Rettig: Mit Gerd Müller gegen den Chancentod

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Sascha Mölders ist am Samstag von den Fans ausgepfiffen worden

München - Für die Fans des FC Augsburg ist Sascha Mölders, der erste Bundesliga-Held des Vereins, mittlerweile der Buhmann. Die Vereinsverantwortlichen helfen mit Körperwärme und DVDs.  

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Sascha Mölders war der erste Bundesliga-Held des FC Augsburg. Mit drei Toren in den ersten beiden Partien der Hinrunde avancierte er auf Anhieb zum Star des Aufsteigers. 17 Spiele, also genau eine Halbserie später, ist er der Buhmann. Der Stürmer hat seit seinem Blitzstart nur noch ein weiteres Tor geschossen, dafür aber als einzige Sturmspitze zahlreiche Großchancen vergeben.

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Im Kellerduell des 19. Spieltags trennten sich der FC Augsburg und der 1. FC Kaiserslautern 2:2 (1:1). Für die Augsburger trafen de Jong und Hain, für Lautern war Dick zweimal erfolgreich. © getty
Im Kellerduell des 19. Spieltags trennten sich der FC Augsburg und der 1. FC Kaiserslautern 2:2 (1:1). Für die Augsburger trafen de Jong und Hain, für Lautern war Dick zweimal erfolgreich. © getty
Im Kellerduell des 19. Spieltags trennten sich der FC Augsburg und der 1. FC Kaiserslautern 2:2 (1:1). Für die Augsburger trafen de Jong und Hain, für Lautern war Dick zweimal erfolgreich. © getty
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Am Samstag gegen den 1. FC Kaiserlautern ließ er zwei weitere Hundertprozentige liegen. Dann nahm ihn Trainer Jos Luhukay in der 65. Minute vom Rasen. Die mehr als 30.000 Zuschauer in der SGL arena verabschiedeten ihren einstigen Helden mit einem fiesen Pfeifkonzert.

20 Sekunden später traf der eingewechselte Stephan Hain zum 2:2-Endstand. Mölders stand bedröppelt an der Seitenlinie, aber seine Mitspieler und Manager Andreas Rettig banden den glücklosen Stürmer in den Torjubel ein. "Wie die Mannschaft damit umgeht, das ist total positiv. Hier wird keiner an den Pranger gestellt. Ich habe ganz bewusst die Nähe zu Sascha gesucht, um das zu zeigen", erklärt Rettig die Körperwärme für den Spieler. Während Mölders nach dem Spiel die Aussage verweigerte, schlugen seine Mitspieler alle in die gleiche Kerbe: Er habe die Tormöglichkeiten schließlich nicht absichtlich liegen lassen.

Trainer Jos Luhukay sprach dafür Klartext: "Solche Chancen darf man auf diesem Niveau nicht vergeben." Damit meinte er aber nicht nur Mölders, sondern auch Marcel Ndjeng und Tobias Werner, die weitere Hochkaräter ausgelassen hatten.

Doch Mölders hatte nicht nur im Sturm gepatzt. Auch bei den beiden Gegentoren nach Standards machte er keine glückliche Figur. Beim 1:1 besiegte ihn Torschütze Florian Dick im Kopfballduell, beim 1:2 konnte er den entscheidenden Querpass zu Dick nicht unterbinden. Luhukay sagte zur Zuteilung bei den Standards nur: "Ich möchte gar keine Namen nennen. Sonst wird das noch bitterer."

Bestrafen wollte er Mölders mit der Auswechslung keinesfalls, dagegen wehrt sich der Niederländer strikt: "Das geht mir zu weit", polterte er. Es war wohl eher eine Schutzmaßnahme. Vor der nächsten Herausforderung gegen TSG 1899 Hoffenheim will Luhukay Aufbauarbeit leisten. "Wir werden versuchen, ihm in den nächsten Tagen zu helfen, durch Sprechen und indem wir ihn respektieren. Er ist Teil der Mannschaft. Er hat einen sehr positiven Charakter."

Rettig konnte da schon wieder über die Unzulänglichkeiten vor dem gegnerischen Tor schmunzeln. Für Werner, der in der inoffiziellen Statistik der ausgelassenen Großchancen ganz weit vorne liegt, hat er Hilfe: "Ich werde Werner demnächst eine DVD von Gerd Müller schenken", scherzt Rettig. Vielleicht bestellt er gleich ein paar Exemplare mehr.

Tobias Kimmel

 

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