Fristverlängerung "wertlos"

Ronaldos Verband kritisiert Weltfußballer-Wahl

+
Cristiano Ronaldo ist einer der Topfavoriten auf die Wahl zum Weltfußballer des Jahres

Lissabon - Nach dem Ärger mit Superstar Cristiano Ronaldo muss der Fußball-Weltverband FIFA auch noch heftige Kritik von Portugals Nationalverband FPF über sich ergehen lassen.

Die Weltfußballer-Wahl sei nach der Verlängerung der Frist wegen nicht ausreichender Stimmabgaben „wertlos“ geworden, erklärte FPF-Präsident Fernando Gomes am Freitag in Lissabon. Das Wahlverfahren sei einfach nicht transparent. „Die Menschen (Trainer und Spieler) nehmen nicht teil, weil sie nicht mehr daran glauben“, so Gomes.

Mit der abfälligen Äußerungen über den Portugiesen von Real Madrid hatte FIFA-Boss Joseph Blatter Ende Oktober vor allem in Portugal, aber auch in Spanien große Empörung ausgelöst. Sowohl Real Madrid als auch der FPF und die Regierung in Lissabon protestierten gegen die Worte des Schweizers, der sich unter anderem über die Friseurbesuche Ronaldos lustig gemacht hatte. Zudem wird Blatter eine Bevorzugung des Ronaldo-Rivalen Lionel Messi vorgeworfen.

Spanischen Medienberichten zufolge will Ronaldo aus Protest der FIFA-Gala zur Weltfußballer-Wahl fernbleiben. Dabei gilt der 28-Jährige inzwischen vor allem nach seinen vier Treffern bei den Erfolgen der „Seleção“ in den WM-Playoffs über Schweden als Mitfavorit auf die Auszeichnung - neben FC-Bayern-München-Star Franck Ribéry und noch vor Messi. Der Profi des FC Barcelona hatte sich nach der Wahl von Ronaldo im Jahr 2008 viermal in Serie durchgesetzt.

Alle Weltfußballer seit 1982

2013: Cristiano Ronaldo (Portugal) © AFP
2012 Lionel Messi (Argentinien)
2012 Lionel Messi (Argentinien) © AP
2011 Lionel Messi (Argentinien)
2011 Lionel Messi (Argentinien) © dpa
2010 Lionel Messi (Argentinien)
2010 Lionel Messi (Argentinien) © Getty
2009 Lionel Messi (Argentinien) © Getty
2008 Cristiano Ronaldo (Portugal) © Getty
2007 Kaka (Brasilien) © Getty
2006 Fabio Cannavaro (Italien) © Getty
2005 Ronaldinho (Brasilien) © Getty
2004 Ronaldinho (Brasilien) © Getty
2003 Ronaldo (Brasilien) © Getty
2002 Zinedine Zidane (Frankreich) © Getty
2001 Luis Figo (Portugal) © Getty
2000 Zinedine Zidane (Frankreich) © Getty
1999 Rivaldo (Brasilien) © Getty
1998 Zinedine Zidane (Frankreich) © Getty
1997 Ronaldo (Brasilien) © Getty
1996 Ronaldo (Braslien) © Getty
1995 George Weah (Liberia) © Getty
1994 Romario (Brasilien) © Getty
1993 Roberto Baggio (Italien) © Getty
1992 Marco van Basten (Niederlande) © Getty
1991 Lothar Matthäus (Deutschland) © Getty
1990 Lothar Matthäus (Deutschland) © Getty
1989 Ruud Gullit (Niederlande) © Getty
1988 Marco van Basten (Niederlande) © Getty
1987 Ruud Gullit (Niederlande) © Getty
1986 Michel Platini (Frankreich) © Getty
1985 Michel Platini (Frankreich) © Getty
1984 Diego Maradona (Argentinien) © Getty
1983 Zico (Brasilien) © Getty
1982 Paolo Rossi (Italien) © Getty

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Torwart rastet in der B-Klasse München aus - Trainer: „Diese Gewalt in 20 Jahren nie erlebt“
Torwart rastet in der B-Klasse München aus - Trainer: „Diese Gewalt in 20 Jahren nie erlebt“
Nach Check gegen Christian Streich: DFB verkündet Strafe - David Abraham muss lange zuschauen
Nach Check gegen Christian Streich: DFB verkündet Strafe - David Abraham muss lange zuschauen
Wieder Ärger um Neymar: Was machte er da in Barcelona?
Wieder Ärger um Neymar: Was machte er da in Barcelona?
Premier League: So sehen Sie FC Liverpool gegen Manchester City heute live im TV und im Live-Stream
Premier League: So sehen Sie FC Liverpool gegen Manchester City heute live im TV und im Live-Stream

Kommentare