Transferzeit endet

Ruhe um Mbappé in den finalen Stunden - PSG gibt nicht nach

Kylian Mbappé
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Traf beim Messi-Debüt für Paris Saint-Germain gegen Stade Reims doppelt: Kylian Mbappé.

Einigen sich Real Madrid und Paris Saint-Germain noch in den allerletzten Stunden der Transferperiode? Es sieht nicht unbedingt danach aus. Medien berichten indes: Kylian Mbappé hat sich damit abgefunden zu bleiben. Einen freut's besonders.

Berlin - Gary Lineker läuft beim Gedanken an eine komplette Saison mit Kylian Mbappé an der Seite von Neymar und Lionel Messi schon das Wasser im Munde zusammen.

Eine „köstliche Aussicht für Fußball-Fans in der ganzen Welt“ sei es, befand er. Denn der Wechsel des 22 Jahre alten Franzosen werde „immer unwahrscheinlicher“, schätzte auch der Ex-Profi und TV-Experte der BBC ein.

Nach Tagen mit wilden Spekulationen, mit Angeboten und Wendungen blieb es am Finaltag der sommerlichen Transferperiode erstmal ziemlich ruhig im Poker um Mbappé zwischen dessen Arbeitgeber Paris Saint-Germain und dem königlichen Interessenten Real Madrid.

Spanische „Operación Mbappé“

Mbappé selbst bereitete sich zunächst mit der französischen Nationalmannschaft in Clairefontaine, einer nicht gerade urbanen Gegend, auf die anstehenden Qualifikationsspiele für die WM 2022 in Katar vor - Frankreich und Mbappé sind die Titelverteidiger. Die spanische Sportzeitung „Marca“ schrieb kurz nach Mittag in ihrem Live-Ticker zur „Operación Mbappé“: „Weniger als zwölf Stunden zur Auflösung.“

Stunden vor dem Ende der für diesen Fall gültigen Transferperiode um Mitternacht deutete aber einfach vieles daraufhin, dass Real Madrid bei seinem Versuch scheitert, den französischen Weltmeister für 200 Millionen Euro zu verpflichten. Selbst wenn nichts ausgeschlossen scheint. „Solange es dort noch Leben gibt, gibt es auch noch Hoffnung“, schrieb das Sportblatt „Marca“ auch.

„Paris gibt nicht nach“, meinte aber Frankreichs Sportzeitung „L'Équipe“ am Dienstag. Der französische Sender RMC Sport berichtete zudem schon, dass sich nach seinen Informationen Mbappé mit dem Verbleib bei PSG abgefunden habe. „Ich bin mir sicher, dass sein Traum eines Tages wahr wird“, schrieb Lineker via Twitter. Ein Jahr läuft Mbappés Vertrag bei PSG noch, dann wäre er zumindest ablösefrei.

Zuletzt mit Doppelpack

145 Millionen hatten die Pariser seinerzeit an die AS Monaco für den pfeilschnellen Angreifer bezahlt, den nicht wenige für den kommenden Superstar nach der Generation Messi und Cristiano Ronaldo halten. Wie wichtig Mbappé auch für PSG ist, bewies er gerade erst mit einem Doppelpack beim Sieg gegen Stade Reims. Zum ersten Auftritt des magischen Dreiecks mit dem sechsmaligen Weltfußballer aus Argentinien und dem brasilianischen Superstar könnte es am 11. September gegen Clermont Foot 63 im Parc des Princes kommen - wenn Mbappé bleibt.

Medienberichten zufolge stoppte Real am Montag jedenfalls die Verhandlungen, am Dienstag war von Wiederaufnahme zunächst nichts zu lesen. Dabei hatte zuvor sogar Formel-1-Pilot Fernando Alonso via Instagram Story die ohnehin maximal aufgeladenen Spekulationen um den Franzosen zusätzlich angeheizt und eine Karte von Paris gepostet mit den Worten: „Schon da, mal sehen wie die Sache mit Kylian ausgeht.“

Untätig war Real aber am letzten Tag der Transferperiode nicht. Der Rekordmeister verpflichtete Jungstar Eduardo Camavinga. Er ist erst 18 Jahre alt, spielte aber sogar schon für Weltmeister Frankreich. Mehr als 30 Millionen Euro sollen sich die Madrilenen den Wechsel kosten lassen. Champions-League-Sieger FC Chelsea, Manchester United und Paris Saint-Germain sollen auch an dem Offensivspieler interessiert gewesen sein. Auch der FC Bayern soll Camavinga auf dem Zettel gehabt haben. dpa

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