Ära endet 

Ribéry spricht über emotionalsten Moment mit Uli Hoeneß: "Das war richtig traurig"

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Nach zwölf Jahren wird Franck Ribéry den FC Bayern verlassen. Foto: Matthias Balk

Die ganz besondere Beziehung zwischen Franck Ribéry und dem FC Bayern endet. Der französische Fußball-Star blickt mit Stolz auf seine Zeit mit Arjen Robben zurück. 

München - "Ich sehe den Weg, den wir gemeinsam gegangen sind. Es war nicht immer einfach, am Ende sehr erfolgreich. Wir sind echte Freunde geworden, die alles mit dem FC Bayern gewonnen haben, was es zu gewinnen gibt. Wir haben zusammen eine wunderbare Geschichte erleben dürfen. Dafür bin ich unheimlich dankbar", sagte Ribéry der "Sport Bild" in einem Interview.

Franck Ribéry: "Es tat mir weh, Uli so zu sehen"

Robben verlässt die Münchner im Sommer nach zehn Jahren, Ribéry sogar nach zwölf. "Die Hilfe des Vereins war immer wichtig für mich. Natürlich hat mich der FC Bayern auch privat unterstützt, aber ich erinnere mich speziell an eine Situation, in der ich hilflos und komplett auf den Verein angewiesen war", sagte der 36-jährige Franzose. Eine Sprunggelenkverletzung 2015 zwang Ribéry zu einer mehrmonatigen Pause. "Das war eine schlimme Zeit, ich habe an das Karriereende gedacht."

Als besonders emotionalen Moment hat Ribéry einen Besuch bei Uli Hoeneß in Erinnerung. "Das war richtig traurig, es tat mir weh, Uli so zu sehen. Ich wollte ihn unbedingt im Gefängnis besuchen, denn die Situation war schwierig: für Uli Hoeneß, für seine ganze Familie. Aber in Momenten wie diesen zeigt sich, dass Uli ein starker Mann ist", erzählte Ribéry. Der heutige Bayern-Aufsichtsratschef musste nach einer Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe 2014 ins Gefängnis.

Franck Ribéry: "Ich bin kein Mensch, der protzen will"

Zur Goldsteak-Affäre während des Trainingslagers im Januar sagte der frühere Nationalspieler: "Ich bin kein Mensch, der protzen will oder sich über andere stellt. Auf dieses Steak bin ich damals eingeladen worden. Generell ist es so: Wenn ich mir etwas leisten will und auch kann, dann mache ich das - und wenn ich Nudeln mit Eiern möchte, esse ich sie noch heute."

Nach dem Verzehr eines mit Blattgold überzogenen Steaks in einem Nobelrestaurant in Dubai war Ribéry in sozialen Medien kritisiert worden. Über die offiziellen Social-Media-Kanäle des Franzosen wurden daraufhin obszöne Beleidigungen verbreitet. Der FC Bayern sprach eine hohe Geldstrafe gegen Ribéry aus.

Für Niko Kovac könnte sich derweil ein unrühmlicher Abschied andeuten. Der Kroate wackelt, ein Bundesliga-Trainer könnte sein Nachfolger werden.  

dpa

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