„Ich spiele Fußball, seit ich denken kann“

Cristiano Ronaldo der reichste Fußballer der Welt? Von wegen! Ein No-Name hat mehr Geld

Frankreichs Nationalspieler Lucas Hernandez im Zweikampf mit Portugal-Idol Cristiano Ronaldo.
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Bayern-Star Lucas Hernandez (l.) gegen Cristiano Ronaldo.

Lionel Messi, Cristiano Ronaldo und Neymar gehören zu den reichsten Fußballern der Welt - doch mit einem Exoten können sie nicht mithalten.

München - Lionel Messi soll angeblich 4,40 Euro pro Sekunde beim FC Barcelona verdienen. Die spanische Zeitung El Mundo veröffentlichte vor kurzem das absurde Mega-Gehalt des Ausnahmekönners. Seinen Klub Barcelona plagen seit Jahren horrende Schulden, auch der FC Bayern soll noch auf ausstehende Ablösesummen aus Katalonien warten.

Auch Superstars wie Cristiano Ronaldo von Juventus Turin oder Neymar von Paris Saint-Germain streichen Millionen-Gehälter ein. Doch weder Messi, noch Ronaldo oder Neymar sind die reichsten Fußballer dieses Planeten.

Reichster Fußballer der Welt: Bolkiah sticht Messi und Ronaldo aus

Kurioserweise liegt ein 22-Jähriger US-Amerikaner mit einem Marktwert von 200.000 Euro einsam an der Spitze der reichsten Fußballer. Faiq Bolkiah wurde in Los Angeles geboren und wartet noch sehnsüchtig auf seinen ersten Profieinsatz. Der talentierte Außenbahnspieler durchlief die Jugend der Premier-League-Klubs Southampton, Chelsea und Leicester. Bei den Foxes spielte er sogar in der UEFA Youth League, der Champions League für den Nachwuchs. Seit dieser Saison kickt Bolkiah für den portugiesischen Erstligisten Maritimo, wartet aber noch auf seinen Durchbruch.

Bolkiahs Reichtum ist also nicht auf seine erfolgreiche Fußballer-Karriere zurückzuführen. Faiq ist der Sohn des Prinzen von Brunei, Jefri, und der Neffe von Sultan Hassan Bolkiah. Bei Letzterem wird das Privatvermögen auf 20 Milliarden Dollar geschätzt, Vater Jefri soll rund zehn Milliarden Dollar schwer sein. Brunei, nördlich von Malaysia gelegen, profitiert von seinem enormen Erdölvorkommen und der Förderung des Rohstoffes.

Sultan Hassan ließ 1996 kurzerhand Michael Jackson für ein Konzert anlässlich seines 50. Geburtstages einfliegen, zahlte für den Auftritt des King of Pop zwölfeinhalb Millionen Dollar. Ein Stadion, in dem 60.000 Menschen Platz finden, „spendierte“ er der Hauptstadt Bandar Seri Begawan eigens für den Auftritt Jacksons noch obendrauf.

Faiq Bolkiah: Traum vom Profifußball lebt

Trotz dieser schwindelerregenden Summen hat Faiq Bolkiah seinen Traum vom Profifußball nie aufgegeben. „Ich spiele Fußball, seit ich denken kann. Es hat mir immer Spaß gemacht, auf dem Platz zu sein.“ Einem Teamkollegen in Leicester sagte der Kapitän der Nationalmannschaft Bruneis einmal: „All meine Brüder sitzen zu Hause und machen nichts. Ich will wirklich etwas tun und nicht so sein wie sie.“ (ck)

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