Rückkehrer Pizarro schießt Werder zum ersten Sieg

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Werders Naldo (r) bejubelt zusammen mit dem Doppel-Torschützen Claudio Pizarro seinen 3:0-Treffer für die Bremer.

Bremen - Heimkehrer Claudio Pizarro genoss den Jubel der Werder-Fans: Im ersten Bundesliga-Spiel nach seiner Rückkehr hat der Peruaner Werder Bremen mit seinem 21. Bundesliga-Doppelpack den ersten Saisonsieg beschert.

Der erst am Dienstag verpflichtete Stürmer erzielte am 3. Spieltag beim 3:0 (2:0) gegen Borussia Mönchengladbach mit einem Abstauber und einem Hackentor die Führungstreffer (21./38. Minute) für die Mannschaft von Fußball- Trainer Thomas Schaaf. Den Endstand markierte Naldo in der 88. Minute. “Das waren klassische Pizarro-Tore. Es freut uns, dass er wieder da ist“, sagte Innenverteidiger Per Mertesacker.

“Ich glaube, die ganze Mannschaft hat konzentriert defensiv gespielt“, sagte Marko Marin nach dem Zu-Null-Spiel gegen seinen ehemaligen Club. Mit einer solchen Leistung könne die Mannschaft ganz vorne mitspielen.

Die Bilder des 3. Bundesliga-Spieltags

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Werder Bremen - Borussia Mönchengladbach: Heimkehrer Claudio Pizarro genoss den Jubel der Werder-Fans: Im ersten Bundesliga-Spiel nach seiner Rückkehr hat der Peruaner Werder Bremen mit seinem 21. Bundesliga-Doppelpack den ersten Saisonsieg beschert. © dpa
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Werder Bremen - Borussia Mönchengladbach: Der erst am Dienstag verpflichtete Stürmer erzielte am 3. Spieltag beim 3:0 (2:0) gegen Borussia Mönchengladbach mit einem Abstauber und einem Hackentor die Führungstreffer (21./38. Minute) für die Mannschaft von Fußball- Trainer Thomas Schaaf. © dpa
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Werder Bremen - Borussia Mönchengladbach: Werders Naldo bejubelt seinen 3:0-Treffer für die Bremer. In der Mitte ist der doppelte Torschütze Claudio Pizarro und im Hintergrund der Bremer Per Mertesacker zu erkennen. © dpa
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Werder Bremen - Borussia Mönchengladbach: Vor 34.800 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion enttäuschten die Gladbacher, kassierten ihre erste Saisonniederlage und bleiben seit 23 Jahren in Bremen ohne Sieg. © dpa
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Werder Bremen - Borussia Mönchengladbach: Gladbachs Thorben Marx ist enttäuscht. © dpa
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VfL Wolfsburg-Hamburger SV: Mit Tempofußball der Extraklasse und toller Moral hat der Hamburger SV die Festung Wolfsburg gestürmt und die stolze Serie des Meisters beendet. © dpa
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VfL Wolfsburg-Hamburger SV: Hamburger Mladen Petric bejubelt sein Tor zum 2:3 für Hamburg © dpa
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VfL Wolfsburg-Hamburger SV: Der Hamburger Romeo Castelen schießt das Tor zum 2:4-Endstand, der Wolfsburger Tormann Diego Benaglio (l) kann den Ball nicht halten. © dpa
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VfL Wolfsburg-Hamburger SV: Castelen bejubelt seinen Treffer zum 2:4-Endstand mit HSV-Trainer Bruno Labbadia. © dpa
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VfL Wolfsburg-Hamburger SV: Torwart Diego Benaglio konnte die Pleite nicht verhindern.  © dpa
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Bayer Leverkusen - 1. FC Freiburg: Nach dem 5:0 (1:0)- Kantersieg hatte Leverkusen in Freiburg Grund zum Jubeln wie hier Tranquillo Barnetta. © dpa
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Bayer Leverkusen - 1. FC Freiburg: Die Breisgauer spielten zwar leidenschaftlich und hatten viele Chancen. © dpa
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Bayer Leverkusen - 1. FC Freiburg: Die Tore machte aber das clevere Werksteam von Jupp Henckes. © dpa
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Bayer Leverkusen - 1. FC Freiburg: Nationalspieler Stefan Kießling (35.) traf mit dem ersten Bayer- Torschuss gleich ins Schwarze. Tranquillo Barnetta (47./76.) und Eren Derdiyok (70./84.) machten trotz weiterer Offensivbemühungen der Hausherren den Sack zu. © dpa
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Bayer Leverkusen - 1. FC Freiburg: Die Freiburger verließen enttäuscht den Rasen. © dpa
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Borussia Dortmund - VfB Stuttgart: Borussia Dortmund mit Trainer Jürgen Klopp musste sich zu Hause gegen den VfB Stuttgart mit einem 1:1 (1:0) begnügen © dpa
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Borussia Dortmund - VfB Stuttgart: Stuttgarts Trainer Markus Babbel © dpa
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Borussia Dortmund - VfB Stuttgart: Auch lange nach dem Spiel war der Ärger beim vermeintlichen Opfer Jens Lehmann vom VfB Stuttgart über das Gerangel mit Dortmunds Neven Subotic noch nicht vollends verraucht. “Ich habe es 22 Jahre lang geschafft, dass mir keiner den Kiefer oder die Zähne eingeschlagen hat. Das war heute das erste Mal, dass ich gedacht habe: Jetzt ist mein Zahn weg. Wenn ich so etwas machen würde, wäre ich acht Wochen gesperrt worden“, sagte der frühere Nationaltorwart. © dpa
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Borussia Dortmund - VfB Stuttgart:  Auch sonst stand Lehmann häufig im Fokus und zeigte dabei seine Klasse auf dem Platz: Mit starken Paraden gegen Mats Hummels (30.) und Nelson Valdez (34.) sorgte er dafür, dass der BVB seine Führung durch Valdez (27.) nicht ausbauen konnte. © dpa
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Borussia Dortmund - VfB Stuttgart: Stuttgart war mit dem Unentschieden recht zufrieden. © dpa
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Hannover 96 - 1. FC Nürnberg: Unbeeindruckt vom überraschenden Hecking-Rücktritt feierte Hannover 96 mit dem 2:0 (1:0) beim 1. FC Nürnberg den ersten Sieg im Frankenland seit 21 Jahren. © dpa
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Hannover 96 - 1. FC Nürnberg: Der 96er “Coach auf Probe“, Andreas Bergmann, wollte Spaß am Fußball vermitteln. © dpa
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Hannover 96 - 1. FC Nürnberg: Und Jiri Stajner (15./86.) setzte das Vorhaben der Niedersachsen, bei denen Steven Cherundolo nach dem Ende seiner Schweinegrippe-Quarantäne in die Startelf zurückkehrte, fast vorbildlich um. © dpa
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Hannover 96 - 1. FC Nürnberg: Lediglich vom Elfmeterpunkt zeigte er Nerven: Der erste verwandelte Versuch wurde vom Referee zurückgepfiffen, im zweiten Anlauf scheiterte der Tscheche (54.) an FC-Schlussmann Raphael Schäfer - der sich sichtlich freute.  © dpa
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Hannover 96 - 1. FC Nürnberg: Der Nürnberger Trainer Michael Oenning © dpa
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1. FC Köln - Eintracht Frankfurt: Köln konnte mit dem 0:0 gegen Eintracht Frankfurt auch im dritten Anlauf das Blatt nicht wenden. © dpa
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1. FC Köln - Eintracht Frankfurt: Immer noch ohne Saisonsieg stehen “Prinz Poldi“ und “sein FC“ weiter im Tabellenkeller. © dpa
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1. FC Köln - Eintracht Frankfurt: Unrühmlicher Höhepunkt der niveauarmen Partie war die Rote Karte gegen Frankfurts Patrick Ochs (54./grobes Foulspiel). © dpa
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1. FC Köln - Eintracht Frankfurt: Die nummerische Überzahl konnten der immer noch torlose Nationalstürmer Lukas Podolski und Co. nicht ummünzen. © dpa
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1. FC Köln - Eintracht Frankfurt: Kölns Torwart Faryd Mondragon fischt einen Ball vom Netz. © dpa
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1. FC Köln - Eintracht Frankfurt: Kölns Trainer Zvonimir Soldo gestikuliert an der Seitenlinie. © dpa
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FC Bayern - FSV Mainz: Der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München steckt nach dem schlechtesten Saisonstart seit 43 Jahren schon nach dem dritten Bundesliga-Spieltag in der Krise. © dpa
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FC Bayern - FSV Mainz: Das Star- Ensemble von der Isar zog am Samstag mit dem 1:2 (0:2) erstmals überhaupt gegen Liga-Rückkehrer FSV Mainz 05 den Kürzeren und wartet nach zwei mageren Remis immer noch auf den ersten Sieg. © dpa
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FC Bayern - FSV Mainz: Der Jubel bei den Mainzern Spielern und Fans war riesig. © dpa
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FC Bayern - FSV Mainz: Bayerns Trainer van Gaal war enttäuscht. © dpa
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FC Bayern - FSV Mainz: „Ich frage mich, was wir in der Vorbereitung falsch gemacht haben“, sagte der Bayern-Coach. © dpa
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Schalke 04 - TSG 1899 Hoffenheim: Mit einer wahren Abwehrschlacht hat sich Schalke 04 in der 1. Fußball-Bundesliga einen glücklichen Punkt bei der TSG 1899 Hoffenheim ermauert. © dpa
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Schalke 04 - TSG 1899 Hoffenheim: Vor 30 150 Zuschauern lieferte das Team von Trainer Felix Magath beim torlosen Unentschieden eine dürftige Leistung ab und entging nur dank der Abschlussschwäche der Gastgeber der ersten Saisonniederlage. © dpa
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Schalke 04 - TSG 1899 Hoffenheim: Schalke enttäuschte in der kampfbetonten Partie mit acht Gelben Karten nach den zwei überzeugenden Auftaktsiegen auf der ganzen Linie. © dpa
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Schalke 04 - TSG 1899 Hoffenheim: “Es war über weite Strecken ein richtig gutes Spiel von uns. Das hätten wir gewinnen müssen. Ich bin nur mit der Zahl der Tore nicht zufrieden“, sagte Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick. © dpa
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Schalke 04 - TSG 1899 Hoffenheim: Schiri Michael Weiner (M) musste einen Streit zwischen Hoffenheims Vedad Ibiseviv (l) und Schalkes Torwart Manuel Neuer schlichten. © dpa

Vor 34 800 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion enttäuschten die Gladbacher, kassierten ihre erste Saisonniederlage und bleiben seit 23 Jahren in Bremen ohne Sieg. “Bei eigenem Ballbesitz war das heute zu wenig. Wir waren zu wenig in Bewegung, haben zu wenig Möglichkeiten kreiert“, sagte Borussen-Trainer Michael Frontzeck, der von einer Niederlage “auch in der Höhe verdient“ sprach.

Werder-Coach Schaaf, der auf die gleiche Anfangself wie beim 6:3- Erfolg im Playoff-Hinspiel am Donnerstag in der Europa League gegen FK Aktobe setzte, ließ erstmals in dieser Saison nicht mit einer sogenannten Doppelsechs spielen, sondern baute wieder auf die Raute als taktische Grundordnung. Die Variante mit zwei defensiven Mittelfeldspielern vor der Abwehr hatte dem ambitionierten DFB - Pokalsieger zu Beginn der Saison nicht die erhoffte Sicherheit in der Defensive verliehen. In der Offensive agierten die Bremer gegen die Elf von Frontzeck ungewohnt kontrolliert und vorsichtig statt mit bedingungslosem Angriffswirbel.

Doch die erste richtige Chance führte gleich zum 1:0 - dabei half Borussen-Torhüter Christofer Heimeroth fleißig mit: Der Ersatz von Logan Bailly konnte einen Freistoß von Mesut Özil nicht festhalten, Pizarro stand goldrichtig und musste den Ball nur über die Linie schieben. Der vom FC Chelsea zurückgekehrte Torgarant aus Peru bewies seinen starken Torriecher erneut, als er ein feines Zuspiel von Clemens Fritz mit der Hacke vollstreckte und für die beruhigende Zwei-Tore-Führung sorgte.

Die Gladbacher, denen mit vier Punkten aus zwei Spielen ihr bester Saisonstart seit 14 Jahren gelungen war, brachten im Spiel nach vorne kaum etwa zustande und stellten die zuletzt stets wackelnde Werder- Abwehr nicht vor Probleme. Erst in der 45. Minute prüfte der Argentinier Raul Bobadilla Werder-Keeper Tim Wiese.

Der frühere Gladbacher Marin, in der Sommerpause im Ärger von der Borussia an die Weser gewechselt, wirkte gegen seinen ehemaligen Club anfangs nervös und begann mit einem Fehlpass. Doch trotz Pfiffen von den Gäste-Fans fand der 20 Jahre alte Nationalspieler immer besser in die Partie und übernahm im Gegensatz zu den vergangenen Wochen mehr Defensivarbeit. Fünf Minuten vor der Pause scheiterte der Mittelfeldspieler knapp mit einem Schlenzer.

“Ich denke, das war heute mit das Beste bis jetzt“, sagte der vor allem in der zweiten Hälfte starke 20-Jährige über seine eigene Leistung. Nach dem Wechsel spielte er immer besser und mutiger auf und sorgte für die ersten Höhepunkte im zweiten Durchgang: Als der Dribbelkünstler in den Gladbacher Strafraum vordrang, konnte ihn Thomas Kleine nur mit einem Foul stoppen. Den von Özil geschossenen Elfmeter parierte jedoch Heimeroth.

In der Folge vergaben die Bremer zahlreiche Chancen. Der immer stärker werdende 28 Jahre alte Gladbacher Torhüter verhinderte einen höheren Rückstand. Trotz seines Patzers beim ersten Gegentreffer war er Gladbachs bester Mann. Seine Vorderleute blieben in der Offensive einfallslos. Erst zwei Minuten vor Schluss nutze Abwehrspieler Naldo eine der vielen Chancen.

dpa

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