Bundesliga bald von Februar bis November?

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Spielt die Bundesliga bald den Sommer durch?

Berlin - Der Weltfußball steht möglicherweise vor einer Spielkalender-Revolution, die auch die Bundesliga betrifft.

FIFA-Boss Joseph S. Blatter und UEFA-Präsident Michel Platini planen eine Umstellung des internationalen Spielplans mit weitreichenden Folgen für Vereine und Nationalmannschaften, die terminlich künftig strikt voneinander getrennt werden sollen. Das berichtete die Sport-Bild unter Bezugnahme auf ein von Platini entworfenes Modell.

Demnach soll im Klub-Fußball nicht mehr von August bis Mai, sondern von Februar bis November durchgespielt werden. Eine WM oder EM würde gleich zu Beginn des Jahres im Februar/März statt wie bisher im Sommer ausgetragen. Die sieben Monate danach sollen komplett für den Vereinsfußball reserviert sein. Der deutsche Meister zum Beispiel würde nicht mehr im Mai, sondern im Oktober gekürt werden.

Ab November sind wieder die Nationalmannschaften an der Reihe, die dann sechs Wochen lang Qualifikationsbegegnungen oder Testspiele bestreiten könnten. Ihren vierwöchigen Urlaub erhalten die Spieler Ende Dezember und Anfang Januar. Danach beginnt eine einmonatige Vorbereitung der Nationalteams auf das nächste Turnier.

"Alle schrecklich außer Marcel Reif": Die beliebtesten Fußball-Meinungen

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In der Bundesliga finde ich Bayern München scheiße, aber in der Champions League halte ich schon zu ihnen. © Getty
Ich finde den Van Gaal merkwürdig, aber er kann die Spieler offenbar erreichen. © Getty
Die Stimmung im Olympiastadion in München war ja nie besonders, aber architektonisch ist es das schönste Stadion. © Getty
Ich finde den SC Freiburg irgendwie sympathisch. © Getty
Ich finde den FC St. Pauli irgendwie sympathisch. © Getty
Ich finde den FSV Mainz irgendwie sympathisch. © Getty
VIP-Lounges in der Bundesliga – das hat doch mit Fußball nichts mehr zu tun. © Getty
Diese Interviews direkt nach einem Fußballspiel – mir tun die Spieler immer leid. © Getty
Hertha BSC ist mir zu prollig. © Getty
FC-Bayern-Fans wollen immer zu den Gewinnern gehören. © Getty
In Hamburg sind die Erwartungen an die Mannschaft so groß wie sonst nirgendwo. © Getty
In Köln sind die Erwartungen an die Mannschaft so groß wie sonst nirgendwo. © Getty
In Berlin sind die Erwartungen an die Mannschaft so groß wie sonst nirgendwo. © Getty
Werder Bremen fährt einen ruhigen Kurs – aber die können sich das auch erlauben bei der Mediensituation dort. © Getty
Die Bayern sind die Einzigen, die sich trauen zu sagen: Wir werden Meister! Deswegen werden sie es auch so oft. © Getty
Die gegnerischen Mannschaften sind immer doppelt motiviert, wenn es gegen den FC Bayern geht. © Getty
Das K.-o.-System im Europapokal war spannender als die Gruppenspiele in der Champions League. © Getty
Ich finde, alle Bundesliga-Spiele sollten wieder samstags um halb vier beginnen. © Getty
Ich schaue mir Fußballspiele im Fernsehen manchmal bewusst ohne Ton an, weil ich die Kommentatoren nicht ertrage. © Getty
Die Bundesliga-Schlusskonferenz im Radio bleibt unübertroffen. © Getty
Wenn man zu einem Fußballspiel gehen will, wo die Leute richtig nett sind, dann muss man zu St. Pauli gehen. © Getty
Wobei, die beste Stimmung ist unbestritten in Dortmund. © Getty
Bayer Leverkusen wird nie ein großes Finale gewinnen. © Getty
... und Michael Ballack auch nicht. © Getty
Mit Ballack wäre die WM 2010 nicht so gut gelaufen. © Getty
Es weckt nichts so viele Emotionen wie Fußball. © Getty
Natürlich ist mir klar, dass da einfach nur 22 Männer einem Ball hinterherrennen. © Getty
Mir ist unbegreiflich, wie man Schiedsrichter werden kann. © Getty
Wobei ich Respekt habe vor den Schiedsrichtern, die sich gegen verwöhnte Millionäre durchsetzen müssen. © dpa
Wenn Fußballer versuchen, sich schick anzuziehen, geht das immer schief. © dpa
Schade finde ich, dass es diese alten Trikots der Nationalmannschaft aus den 50er Jahren nicht mehr gibt. © Getty
Die Trikots sahen früher überhaupt besser aus. © Getty
Fußballkommentatoren sind schrecklich – bis auf Marcel Reif. © Getty
Ich gucke nie Fußball – außer bei der WM. © Getty
Deutschland ist und bleibt eine Turniermannschaft. © Getty
Meine Lieblingsmannschaft bei der WM kommt meistens aus Afrika. © Getty
Ich halte gerne zu sympathischen Verlierern. © Getty
Ich kann mit Patriotismus nicht viel anfangen, aber bei der WM halte ich natürlich zu Deutschland. © Getty
Franz Beckenbauer gelingt es spielend, sich im selben Satz zu widersprechen. © Getty
Trotzdem mag ich Beckenbauer. Es ist gar nicht selbstverständlich, dass er zu dem geworden ist, was er heute ist. © Getty
Von der WM in Südafrika werden vor allem die Vuvuzelas in Erinnerung bleiben – und Maradonas seltsamer Auftritt. © Getty
Ich finde es seltsam, dass es jedes Mal wieder Ärger mit den neuen WM-Bällen gibt. © Getty
Das ist Marketing, adidas braucht eben ein neues Produkt. © Getty
Was Fußball für eine Macht hat, ist unglaublich. © Getty
Man kann über die FIFA sagen, was man will: Sie hat sich für Afrika eingesetzt. © Getty

Das Modell, das dem Europäischen Klub-Verband ECA mit dem Vorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge bis März offiziell vorgestellt werden soll, beruht auf einem Vorschlag von Platini aus dem Jahr 1998. Damals sei es „am Widerstand der Spanier und Italiener gescheitert, die wegen der Hitze nicht im Sommer spielen wollten“, sagte Platini. Vor dem Hintergrund einer möglichen Winter-WM 2022 in Katar nehmen Platini und Blatter aber offensichtlich einen neuen Anlauf, vorgestellt werden soll der revolutionäre Plan erst im Sommer. Die endgültige Entscheidung über eine Spielkalender-Reform würde das 24-köpfige Exekutivkomitee der FIFA treffen. Sollte es dafür stimmen, würde der Plan frühestens im Jahr 2015 umgesetzt.

In Deutschland hatte die von Bayer Leverkusens Sportchef Rudi Völler angeregte Reform, die Bundesliga von Februar bis November spielen zu lassen, bereits zu hitzigen Diskussionen geführt. Kritiker befürchten Einnahmeverluste, da die Fans in den Urlaub fahren und weniger Fußball im Fernsehen schauen würden.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) muss sich jedoch bei der Erstellung ihres Spielplans an die Termine des Weltverbandes FIFA und der Europäischen Fußball-Union UEFA halten.

sid

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