Österreich-Hammer: Kanzler Kurz verschärft Corona-Maßnahmen erheblich - „wird eine große Umstellung sein“

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"Ribéry muss seine Einstellung ändern"

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Franck Ribéry wird von seinem neuen Nationaltrainer krisisiert

München/Paris - Der gesperrte Franck Ribéry arbeitet während der Länderspielpause an seiner Fitness - derweil erreichen ihn aus Frankreich scharfe Worte.

Der Tag der Abrechnung ist da: Erstmals nach der Blamage bei der Fußball-WM in Südafrika stellt sich die französische Nationalmannschaft dem heimischen Publikum. Zum Start der Qualifikation zur Europameisterschaft 2012 heißt der Gegner am Freitag im Pariser Stade de France zwar Weißrussland. Angst haben die “Bleus“ aber in erster Linie vor den eigenen Fans. “Ob man uns auspfeifen wird? Die Frage stelle ich mir schon seit Tagen. Und ganz ehrlich: ich fürchte dieses Wiedersehen“, räumt Mittelfeldmann Abou Diaby ein.

Grillfleisch, Bier und Rooney: Die besten Sprüche der Fußball-WM

„Die beste Gruppe seit den Beatles!“ (Die englische Tageszeitung The Sun zur englischen Vorrundengruppe mit den USA, Algerien und Slowenien) © AP
„Ich werde demnächst einen Urlaub buchen - mit Reiserücktrittsversicherung.“ (Thomas Müller im Januar über seine Pläne für den WM-Monat Juni) © AP
„Für den Gewinn des Titels fehlt der deutschen Mannschaft die nötige Reife. Weltmeister werden die Engländer.“ (Schalke-Trainer Felix Magath unmittelbar vor WM-Beginn) © AP
„Das wird eine gute WM. Die Spieler müssen nämlich viel laufen, damit sie nicht erfrieren.“ (Franz Beckenbauer über die winterlichen Temperaturen bei den Abendspielen) © AP
„Der WM-Ball ist ja kein Lederball mehr, sondern eine Mischung aus Marsstaub, Mondstaub, Gold und Platin.“ (Franz Beckenbauer über den offiziellen WM-Ball Jabulani) © AP
„Wenn wir damals so einen Ball gehabt hätten, hätte ich Tor auf Tor gemacht.“ (Gerd Müller über neuen Liga-Ball, „Bruder“ des Jabulani) © AP
„Wenn wir irgendwann mal Ronaldo, Kaka oder Messi haben, dann können wir auch dementsprechenden Fußball spielen.“ (Griechenlands Trainer Otto Rehhagel über seine Defensivtaktik) © AP
„In Brasilien und Argentinien wachsen die guten Spieler auf den Bäumen.“ (Nochmal Otto Rehhagel) © AP
„1994 hatten wir ein Team von Hinkebeinen, aus dem nur Romario herausragte. Wir haben hässlich gespielt und trotzdem die WM gewonnen. Schönes Spiel zählt nicht. Das Einzige, was zählt, ist der Gewinn des WM-Pokals.“ (Brasiliens Staatspräsident Luiz Inacio Lula da Silva über den „Rumpelfußball“ der Selecao) © AP
„Wir haben die Apartheid besiegt - wir können alles und jeden bezwingen.“ (Friedensnobelpreisträger Erzbischof Desmond Tutu über die Erfolgsaussichten von WM-Gastgeber) © AP
„Gehen Sie vorher nicht in die Kneipe. Fahren Sie rechtzeitig ins Stadion, sehen Sie sich das Spiel an und gehen Sie dann die Kneipe.“ (Sibongile Mazibuko, WM-Koordinatorin von Johannesburg, über richtiges Fan-Verhalten) © AP
„Wunderheiler und Knochenwerfer habe ich noch nicht getroffen. „ (Arne Friedrich auf die Frage, ob er etwas von den südafrikanischen Bräuchen mitbekommen habe) © AP
„Gratulation zu diesem Quartier, das ist sehr schön, fast wie im Urlaub.“ (Franz Beckenbauer zum deutschen WM-Quartier) © AP
„Das ist fast wie in einem Gefängnis. Man kommt ganz schwer rein, aber noch schwerer wieder raus.“ (Nochmal Franz Beckenbauer zum deutschen WM-Quartier) © AP
„Das ergibt einfach ein besseres Bild, auch von der Optik her. Ansonsten kaut einer Kaugummi, der andere bohrt in der Nase.“ (Franz Beckenbauer über die Diskussion, ob die deutschen Nationalspieler die Hymne mitsingen müssen) © AP
„Er machte einen hilflosen Eindruck. Für mich war er ein Kartenspieler ohne Persönlichkeit.“ (Bundesliga-Schiedsrichter Knut Kircher über den spanischen WM-Referee Alberto Undiano nach dem Spiel Deutschland gegen Serbien) © AP
„Wenn das die besten Schiedsrichter sind, die die FIFA zu bieten hat, will ich die schlechtesten nicht sehen.“ (Neuseelands Mannschaftskapitän Ryan Nelsen) © AP
„Die einen sollen auf dem Fußballfeld pfeifen, die anderen am Strand“ (Der Schweizer Trainer Ottmar Hitzfeld zur Leistung des saudi-arabischen Schiedsrichters Khalil Al Ghamdi im WM-Vorrundenspiel gegen Chile) © AP
„Ich werde nicht über einzelne Spieler reden - aber Rooney spielte nicht wie Rooney.“ (Englands Teammanager Fabio Capello zur Leistung des Stürmers beim 0:0 gegen Algerien) © AP
„Frühstück, Training, Mittagessen, Bett, Abendessen, Bett. Und es gibt auch eine Grenze dafür, wie oft man Dart und Snooker spielen kann.“ (Der gelangweilte englische Nationalspieler Wayne Rooney) © AP
„Die Deutschen denken jetzt an ihren vierten WM-Titel, die Engländer wieder an ihr Bier.“ (Die argentinische Zeitung Ole nach dem 4:1 von Deutschland gegen England) © AP
„Der kann doch kein Deutscher sein! Podolski verpatzt einen Elfmeter... aber er wurde auch in Polen geboren“ (Die englische Daily Mail nach Deutschlands 0:1 gegen Serbien über Deutschlands ersten vergebenen Strafstoß bei einem WM-Turnier seit 1974) © AP
„Es ist gut, dass Frankreich so früh nach Hause musste. Noch eine Woche und die Spieler hätten sich gegenseitig aufgefressen. Das war der beste Weg, den Kannibalismus zu verhindern.“ (Der ehemalige französiche Nationalspieler Eric Cantona über das Vorrunden-Aus der Equipe Tricolore) © AP
„Schweizer Fußballer bleiben Schweizer Fußballer.“ (Die Neue Zürcher Zeitung nach dem Ausscheiden der Schweiz) © AP
„Diego, der Junge heißt Müller“ (Titel der argentinischen Sportzeitung Ole, nachdem der argentinische Nationaltrainer Diego Maradona Thomas Müller am 3. März nach dessen Debüt für Deutschland gegen Argentinien in München mit Missachtung bestraft hatte) © AP
„Ich glaube, da gibt es nur traurige Gesichter bei schlechtem Wetter und ohne Grillfleisch.“ (Thomas Müller zur WM-Stimmung in Deutschland nach dem 4:0 gegen Argentinien) © AP
„Ich habe Maradona aus zeitlichen Gründen nicht mehr so erlebt. „ (Der 1989 geborene Thomas Müller auf die Frage, wie er Diego Maradona als Fußballer erlebt habe) © AP
„Vuvuzela ist schwer auszusprechen. Deswegen sagen alle Uwe Seeler. Aber das geht mir trotzdem auf die Ohren.“ (Uwe Seeler über die Vuvuzelas) © AP
„Da ist es saukalt und um fünf Uhr dunkel. Man muss sich von der Vorstellung verabschieden, dass es da warm ist und an jeder Ecke ein Leopard sitzt.“ (Franz Beckenbauer über Südafrika) © AP
„Man muss sagen, dass man in der Platzhälfte von Bosnien nicht so reingehen muss.“ (Bundestrainer Joachim Löw zur Gelb-Roten-Karte von Miroslav Klose beim zweiten WM-Gruppenspiel gegen Serbien) © AP
„Ich hatte das Gefühl, dass die Kroaten auch noch ein paar Möglichkeiten hatten.“ (Bundestrainer Joachim Löw über die Chancen der Serben) © AP
„Wo keine Muskeln sind, kannst Du Dir auch nicht wehtun! Meine Waden sind so dünn, da kann kein Gegner die Knochen treffen, weil man sie so schlecht sieht.“ (Thomas Müller über das Glück, nicht verletzungsanfällig zu sein) © AP
„Fußball ist kein Schachspiel, da kracht's halt hin und wieder. „ (Franz Beckenbauer über die Verletzungen zahlreicher Stars vor der WM) © AP
„Er wollte morgens, nachmittags und abends trainieren. Wir haben ihm ein Beruhigungsmittel gegeben, damit er gelassener wird.“ (Brasiliens Nationaltrainer Dunga über den Tatendrang seines lange verletzten Stars Kaka) © AP
„Wir sind 23 Löwen, die in ihrem Käfig herumlaufen und darauf hoffen, dass der Wärter vergisst, die Türe zu schließen. Es wird Zeit, dass es endlich losgeht.“ (Der dänische Nationalspieler Jon Dahl Tomasson vor dem ersten Gruppenspiel) © AP
„Mein Name ist in den vergangenen Tagen sehr oft falsch geschrieben worden. Ich heiße Claudemir Jeronimo Barreto. Nicht Maria und nicht da Silva. Das ist frei erfunden. Sie können mich aber auch als Cacau ansprechen, nicht Herr Cacau“. (Der in Brasilien geborene Nationalstürmer Cacau zu den Unstimmgkeiten über seinen vollständigen Namen) © AP
„Die Schweiz wird überall erst genommen, nur in Deutschland nicht.“ (Der Schweizer Nationalcoach Ottmar Hitzfeld nach dem 1:0 über Spanien) © AP
„Wir spielen den schönsten Fußball, haben die schönsten Spieler und wissen, wie wir unsere Frauen behandeln müssen.“ (Argentiniens Superstar Lionel Messi) © AP
„Da meine Frau nicht da ist, muss ich mit Harald kuscheln. Da kann ich mir allerdings Schöneres vorstellen.“ (Mirsolav Klose über seine Freizeitgestaltung mit Blick auf den neben ihm platzierten DFB-Mediendirektor Harald Stenger) © AP
„Sie kamen singend und tanzend aus dem Bus gestiegen und sind tretend und schlagend vom Platz gegangen.“ (Erinnerungen von Jens Lehmann an die Argentinier beim WM-Viertelfinale 2006) © AP
„Vor vier Jahren hatten wir gegen Argentinien einen Zettel, diesmal brauchen wir einen Katalog.“ (Bundestrainer Joachim Löw über ein mögliches Elfmeterschießen gegen Argentinien) © 

Der 24-jährige Arsenal-Profi ist einer von neun WM-“Sündern“, denen der neue Nationaltrainer Laurent Blanc die Chance zur Wiedergutmachung gibt. Zu dieser Gruppe gehört auch Tormann Hugo Lloris. Der Schlussmann von Olympique Lyon will aber keine Wunder versprechen: “Es gibt viele junge Spieler, mit denen wir das Team langsam wieder aufbauen werden. Ich bin davon überzeugt, dass wir eine schöne Zukunft vor uns haben. Aber wir fangen bei Null an“. “Ich bin sehr motiviert. Hören wir endlich auf mit den Klagen über die WM“, fordert unterdessen Chelsea-Profi Florent Malouda.

Der Neuanfang findet ohne FC-Bayern-Star Franck Ribéry statt. Der Flügelflitzer wurde wegen des Trainingsboykotts in Südafrika vom französischen Verband für drei Länderspiele zum Zuschauen verdammt. Auch Nicolas Anelka (18 Spiele gesperrt), WM-Kapitän Patrice Evra (5) und Jérémy Toulalan (1) sind weder gegen die Weißrussen um den Ex- Stuttgarter Alexander Hleb noch vier Tage später gegen Bosnien- Herzegowina dabei. Zeit zum Besinnen für die angeblichen Hauptschuldigen am WM-Fiasko.

Blanc deutete im Trainingslager in Clairefontaine bei Paris an, dass er in Zukunft weiter auf Ribéry & Co. baut. Einen “Zickenkrieg“ wie in Südafrika will er aber auf keinen Fall tolerieren. “Ribéry muss sich bemühen, muss seine Einstellung ändern und in der Équipe Leistung bringen“, warnte mit ungewöhnlich scharfen und klaren Worten der 44 Jahre alte Coach, der wegen seiner Autoritätsstärke “Le Président“ genannt wird. Eventuell werde Ribéry in Zukunft auch die ungeliebte Position auf der rechten Außenbahn einnehmen müssen.

Der französische Neustart soll mit Hilfe “frischer Gesichter“ wie dem 20-jährigen Yann M'Vila von Stade Rennes oder dem drei Jahre älteren Kevin Gameiro vom FC Lorient gelingen. Wie man gewinnt, das wollte Ex-Superstar Zinedine Zidane, zusammen mit Blanc 1998 Weltmeister, am Mittwoch in Clairefontaine erklären. Der 38-Jährige sollte eine Rede halten und auch am Training aktiv teilnehmen. M'Vila, der beim Titelgewinn 1998 nur acht Jahre alt war, kann sein Glück nicht fassen: “Für viele von uns ist Zidane der beste Fußballer aller Zeiten. Er ist heute immer noch besser als viele von uns“.

Der “Trumpf“ der Franzosen heißt aber weder M'Vila noch Zidane, sondern Blanc. Die Medien der “Grande Nation“ loben den Arbeitsstil des Nachfolgers des umstrittenen Raymond Domenech trotz des 1:2 im Freundschaftsspiel in Norwegen weiter über den grünen Klee. Der Ex- Meistermacher von Girondins Bordeaux (2009) konnte bislang auch die Profis überzeugen. “Das, was Blanc sagt, das kommt bei mir an“, so Diaby begeistert. Angst vor den eigenen Fans hat Blanc, anders als einige seiner Schützlinge, nicht: “Wenn wir guten Fußball spielen wird man uns auch unterstützen“. Sein Motto hat der Trainer dieser Tage bereits ausgegeben: “Vergessen wir Juni, die Zukunft kommt!“.

dpa

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