angeblich für den Rivalen Real Madrid. Deshalb sollen jetzt Marquinhos (Paris SG), Inigo Martinez (Real Sociedad) und Davinson Sanchez (Ajax Amsterdam) ganz oben auf der Wunschliste stehen. Transfergerüchten zufolge, dass Barca-Star Neymar die Katalanen wegen eines Streits mit dem derzeitigen Co-Trainer Unzué verlassen könnte, widerlegte der Brasilianer laut Mundo Deportivo. Zuletzt kursiertenGerüchte über einen möglichen Wechsel von Liverpool-Star Philippe Coutinho zu den Katalanen

Neymar drohte nach einem Clinch Co-Trainer Juan Carlos Unzue Barcelona zu verlassen. 

Atlético Madrid

Durch die großen Investitionen der „Rojiblancos“ zu Beginn dieser Saison machte sich das Team von Diego Simeone Hoffnung auf den Titel in der spanischen La Liga. Doch die Mannschaft fand trotz Champions-League-Halbfinale nicht so recht zusammen und verabschiedete sich früh aus dem Meisterrennen. Atlético könnte sich nun bei einem Verkauf von Antoine Griezmann an Manchester United auf eine gewaltige Finanzspritze freuen. Damit würde Tainer Diego Simeone über ein enormes Budget verfügen, um einen Top-Kader für die kommende Saison zusammen zu stellen. Eine sinnvolle Verstärkung wäre ein neuer Rechtsverteidiger, da Sime Vrsaljko nicht überzeugen konnte. Trotz vieler Gerüchte bestätigte Trainer Diego Simeone nach dem letzten Saisonspiel, dass er die Hauptstädter auch in der kommenden Saison trainieren werde.

Jose Mourinho ist bereit eine Mega-Summe für den Franzosen zu zahlen.

England

FC Chelsea 

Von den großen sechs Vereinen war Chelsea als einzige englische Mannschaft in dieser Saison in keinem internationalen Wettbewerb vertreten. Somit konnte sich Trainer Antonio Conte völlig auf die Premier League konzentrieren - mit Erfolg. Die Londoner feierten frühzeitig ihre sechste Meisterschaft. Wie die Sun berichtet, wollen die „Blues“ nun auf große Einkaufstour gehen. Klub-Eigentümer Roman Abramowitsch will dafür 200 Millionen Pfund zur Verfügung stellen. Laut Telegraph soll bereits ein 50-Millionen-Angebot für Tiemoue Bakayoko (AS Monaco) auf dem Tisch liegen. Als heiße Kandidaten sollen laut T he Guardian David Alaba vom FC Bayern und Alex Sandro von Juventus Turin gehandelt werden. Zudem versuchen die „Blues“ Marco Veratti (PSG) an die Stamford Bridge zu holen, laut Sun Sport s oll ein Angebot von 55 Millionen Pfund vorliegen. Der Wechsel von Stürmer-Star Diego Costa nach China soll offenbar vor dem Abschluss stehen. Sicher ist, dass Chelsea-Legende John Terry den Klub verlassen wird, seine Zukunft ist allerdings noch unklar. Zudem könnte Tormann Thibaut Courtois im Sommer zu Real Madrid wechseln, berichtet The Sun.

FC Chelsea wird zum sechsten Mal englischer Fußballmeister. 

FC Arsenal 

Eigentlich haben viele Experten mit einem Abgang von Trainer Arsene Wenger gerechnet, aber der plant trotz der so enttäuschenden Saison, die im spektakulären Achtelfinal-Aus in der Champions League gegen den FC Bayern gipfelte (zwei Mal 1:5), offenbar schon fleißig für die kommende Saison - angeblich ohne Mesut Özil und Alexis Sanchez, letzterer wird beim FC Bayern gehandelt. Laut Daily Mail soll im Sommer ein Umbruch bei den Gunners stattfinden. Ganze 115 Millionen Euro wollen die Klub-Verantwortlichen für neue Spieler bereitstellen. Wenger soll dabei ein Auge auf Reals Karim Benzema (Real Madrid), Shooting-Star Kylian Mbappé (AS Monaco) und Virgil van Dijk (Southampton) geworfen haben. Allerdings müssen die Londoner auf Einnahmen aus der Champions League verzichten: Erstmals seit 19 Jahren qualifizierte sich der Klub nicht für die europäische Königsklasse. Laut neuesten Meldungen des britischen TV-Senders Sky Sport News, wechselt demnächstSchalkes Linksverteidiger Sead Kolasinac zu Arsenal

Die Zukunft von Trainer Arsene Wenger beim FC Arsenal ist weiterhin ungewiss.

Manchester City 

Den englischen Medienberichten zufolge, ist Manchester City eine Komplett-Baustelle. Während Offensiv-Stars wie Kevin de Bruyne, David Silva, Leroy Sane oder Sergio Aguero die Saison über gute Leistungen gebracht haben, stellte sich insbesondere die Abwehr als Problem heraus. Laut Tuttosport soll Trainer Pep Guardiola am Juve-Star Alex Sandro dran sein. Der Linksverteidiger würde City rund 70 Millionen Euro kosten. Zuletzt machte Guardiola mit der Aussage „Bei Bayern wäre ich entlassen worden“ Schlagzeilen in der Presse. Zu erwarten ist jedenfalls, dass bei den Citizens ein großer Umbruch stattfinden wird. Zuletzt machten Spekulationen die Runde, dass der FC Bayern an Mittelfeldmann Yaya Toure dran sein könnte. 

Pep Guardiola ist in seinem ersten Jahr bei Manchester City ohne Titel geblieben.

Manchester United 

Manchester United hat mit nur 54 Toren in der Premier League die schlechteste Offensiv-Statistik der englischen Top-Sechs-Teams. Laut der Sun will Trainer José Mourinho abhelfen und den französischen Top-Stürmer Antoine Griezmann von Atlético Madrid verpflichten. Falls aus dem Transfer nichts wird, stehen noch Monaco-Star Bernardo Silva und Reals Edelreservist James Rodriguez auf dem Plan der „Red Devils“. Ähnlich wie Lokalrivale City wird ManU jedenfalls in großem Stil einkaufen, davon ist auszugehen. Torwart  David de Gea könnte es laut Daily Mail nach Spanien zu Real Madrid ziehen. Ihm könnte der Däne Kasper Schmeichel von Leicester City nachfolgen, an dem aber auch Pep Guardiola mit Manchester City dran sein soll.   

José Mourinho darf bis zu 200 Millionen Pfund in Neuzugänge investieren. 

FC Liverpool 

Einen neuen Torwart soll Jürgen Klopp für die kommende Saison verpflichten wollen, schreibt Daily Mail. Klopp will sich aber auf dem Transfermarkt zurückhalten und auf intensives Training setzen. Dennoch soll der Liverpool-Coach auf der Suche nach einem neuen Mann für das Abwehrzentrum sein. Im Gespräch sind laut Mirror Wolfsburgs-Verteidiger Ricardo Rodriguez und Southamptons Virgil van Dijk. Dass der Klub von der Merseyside sich den Quali-Platz für die Champions League gesichert hat, dürfte die Suche nach Neuzugängen erleichtern. Klopp hofft, Tiemoue Bakayoko vom AS Monaco nach Liverpool zu holen, allerdings soll auch ein Angebot vom FC Chelsea für den Franzosen vorliegen. 

Jürgen Klopp setzt auf Training statt auf Neuzugänge. 

Tottenham Hotspur 

Tottenham spielt dieses Jahr eine herausragende Saison und hatte vor wenigen Wochen noch Chancen auf den Titel. Trainer Mauricio Pochettino hat mit Erfolg auf einen ausgewogenen und breiten Kader gesetzt. Allerdings droht Tottenham der Verlust der wichtigsten Spieler, wie nach jeder erfolgreichen Saison. Die Spurs mussten in der Vergangenheit immer wieder Leistungsträger wie Gareth Bale, Luka Modric oder Michael Carrick an die Konkurrenz abgeben. Jetzt sollen auch Angebote für Dele Alli und Harry Kane vorliegen, die der Verein schwer halten kann. Laut Sun wollten die Spurs 14 Millionen für den 17-Jährigen Ryan Sessegnon vom FC Fulham hinblättern, der auch auf dem Wunschzettel von Liverpool und Manchester City stehen soll. 

Die Spurs können sich schon mal auf die Champions League vorbereiten. 

Deutschland

FC Bayern München 

National konnte dem FC Bayern München auch diese Saison keiner so recht das Wasser reichen, international sieht es dagegen schwammig aus. Jetzt wollen die Bayern in der kommenden Transferperiode auf Angriff setzten und neue Stars verpflichten. Zumal mit Kapitän Philipp Lahm und Mittelfeld-Star Xabi Alonso zwei Stammkräfte in Fußball-Rente gehen. Bedarf besteht vor allem auf den Flügeln, wo es keinen adäquaten Ersatz für Robben und Ribéry gibt. Als Neuzugänge stehen bislang Niklas Süle und Sebastian Rudy aus Hoffenheim fest). Einen Überblick mit allen Transfergerüchten rund um den FC Bayern gibt es hier.

Der FC Bayern München plant den Kader für die kommende Saison zu verjüngen. 

Borussia Dortmund 

In Dortmund sorgt gerade die angebliche Verpflichtung von Trainer Lucien Favre für große Verwirrung. Der Schweizer soll sich laut Ruhr Nachrichten mit Borussia Dortmund schon einig sein, obwohl eine Trennung von Thomas Tuchel noch nicht feststeht. Wie Der Westen schreibt, soll auch Niko Kovac ein Kandidat für die Tuchel-Nachfolge sein. Abseits der Trainer-Frage versucht der BVB zurzeit, ausnahmsweise mal nicht alle Stars an die großen Klubs zu verlieren, so wie es in den vergangenen Jahren der Fall war. Wahrscheinlich müssen sich die Dortmunder im Sommer auf einen Abgang von Matthias Ginter (Hoffenheim) und Pierre-Emerick Aubameyang vorbereiten. Bislang hat Borussia Dortmund nur Ömer Toprak von Bayer Leverkusen und Mahmoud Dahoud von Borussia Mönchengladbach verpflichtet.

Für 50 Millionen Euro soll Pierre-Emerick Aubameyang nach Paris wechseln. 

Italien

Juventus Turin 

Als italienischer Meister und Pokalsieger sollte der Bedarf bei Champions-League-Finalist Juventus Turin eigentlich klein sein, doch die Italiener planen wieder teure Neuverpflichtungen. Wie die spanische Zeitung Marca berichtet, soll der Champions-League-Finalist an Barcelonas Rafinha dran sein. „Juve“ will den Mittelfeldspieler demnach für 25 Millionen Euro verpflichten. Ein Transfer ist bislang schon fix: Medhi Benatia wird ab Sommer weiterhin das Trikot von Juventus tragen. Die „Alte Dame“ hat die Vertragsoption gezogen und den vom FC Bayern ausgeliehenen Verteidiger fest verpflichtet. 

Juventus Turin ist diese Saison auf dem besten Weg zum Triple. 

SSC Neapel 

Beim SSC Neapel ist die Zukunft von Dries Mertens immer wieder ein Thema. Laut Sun sollen Manchester United und Inter Mailand am Belgier dran sein. Napoli-Präsident Aurelio de Laurentiis geht aber davon aus, dass Mertens seinen noch bis 2018 laufenden Vertrag verlängern wird. Gerüchten zufolge könnte Napoli-Star Lorenzo Insigne zum FC Bayern München wechseln, schreibt Il Mattino. Im Mittelfeld des SSC tummeln sich aber auch andere bekannte Namen wie José Callejón und Marek Hamsik. Die beiden stehen auf dem Wunschzettel vieler europäischer Klubs. 

Napoli spielt auch nächste Saison wieder in der Königsklasse. 

AS Rom 

Bei der Roma beendet Francesco Totti seine beeindruckende Karriere zum Saisonende. Direkt im Anschluss wechselt er ins Management seines Herzensvereins. Mit der Roma hat er zuvor das klare Saisonziel erreicht: die Champions-League-Teilnahme. Laut einem Bericht des Corriere dello Sport soll der AS Rom an Jerome Boateng dran sein. Der vom FC Sevilla verpflichtete Sportdirektor Monchi, der in Spanien mehrmals das Gesicht des andalusischen Vereins erfolgreich veränderte und großen Anteil an den Europa-League-Erfolgen zwischen 2014 und 2016 hatte, hat jedenfalls jede Menge Arbeit vor sich. Auf Grund seiner früheren Transfererfolge darf man die Personalrochaden in der italienischen Hauptstadt mit Spannung erwarten.

Der 40 Jahre alte Kapitän des AS Rom blickt auf eine legendäre Karriere zurück.

Frankreich

Paris Saint-Germain 

Rang zwei in der französischen Liga ist deutlich weniger, als sich Paris Saint-Germain zu Beginn der Saison erhofft hatte, zumal man in den Jahren zuvor stets Meister wurde. Auch das spektakuläre Aus im Champions-League-Achtelfinale gegen Barcelona (1:6 im Rückspiel nach 4:0 im Hinspiel) Trainer Unai Emery genießt dennoch die volle Rückendeckung der Verantwortlichen. Laut der Sun stehtEx-Bundesliga-Profi Ivan Perisic auf der Wunschliste der Pariser. Der Inter-Star soll die Offensive um Edinson Cavani verstärken, allerdings soll auch Manchester United am Kroaten dran sein. Spekulationen zu Folge, ist Paris an Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang dran, berichtet die Bild. Aubameyang hat sich allerdings noch nicht zu den Transfergerüchten geäußert, kündigte jedoch an, das Gespräch mit den BVB-Bossen zu suchen. 

Auf dem Wunschzettel von Paris Saint-Germain stehen wieder bekannte Stars.  

AS Monaco 

Der temporeiche Angriffsfußball des AS Monaco sorgte in ganz Europa für Staunen. Erstmals seit 2012 ist der Klub des Fürstentums wieder Meister in Frankreich. Auch in der Champions League ballerten sich die Monegassen bis in das Halbfinale. Jetzt droht dem Verein ein Transferangriff von außen. Allen voran wird das Mega-Talent Kylian Mbappé von den Top-Klubs umworben. Laut Marca soll auchReal Madrid am Stürmer interessiert sein. Doch Monaco will das Sturm-Talent angeblich nicht unter 110 Millionen Euro gehen lassen, schreibt die Bild. Andere Spieler, die in den Fokus der europäischen Großklubs geraten sind, sindBernardo Silva, Benjamin Mendy, Fabinho, Tiemoue Bakayoko, Thomas Lemar und Djibril Sidibe. Für die Monegassen wird es schwierig, den Kader weitgehend zusammenzuhalten.

AS Monaco wird diese Saison zum achten Mal französischer Meister.

Marko Orlovic

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