Robben schließt erneute Gala aus - Schweini fehlt

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Arjen Robben erwartet ein hartes Stück Arbeit

Mönchengladbach - Arjen Robben bremst die Euphorie und schließt gegen Borussia Mönchengladbach eine erneute Gala aus. Der Oranje-Star warnt vor "richtig guten" Spielern beim Gegner und zählt vier auf.

Mit dem Rückenwind der Fußball-Festwoche will Rekordmeister Bayern München eine historische Niederlage verhindern und die Weichen für ein Frühjahr mit Titeln und Triumphen stellen. „Die letzte Woche war überragend, es macht wieder richtig Spaß. Und das nach einer schwierigen Zeit für uns. Aber wir bekommen nichts umsonst. Wir müssen arbeiten, kämpfen und laufen. Es kann noch richtig schön werden bis zum Ende“, sagte Superstar Arjen Robben vor dem DFB-Pokal-Halbfinale am Mittwoch (20. 30 Uhr/ARD und Sky) bei Borussia Mönchengladbach.

Nach drei Siegen mit 20 Toren liegt der Rekordpokalsieger (15 Titel) wieder auf Kurs, doch mit Gladbach wartet der Bayern-Schreck in dieser Saison. In der Bundesliga gewann die Borussia beide Duelle (1:0 und 3:1) gegen den Branchenprimus von der Isar. Drei Siege in einer Saison gegen die übermächtigen Bayern waren bisher nur Eintracht Frankfurt in der Spielzeit 1977/78 gelungen - ein Erfolg gab es in der Bundesliga, zwei im UEFA-Cup.

„Drei Siege wären etwas ganz Großes, das wollen wir schaffen“, sagte Gladbachs Nationalspieler Marco Reus. Doch die Münchner sind vor dem dreimaligen Pokalsieger (1960, 1973, 1995) gewarnt, Gladbach hat seit über einem Jahr keines seiner 18 Pflichtspiele im Borussia-Park verloren. „Sie haben vorne viel Qualität. Nicht nur Reus, sondern auch Hanke, de Camargo oder Arango sind richtig gut“, sagte der Niederländer Robben und glaubt daher nicht an einen Spaziergang: „Es wird sicher kein 6:0 oder 7:0 werden.“

Für Trainer Jupp Heynckes, der erneut auf Nationalspieler Bastian Schweinsteiger (Sprunggelenkprobleme) verzichten muss, hat die Pleite bei seinem Ex-Klub zum Rückrundenstart im Januar keine Bedeutung mehr. „Ich bin zuversichtlich, dass wir gewinnen werden. Die Voraussetzungen im Vergleich zum Rückrundenstart haben sich verändert. Wir sind wieder in Schwung.“ Auch Kapitän Philipp Lahm betont die „gute Form“ in der man sich befinde. „Wir wollen ins Finale“, so der Nationalspieler.

Eine Saison-Abschlussparty will auch die Borussia beim Pokalendspiel am 12. Mai im Berliner Olympiastadion feiern. Seit 17 Jahren waren die Gladbacher nicht mehr im Pokalfinale. „Daher wollen wir den Fans das Finale schenken. Wir kennen jetzt die Stärken und Schwächen der Bayern, das sollten wir ausnutzen“, sagte Reus.

Die verrücktesten Vereinsnamen der Welt

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Die verrücktesten Vereinsnamen der Welt © dpa
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Gegen die geballte Offensivkraft des Gegners wird Gladbachs Trainer Lucien Favre auf seine starke Defensive und das überfallartige Konterspiel setzen. „Man darf sich keinen Fehler erlauben. Wir dürfen nicht wieder Tore herschenken, wie beim 1:3 am ersten Rückrundenspieltag. Sonst spielt man denen in die Karten“, sagte Robben.

Sein Comeback nach seinem Schlüsselbeinbruch vor gut einem Monat plant Patrick Herrmann, der die Bayern im Januar mit einem Doppelpack schockte. „Ich habe die letzten Einheiten problemlos überstanden und keine Schmerzen mehr“, sagte Herrmann. Ob er auch in der Startformation stehen wird, ließ Favre offen.

Der Schweizer Coach würde mit seiner Mannschaft die bisher märchenhaft verlaufende Saison gerne mit dem Einzug ins Endspiel veredeln, zeigt aber großen Respekt vor dem Gegner. „Das ist fast die deutsche Nationalmannschaft plus Robben und Ribery, eine der besten Mannschaften in Europa. Die Abwehr ist stabiler, der Angriff kreativer geworden“, meinte Favre, der aber betonte, dass man keine Angst habe.

Sportdirektor Max Eberl bezeichnete das Spiel „als Herkulesaufgabe“. Man wolle dem großen FC Bayern über 90 oder 120 Minuten aber die Stirn bieten. Stürmer Mike Hanke versprach daher mehr Gegenwehr, als zuletzt Hertha BSC beim 0:6 gezeigt hat: „Die haben viele Räume gehabt, Berlin hat es nicht gut gemacht. Wenn die mit Tempo kommen können, wird es für jede Mannschaft schwer. Wir müssen sie beschäftigen, einen guten Tag erwischen, dann können wir es schaffen.“

sid

Die bizarren Rituale der Fußballstars

Mario Gomez singt bei Länderspielen nie bei der Nationalhymne mit. Der Grund: Einst hatte er vor einer U-15-Partie nicht mitgesungen und prompt ein Tor erzielt. Seither verzichtet er auf Gesang.  © dpa
Der argentinische Torhüter Sergio Goycochea (Elfmeter-Killer bei der WM 1990) hatte eine besonders bizarre Marotte: Vor wichtigen Elfmeterschießen urinierte der Schlussmann auf den Platz. Seine Mitspieler bildeten dann einen Kreis um ihn als Sichtschutz. Er wollte damit den Gegner verunsichern. © getty
Gerd Müller trug immer Schuhgröße 41. Und das, obwohl der „Bomber der Nation“ eigentlich Größe 38 hatte. Er könne sich so besser drehen, gab er als Begründung an. © dpa
Der Däne Preben Elkjaer-Larsen war schon während seiner Profizeit Kettenraucher. Zu seinen Ritualen gehörte die Zigarette in der Halbzeitpause. © getty
Michael Ballack besteht bei seinen Clubs immer auf die Trikotnummer 13. Beim Dienstantritt in London sorgte dies für Ärger mit Teamkollege William Gallas, der die „13“ zuvor getragen hatte. Ballack setzte sich durch. © dpa
Die englische Fußball-Legende Gary Lineker schoss beim Aufwärmen niemals aufs Tor. Er wollte „die Treffer aufsparen“. Wenn er in der ersten Hälfte nicht einnetzte, wechselte er in der Pause sein Trikot. © getty
Der Ex-Nationalspieler Carsten Jancker küsste nach jeder Bude seinen Ring. Damit drückte er die Liebe zu seiner damaligen Freundin aus. © dpa
Giovanni Trapattoni (Was erlauben Struuuunz?/Gespielt wie eine Flasche leer...) vetraute bei der WM 2002 auf geweihtes Wasser. Damit besprühte er vor den Partien Teile des Platzes. Seine Schwester, die Ordensfrau ist, hatte ihm die Flüssigkeit besorgt. Gebracht hat es nichts. Italien schied früh aus.  © dpa
Der legendäre Dr. Socrates (Brasilien), der bei der WM 1986 einen Elfmeter aus dem Stand geschossen hatte (und vergab), betrat immer als letzter Akteur das Spielfeld. Der Grund: Aberglaube. © getty
Bei der WM 1986 gab es für die argentinische Nationalelf fünf Wochen lang kein Hühnerfleisch. Trainer Carlos Bilardo war der festen Überzeugung: Hühnerfleisch bringt Unglück. © Getty
Bei der WM 1998 küsste der französische Nationalspieler Laurent Blanc (2.v.r.) vor Beginn jeder Partie den kahlen Kopf seines Torhüters Fabien Barthez (2.v.l.). © dpa
Der Brasilianer Jorginho, der früher für den FC Bayern seine Kickstifel schnürte, ist streng gläubig. Vor den Partien überreichte er den gegnerischen Kapitänen stets eine Bibel. © dpa
Skandalkicker Eric Cantona nahm an jedem Spieltag morgens um Punkt acht Uhr ein fünfminütiges, heißes Wannenbad. © dpa
Frankreichs Ex-Nationalcoach Raymond Domenech soll bei der Aufstellung des Teams ganz genau auf die Strenzeichen der Spieler achten. Offenbar befragt er vor Kader-Nominierungen zudem das Horoskop. © dpa
Der Brasilianer Mario Zagallo, Weltmeister als Spieler sowie als Trainer, liebt die Zahl 13. Das rührt von der Verehrung des Heiligen Antonius her. Dessen Gedenktag wird am 13. Juni gefeiert. Zagallo lebt in einem 13. Stockwerk, heiratete am 13. Januar und verlangte als Spieler immer die Nummer 13. © dpa
Adrian Mutu trägt bei Spielen immer dieselbe Unterwäsche-Marke. © dpa
Auch der frühere kolumbianische Nationaltürhüter Rene Higuita schwörte auf Konstanz bei seiner Unterwäsche. Bei ihm mussten die Hosen blau sein. Eine Wahrsagerin hatte ihm dies empfohlen. © Getty
Miroslav Klose bekreuzigt sich vor jedem Einsatz. © dpa
Udo Lattek trug als Manager des 1. FC Köln in der Saison 1987/88 einen blauen Strickpulli. Und das 14 Spieltage lang. Immer denselben. Bis zur ersten Niederlage.  © dpa
Auch der frühere englische Nationalspieler Paul Ince hat stets darauf bestanden, das Spielfeld als letzter Akteur zu betreten. © dpa
Kölns Ex-Keeper Faryd Mondragon ist streng gläubig. Er ließ sich ein FC-Handtuch weihen. Vor den Spielen betet er, er soll sogar eine Marienfigur in der Kabine haben. © dpa
Der italienische Nationalkicker Gennaro Gattuso trug bei der WM in Deutschland die ganze Zeit über den gleichen Pullover. Außerdem packte er vor allen Partien ab dem Viertelfinale den Koffer für die Heimreise. Die Rituale waren von Erfolg geprägt, Italien wurde Weltmeister. © dpa
Der Engländer John Terry pflegt eine ganz besondere Beziehung zu seinen Schienbeinschützern. Jahrelang verwendete er immer dieselben. Als er sie nach einem Champions-League-Spiel in Barcelona verlor, war er am Erdboden zerstört. Außerdem setzt er sich im Mannschaftsbus immer auf den gleichen Platz. © dpa
Felix Magath hat während seiner ersten Zeit in Wolfsburg monatelang eine grüne Krawatte getragen. So lange, wie sein Club ungeschlagen war. © dpa
BVB-Verteidiger Neven Subotic trägt zwei Armbänder, die er von seiner bosnischen Oma Milena bekommen hat. Zu seinem Ärger muss er die Bänder vor den Spielen ablegen. Das gebieten DFL-Auflagen. © dpa
Der argentinische Superstar Juan Sebastian Veron wickelte immer eine Bandage um sein rechtes Knie. 1997 hatter er sich an dieser Stelle verletzt und den Verband von da an als Glücksbringer beibehalten. © dpa
1860-Verteidiger Moritz Volz geht vor Spielen regelmäßig in die Küche und backt Kuchen. Und nicht nur einen: „ Drei müssen es schon sein“, hat der Kicker in einem Interview gesagt. © dpa
Der englische Kult-Kicker und Trainer Jack Charlton („Die Giraffe“) wechselte als Spieler immer kurz vor dem Anpfiff die Stollen aus. Nach dem Aufwärmen marschierte er erst in die Kabine, wenn er einen Torschuss erfolgreich abgeschlossen hatte.   © getty
Louis Aragonés hasst die Farbe gelb. Der ehemalige Trainer der spanischen Nationalmannschaft soll während der WM 2006 in Dortmund einen gelben Blumenstrauß zur Begrüßung abgelehnt haben. Einst bat er sogar Mannschaftskapitän Raul, ein gelbes Jersey im Training auszuziehen. © dpa
Jörg Berger (†) wechselte vor seinem Dienstantritt bei der Frankfurter Eintracht im Jahr 1998 die Trainerbank aus. Das Möbelstück seiner Amtsvorgänger Horst Ehrmanntraut und Reinhold Fanz war ihm suspekt.  © dpa
Luca Toni schraubt nach Torerfolgen immer symbolisch an seinem Ohr. Das soll heißen:  „Avete capito“ (Habt Ihr das verstanden/Habt Ihr das gesehen?)! Böse Zungen behaupten hingegen, er würde den Regler seines Hörgerätes zurückdrehen, wenn es im Stadion zu laut wird. © dpa

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